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Seite 2: NBA 2K18 im Test - Das fast perfekte Sportspiel

Apropos auf dem Court: Spielerisch hat sich NBA 2K18 im Vergleich zum ohnehin starken Vorgänger wieder einmal ein kleines Stück weiterentwickelt. So reagieren die Spieler nun noch schneller und flüssiger auf Steuerungsbefehle, sodass wir mehr Kontrolle über das Spiel haben. Zudem erleichtert eine neue Schussanzeige das präzise Timing beim Werfen.

Sowohl Einsteiger als auch Serien-Veteranen können sich an Korblegern und Dunks versuchen, da das Spiel einerseits schnell und intuitiv zu erlernen ist, aber gleichzeitig extreme taktische Tiefe bietet. Wer mit speziellen Spielzügen und Taktiken spielen will, muss zwar viel üben, kann sich aber vom ausführlichen Tutorial (unter dem Menüpunkt »2KU« zu finden) alles erklären lassen.

Nah an der Perfektion

Auch die Präsentation von NBA 2K18 sucht seinesgleichen. Die Spielermodelle sehen wieder einmal fantastisch aus und jede Partie wird von einer gigantischen Inszenierung begleitet, von der Pre-Game-Show mit Shaquille O'Neal bis hin zu Cheerleader-Tanzeinlagen in jeder Spielpause.

NBA 2K18 - Screenshots ansehen

Hier steht die Atmosphäre des Spiels einer echten Fernsehübertragung in nichts nach, auch weil die englischen Kommentatoren das Spielgeschehen durchgängig passend und mit intelligenten Bemerkungen begleiten.

Als Basketball-Simulation ist NBA 2K18 auf dem Feld und in seiner Inszenierung also nahezu perfekt. Doch als Videospiel hat es auch einen großen Minuspunkt.

Mikrotransaktionen stören das Gesamtpaket

Was bereits in 2K17 genervt hat, ist nun allgegenwärtig: Die ingame-Währung Virtual Currency (VC) bestimmt neuerdings das gesamte Spiel, vor allem im Karrieremodus. Wir verdienen sie zwar in jeder Partie, brauchen sie allerdings auch für alles - und wir meinen wirklich alles!

Egal, ob wir uns ein neues Outfit kaufen, uns die Haare schneiden oder ein Tattoo stechen lassen, alles kostet VC. Besonders blöd ist, dass wir von der gleichen Währung auch Level-Ups für unseren Pro kaufen. Wer seinen Spieler cool aussehen lassen will, muss also zunächst mal auf neue Fertigkeitspunkte verzichten.

Unser Pro startet auf Stufe 60. Um uns auf ein Rating von 85 hochzuleveln, brauchen wir knapp 190.000 Münzen der virtuellen Währung VC. Pro Partie erhält man aber nur knapp 500. Unser Pro startet auf Stufe 60. Um uns auf ein Rating von 85 hochzuleveln, brauchen wir knapp 190.000 Münzen der virtuellen Währung VC. Pro Partie erhält man aber nur knapp 500.

Hinzu kommt, dass man sich VC selbstverständlich auch gegen Echtgeld kaufen kann. So ermöglicht NBA 2K18 es einigen Spielern, sich durch einen Griff ins Portemonnaie einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Denn ein Aufstieg vom Startlevel 60 auf Stufe 85 kostet knapp 190.000 VC und um die zu verdienen, muss man knapp 400 Partien absolvieren. Für 40 Euro kann man sich aber auch einfach 200.000 VC kaufen und eine Menge Zeit sparen.

Steam-Nutzer sind nicht begeistert

Technisch macht die PC-Version uns größere Probleme als beim Vorgänger. Selbst wenn wir nur durch die Nachbarschaft spazieren, kommt es zu Lags. Außerdem kam es bei unserem Test immer wieder zu Verbindungsabbrüchen, wenn wir eine Online-Partie gegen andere Spieler starten wollten. Auf stärkerer Hardware laufen die Matches aber stabil und reibungslos.

NBA 2K18 - Niedrige gegen Ultra-Details auf dem PC im Vergleich 3:16 NBA 2K18 - Niedrige gegen Ultra-Details auf dem PC im Vergleich

Auf Steam sorgen die Mikrotransaktionen und die technischen Probleme sogar dafür, dass die Nutzerbewertungen zwei Wochen nach Release des Spiels »größtenteils negativ« ausfallen.

Abgesehen von diesen beiden Punkten überzeugt uns NBA 2K18 aber fantastische Sportsimulation auf dem Basketball-Court und durch die gelungene Karriere sowie die tolle Inszenierung, die alle anderen Sportspiele alt aussehen lässt.

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