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Narita Boy ist ein stylisches Metroidvania für alle, die die 80er lieben

Narita Boy ist ein packender Pixel-Trip mit abgedrehter Story und actionreichen Kämpfen, den ihr auf Steam sogar kostenlos ausprobieren könnt.

von Sören Diedrich,
24.07.2021 08:52 Uhr

Unser Steam-Tipp ist diese Woche das bunte Metroidvania Narita Boy Unser Steam-Tipp ist diese Woche das bunte Metroidvania Narita Boy

Bei mir war es Liebe auf den ersten Blick: Narita Boy sprach mich schon auf den ersten Bildern direkt mit seinem knallbunten Look an, obwohl ich mir so sicher war, dass mich Pixeloptik in einem Indie-Spiel schon lange nicht mehr vom Hocker reißen könnte.

Doch auch die ersten Trailer befeuerten meine Freude auf das Spiel, und derzeit gibt es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt, sich in das 80er-Jahre-Abenteuer zu stürzen. Denn Narita Boy ist derzeit auf Steam um 50 Prozent reduziert und noch dazu gibt es sogar eine Demo. Ihr müsst also keine Angst vor einem Fehlkauf haben, sondern könnt euch selbst davon überzeugen, dass der Pixel-Trip ein audiovisueller Hochgenuss ist.

Steam-Tipp zum Wochenende: Wir wollen euch jede Woche ein Steam-Spiel vorstellen, das sich gerade besonders lohnt. Gefällt euch die Idee oder habt ihr eigene Empfehlungen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Rettet die Welt - mit dem Techno-Schwert!

Bereits die Zwischenüberschrift ist ein guter Vorgeschmack darauf, wie abgedreht es in Narita Boy zugeht. Dabei hat die Geschichte durchaus einen ernsten, sehr emotionalen Hintergrund. Der Programmierer Lionel Pearl Nakamura verarbeitet mit mit dem Spiel seine Kindheit, die zwar sehr ruhig, aber umso eindringlicher erzählt wird.

Die Geschichte rund um den Programmierer des Spiels wird immer wieder thematisiert. Die Geschichte rund um den Programmierer des Spiels wird immer wieder thematisiert.

Sieht man von dieser persönlichen Komponente ab, könnte die Handlung aber auch glatt aus einem Fiebertraum der Tron-Schöpfer resultiert sein. Als Spieler eines Videospiels werdet ihr - natürlich nach der obligatorischen Ermahnung von eurer Mutter - in das Innere eines Rechners gezogen.

Dort erfahrt ihr von einem Programm namens »Motherboard« innerhalb der ersten Spielminuten, worum es vordergründig geht: Den Antagonisten »HIM« und seine Horden von Schadsoftware besiegen. Und zwar in Gestalt eines Pixelritters mit Techno-Schwert! Das spielt sich so abgefahren, wie es sich liest.

Zum Rest der Handlung schweige ich mich an dieser Stelle aus. Sie erreicht zwar keine erzählerischen Höhen, führt aber durchaus unterhaltsam durch das Abenteuer. Außerdem gibt's viel zum Schmunzeln: Zwischenbosse tragen etwa Namen wie »Lord_VHS« und spätestens, wenn ihr Orte wie die »Kaverne des Fruchtwassers« betretet, wisst ihr, dass ihr ein spezielles Spiel gekauft habt.

Narita Boy - Trailer mit Gameplay und Release-Termin 1:11 Narita Boy - Trailer mit Gameplay und Release-Termin

Wie Hollow Knight aus den 80ern

Der Vergleich mit Hollow Knight drängt sich an manchen Stellen auf - schließlich sind beide Spiele sehr gute Metroidvanias. Zwar dürft ihr bei Narita Boy keine so umfangreichen Möglichkeiten erwarten, euren Charakter zu verbessern und an euren Spielstil anzupassen, wie es bei Hollow Knight (oder auch Ori and the Will of the Wisps) dank der Talismane möglich ist.

Ein paar stärkende Upgrades im Verlauf der Handlung dürft ihr aber natürlich auch in Narita Boy erwarten. Auf eurem Weg durch das digitale Königreich erkundet ihr zahlreiche Orte, bahnt euch einen Weg durch die gegnerischen Schergen und kommt so nach und nach der finalen Konfrontation näher.

Ähnlich wie in Hollow Knight werdet ihr jedoch leider vom Spiel gerne mal allein gelassen, vor allem, was das häufige Backtracking betrifft. Das kann auf der Suche nach dem richtigen Weg schon mal etwas die Geduld strapazieren. Dann irrt ihr umher und müsst euch selbst dazu motivieren, wieder in die Spur zu finden.

Die Kämpfe spielen sich temporeich und fordern gute Reflexe, bleiben aber stets fair. Die Kämpfe spielen sich temporeich und fordern gute Reflexe, bleiben aber stets fair.

Und dann sind da natürlich die Kämpfe, bei denen mir die Gemeinsamkeiten der beiden Spiele am häufigsten in den Kopf schossen: Die laufen schnell ab und fordern von euch gute Reaktionen, wenn ihr nicht augenblicklich ins Gras beißen wollt. Die gute Nachricht an dieser Stelle: So schwer wie Hollow Knight und andere Genrevertreter ist Narita Boy aber keineswegs.

Wenn ihr auf der Suche nach einem neuen Metroidvania-Titel seid, dann werft auch unbedingt mal einen Blick auf unsere Empfehlungen:

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Knallige Farben und ein fieser Ohrwurm

Akustisch untermalt wird euer Abenteuer von einem Techno-Soundtrack, dessen gezielt eingesetzte Melodien euch bis in den Schlaf verfolgen werden, und das Gameplay sowie den Retro-Look zu jeder Sekunde perfekt begleiten. Hier gilt das Gleiche wie schon bei der Pixeloptik: Eigentlich überhaupt nicht mein Geschmack, aber ich zelebriere das Ergebnis.

Zur Präsentation muss ich an dieser Stelle wohl kaum noch etwas sagen. Bereits die Bilder machen klar, was euch erwartet. Knallige Farben dominieren, überall blitzen Effekte und ein über das Bild gelegter CRT-Filter gibt euch das wohlige Gefühl, eine Zeitreise zurück in die Pionierstage der Videospiele gemacht zu haben.

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