Veränderungen und die Ungewissheit. Beides macht uns als Menschen seit jeher Angst. Der Bruch mit dem Vertrauten und Alltäglichen kann auch im Gaming für Bauchschmerzen sorgen, und nicht zu wissen, was als Nächstes kommt, sowieso.
Als Fan von Videospielen haben wir über die Jahre einfach oft gelernt, dass uns große Umbrüche nicht zwangsweise zum Vorteil gereichen. Vor allem dann nicht, wenn diese Umbrüche ein derart gewaltiges Großunternehmen wie Microsoft betreffen, das die Verantwortung für zahlreiche unserer liebsten Spiele schultert und über deren Verderb oder Gedeih entscheidet.
Jetzt ist es aber nun mal wieder so weit: Microsoft baut seine Gaming-Sparte bei Xbox grundlegend um. Nachdem schon im letzten Jahr zahlreiche Studios geschlossen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen sowie Projekte eingestellt wurden, trifft es nun sogar die Geschäftsleitung: Phil Spencer scheidet nach 12 Jahren als Xbox-Chef und 38 Jahren bei Microsoft aus dem Unternehmen aus.
19:01
Sie kamen als Retter. Sie hinterlassen ein Trümmerfeld - Chaos bei Microsoft Gaming
Das bedeutet für uns als Spieler erstmal: Veränderungen stehen ins Haus! Und ja, auch ich bin bei der Aussicht erst einmal besorgt. Unabhängig davon, was man jetzt persönlich von Phil Spencer und seiner Arbeit gehalten hat. Er war ein bekanntes Gesicht und wird nun durch ein für Spielerinnen und Spieler ziemlich unbeschriebenes Blatt ausgetauscht. Da rumort es im Bauch.
Und gerade weil mit Asha Sharma eine Person an seine Stelle tritt, die sich schwer einschätzen lässt, verstärkt sich das Gefühl der Ungewissheit. So prallen zwei Urängste aufeinander und der Zynismus drängt sich entsprechend an die Oberfläche: »Na, das kann ja nur in die Hose gehen!«
Aber ist das so? Die Lage ist in diesem speziellen Fall etwas komplizierter.
Das war unvermeidbar
Die Meldung um Phil Spencers Weggang traf mich ziemlich überraschend – dabei hätte man das alles vorhersagen können. Der Umbruch kommt zum logischen Moment. Xbox ist derzeit ein schwarzes Schaf im gewaltigen Portfolio der Mutterfirma, die mit KI und Cloud-Services eher boomt als zu straucheln.
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