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Auf einem der berühmtesten Brettspiele der Welt ist seit über 90 Jahren ein Schreibfehler, der nie korrigiert wurde [Best of GameStar]

Jeder kennt Monopoly, aber kennt ihr auch den etwas peinlichen Schreibfehler auf dem Spielbrett? Das hat es damit auf sich.

Der angebliche Erfinder von Monopoly hat einen Fehler gemacht, der beweist, dass er das Spiel nicht selbst erfunden hat. Der angebliche Erfinder von Monopoly hat einen Fehler gemacht, der beweist, dass er das Spiel nicht selbst erfunden hat.

Seid ihr in der Stimmung für ein wenig Brettspiel-Angeberwissen? Dann findet ihr hier genau das richtige, um beim nächsten familiären Spielabend mit Monopoly zu glänzen. Heute erzählen wir euch nämlich von einem kuriosen Rechtschreibfehler mit interessanten Folgen, der noch immer auf dem Brett von Monopoly zu finden ist – und das seit über 90 Jahren.

Marvin statt Marven

Es geht um einen Straßennamen auf der originalen, amerikanischen Version des Bretts. Hier könnt ihr unter den gelben Grundstücken eines finden, das den Namen Marvin Gardens trägt. Wie alle anderen Straßennamen wurde auch dieser Name von den Namen einiger Straßen in Atlantic City in New Jersey inspiriert.

Doch während die restlichen Straßen tatsächlich auf dem Stadtplan von Atlantic City zu finden sind, sucht ihr nach Marvin Gardens vergeblich. Stattdessen gibt es eine Straße namens Marven Gardens außerhalb von Atlantic City. Der Straßenname wurde nur schlicht und ergreifend falsch abgeschrieben und seither so belassen.

Auf den ersten Blick ein kurioses kleines Missgeschick, das aber größere Konsequenzen nach sich gezogen hat.

Kauft ihr euch die amerikanische Standardversion von Monopoly, steht auf dem Brett bis heute Marvin Gardens. Kauft ihr euch die amerikanische Standardversion von Monopoly, steht auf dem Brett bis heute Marvin Gardens.

Abgeschrieben und erwischt

Der Rechtschreibfehler ist nicht seit der allerersten Version des Spiels Teil des Bretts, aber schon immer, seitdem es im großen Stil vertrieben wird. Diese Variante wurde von dem ehemaligen Heizungsverkäufer Charles Darrow berühmt gemacht, wirklich erfunden hat er das Brettspiel allerdings – anders als er selbst behauptet hat – nicht.

Die Ursprungs-Version des Spiels geht eigentlich auf eine Frau namens Lizzie Magie zurück, die in ihrer Variante namens The Landlord's Game auf die Gefahren durch Monopole hinweisen wollte. Das Spiel wurde nur nicht einheitlich vertrieben, sondern war in verschiedenen, oftmals selbst gemachten Versionen öffentlich verfügbar.

Charles Darrow kam mit einer Variante in Berührung, auf der Marven Gardens falsch geschrieben war, und kopierte diesen Fehler, als er die Rechte an dem Spiel dem damals größtem Brettspielhersteller Parker verkaufte, der heute zu Hasbro gehört.

Video starten 0:37 Monopoly Go: 37 Sekunden Gameplay des irrsinnig erfolgreichen Mobile Games

Unter anderem anhand dieses Rechtschreibfehlers konnte später nachgewiesen werden, dass Darrow Monopoly nicht erfunden, sondern kopiert und modifiziert hatte. Parker kaufte später die Rechte an vielen zuvor entstandenen alternativen Versionen von Monopoly, darunter auch für das Landlord's Game von Lizzie Magie, und hat so ironischerweise Monopoly monopolisiert.

Wollt ihr mehr über die bewegte, über 100 Jahre alte Geschichte von Monopoly erfahren, könnt ihr sie zum Beispiel in einem Artikel des New Yorker nachlesen oder im Podcast Geschichten aus der Geschichte ausführlich erzählt bekommen.

Inzwischen gibt es Monopoly bekanntermaßen in Dutzenden Varianten, viele gar mit popkulturellen Lizenzen. Auf der normalen, deutschen Version findet ihr gänzlich andere Straßennamen, hier ist das teuerste gelbe Feld die Goethestraße. Zwar waren früher die Straßennamen des deutschen Monopoly von Straßen in Berlin inspiriert, inzwischen sind sie aber etwas generischer. Alle Straßennamen auf dem deutschen Monopolybrett gibt es in mehreren deutschen Städten.

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