Microsoft hat eine kostenlose Demo von Quake 2 veröffentlicht. Das Besondere: Sie wurde von der hauseigenen generativen KI World and Human Action Model
(WHAM), auch Mule
genannt, entwickelt und kann ohne Installation direkt im Browser gespielt werden.
Die KI stößt schnell an ihre Grenzen
Das KI-Replikat von Quake 2 wurde entwickelt, um die Möglichkeiten von Mule zu demonstrieren. Das Ergebnis ist jedoch kaum spielbar. Eine geringe Bildrate, eine mangelhafte Steuerung, verschwindende Gegner, regelmäßige Grafikfehler und ungewollte Teleportationen trüben das Erlebnis. Spielszenen seht ihr hier:
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Bilder zur Laufzeit erzeugt: Die Demo basiert auf einer generativen KI, die anhand dessen, was sie gerade sieht, die nächsten Bilder generiert. Der Prozess geschieht also, während ihr spielt. Wenn die KI zum Beispiel einen bestimmten Raum erkennt, generiert sie anhand eurer Befehle das Bild, das sie als nächstes erwartet.
Das hat jedoch zahlreiche negative Effekte. Das Spiel läuft mit einer Bildrate von gerade einmal 10 FPS. Die KI erkennt lediglich die letzten 0,9 Sekunden, wodurch einzig die letzten neuen Bilder als Grundlage zur Generierung dienen. Das sorgt etwa dafür, dass Gegner einfach verschwinden, sobald sie sich länger als 0,9 Sekunden nicht in eurem Sichtfeld befinden.
Außerdem kommt es zu Teleportationen des Spielcharakters, wenn der Raum verwechselt wird, in dem ihr euch gerade befindet. Das passiert fast immer, wenn ihr für kurze Zeit in dunkle Ecken blickt. Nutzerinnen und Nutzer klagen zum Beispiel darüber, in den Shadow Realm verfrachtet worden zu sein. In unserem Test sind wir stattdessen in einem unbekannten, dunklen Keller gelandet.
Seid ihr neugierig? Lautet die Antwort Ja
, dann könnt ihr Microsofts KI-Replikat von Quake 2 im Browser kostenlos selbst ausprobieren.
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Viele Fans sind entsetzt
Die Nutzung von KI in kreativen Bereichen ist ohne Zweifel ein kontroverses Thema, so auch in diesem Fall. So schreibt etwa Quake Dad auf X:
Das ist widerwärtig und spuckt auf die Arbeit aller Entwicklerinnen und Entwickler da draußen.
Die Nutzerin Kala Elizabeth weist zusätzlich auf die hunderten von Microsoft entlassenen Entwicklerinnen und Entwickler hin und unterstellt, dass Microsoft moralisch nicht dazu gelernt hätte:
Das fühlt sich extrem entfernt von dem an, was ihr [Microsoft] vor gerade mal vier Monaten in Bezug auf die verrückten und verheerenden Entlassungen von Entwicklerinnen und Entwicklern gesagt habt.
Die Gegenfraktion argumentiert hingegen, dass es sich dabei lediglich um Forschung handeln würde und demnach nichts Falsches daran sei. So auch der X-Nutzer Maximilien Robes. Viele Nutzerinnen und Nutzer stellen zudem heraus, dass die Demo technisch beeindruckend ist. So schreibt etwa ssliceed:
Du kannst von KI halten, was du willst, aber nicht verleugnen, dass das ziemlich cool ist.
In einem Interview mit Games Industry.biz verriet Take-Two-CEO Strauss Zelnick, dass er KI nicht als Gefahr für bestehende Jobs erachte. Er geht sogar davon aus, dass es für mehr Arbeitsplätze in der Branche führen könnte. Zumindest ist es in der Vergangenheit bei neuen Technologien fast immer so gewesen. Auf eine genauere Erklärung seiner Auffassung verzichtet der Publisher-Chef von GTA 6.
Was haltet ihr davon, KI in der Produktion von Videospielen zu verwenden? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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