50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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In einem historischen Minecraft-Experiment werden über 1.200 Leute ohne jede Regel auf einen Server losgelassen - nach 60 Tagen haben sich eigene Nationen gebildet

Das soziale Experiment auf einem Minecraft-Server läuft schon seit zwei Monaten. Die Spielerinnen und Spieler gründen Nationen, schreiben Gesetze und pflegen diplomatische Beziehungen.

Auf Reddit dokumentiert ein Spieler die Geschichte eines Minecraft-Servers. Auf Reddit dokumentiert ein Spieler die Geschichte eines Minecraft-Servers.

Wenn Menschen in Multiplayer-Spielen aufeinandertreffen, kann alles Mögliche passieren. In Survivalspielen wie Rust gehen sich die Leute gegenseitig an die Kehle, in Fallout 76 greifen sie anderen eher unter die Arme.

Was passiert aber, wenn sich über 1.200 Spielerinnen und Spieler auf einem gemeinsamen Minecraft-Server mit spezifischen Regeln tummeln? Das zeigt jetzt ein Experiment, das erstaunliche Ergebnisse hervorbringt.

Nationen aus dem Boden gestampft

Der Minecraft-Server Eden wurde vor mehr als zwei Monaten ins Leben gerufen. Verhaltensregeln oder Server-Admins gibt es hier keine, die Spielerinnen und Spieler werden größtenteils sich selbst überlassen. Allerdings wurde für Eden ein ganz besonderer Spielmodus konzipiert: Alleine zu spielen ist extrem schwer, und wichtige Rohstoffe sind auf bestimmte Biome, beziehungsweise Regionen beschränkt.

Die Bewohner des Servers werden so mehr oder weniger dazu gezwungen, zusammenzuarbeiten, zu handeln und größere Verbände zu bilden. Was zu Beginn des Experiments noch ein gesetzloses Ödland war, hat sich inzwischen zu einer Welt mit eigenen Gesetzen, Staaten und diplomatischen Beziehungen entwickelt:

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Einer der Betreiber des Servers, Tylerrr93, zeigt auf Reddit die aktuelle politische Landkarte. Darauf sind mehrere große Reiche zu erkennen, die ganze Biome oder kleinere Teile der Karte unter ihre Kontrolle gebracht haben:

  • Yeetistan beherrscht eine Inselgruppe mit Pilzwäldern, das Land exportiert vor allem Leder und Rindfleisch.
  • Tianguo ist eine asiatisch inspirierte Nation, die nur wenig Austausch mit anderen Staaten pflegt.
  • BedEx ist ein auf Handel fokussierter Stadtstaat, der bereits seine eigene Gesetzgebung erschaffen hat.

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Die treibende Kraft hinter den internationalen Beziehungen auf dem Minecraft-Server ist der Handel. Da es bestimmte Ressourcen nur in manchen Regionen gibt, kontrollieren manche Staaten für den Fortschritt wichtige Materialien wie etwa Sand oder bestimmte Erze. Zwar ist es theoretisch möglich, im Gebiet einer anderen Nation zu wildern oder Ressourcen zu schmuggeln, die darf sich aber auch gegen solche Versuche zur Wehr setzen.

Handelsrouten sind also extrem wichtig für die Welt von Eden. Zwar wäre es auch möglich, sich wichtige Ressourcen mit Gewalt zu sichern, bisher scheint der Austausch zwischen den verschiedenen Staaten aber weitgehend friedlich abzulaufen. Wir sind schon mal gespannt, wie sich die Geschichte von Eden weiterentwickelt. Werden Bündnisse entstehen, Großmächte oder viele kleine Staaten mit eigenen Interessen? Oder werden doch irgendwann Kriege ausbrechen?

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