Welche Möglichkeiten bieten sich einem, wenn man verhindern möchte, dass bestimmte Teilnehmer an einem Minecraft-Turnier auf keinen Fall gewinnen? Total logisch: Man zwingt einfach die komplette Internet-Infrastruktur im gesamten Land in die Knie.
Klingt übertrieben? Ist es auch - und unfair obendrein. Aber genau diese Maßnahme haben 2022 Unbekannte in die Wege geleitet, als das hochdotierte Turnier SquidCraft
an den Start ging. Welches Land das Opfer dieses Angriffs wurde und vor allem weshalb, erfahrt ihr in den nächsten Zeilen.
SquidCraft-Event zieht die Massen an
Das Turnier SquidCraft erinnert nicht von ungefähr an die Netflix-Hitserie Squid Game. Auch in der bunten Klötzchenwelt müssen die Teilnehmer mehrere Spiele bestreiten, an deren Ende immer weniger Kontrahenten übrig blieben. 2022 erhielt der Sieger stolze 100.000 Dollar Preisgeld. Bereits am zweiten Tag sahen über 1 Million Zuschauer weltweit dem Treiben zu, in der Spitze sogar 2,2 Millionen.
150 Twitch-Streamer nahmen daran teil. Sie kamen aus allen Ecken der Welt - doch ein Land war einer unbekannten Partei offenbar von Beginn an ein Dorn im Auge: Andorra!
Halten wir den Spannungsbogen aufrecht und widmen uns kurz einem anderen Thema: Nach rund einer Dekade ist 2026 endlich ein großer Minecraft-Rivale gestartet. Was Hytale schon im Early Access auf dem quadratischen Kasten hat, erfahrt ihr im Test-Video:
20:57
Hytale - Test-Video: Das lange Warten auf »Minecraft 2« hat sich gelohnt!
Andorra galt als Favorit
Das zwischen Spanien und Frankreich gelegene Fürstentum Andorra stellte einen nicht unerheblichen Teil der Partizipanten, weshalb es allemal im Bereich des Möglichen lag, dass ein Andorraner das Turnier gewinnt. Um das zu verhindern, wurde schon kurz nach Beginn des Wettstreits eine große DDoS-Attacke gestartet, das Angriffsziel: Andorra Telecom.
Durch den Angriff gingen die Server natürlich schnell in die Knie und nicht nur die Minecraft-Spieler waren davon betroffen. Vielmehr wurde die gesamte andorranische Bevölkerung in eine unfreiwillige Downtime geschickt, die man sonst eher von diversen Spiele-Launches kennt. Eine halbe Stunde blieb das Land offline, dann war der Spuk vorbei.
Leider hatten die Übeltäter auch noch Erfolg. Denn Regeln sind Regeln, und da sämtliche Streamer aus Andorra während eines laufenden SquidCraft-Spiels offline gingen, flogen sie am Ende der Runde aus dem Turnier. Der Organisator verwies dazu auf das geltende Regelwerk.
2025 fand SquidCraft Games 4 statt, diesmal traten 200 Teilnehmer an. Nachfolger soll es keine mehr geben.

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