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11 Millionen Dollar verprasst: Regisseur sollte für Netflix eine Sci-Fi-Serie drehen, jetzt drohen ihm 90 Jahre Gefängnis

Eigentlich sollte Carl Erik Rinsch für Netflix eine 55 Millionen US-Dollar teure Sci-Fi-Serie drehen. Doch daraus wurde bis heute nichts. Jetzt steht der Regisseur vor Gericht.

Der Regisseur von 47 Ronin wurde von Netflix für eine Sci-Fi-Serie verpflichtet, für die der Streamingdienst 55 Millionen US-Dollar springen ließ - mit ungeahnten Konsequenzen. Bildquelle: Universal Pictures Der Regisseur von 47 Ronin wurde von Netflix für eine Sci-Fi-Serie verpflichtet, für die der Streamingdienst 55 Millionen US-Dollar springen ließ - mit ungeahnten Konsequenzen. Bildquelle: Universal Pictures

Für Conquest hatte Netflix große Pläne. Mit einem Budget von 55 Millionen US-Dollar sollte die Sci-Fi-Serie das nächste Stranger Things werden - mitsamt mehreren Spin-offs, Sequels und Prequels. Dafür hat man in einem Bieterwettstreit um die Rechte sogar Amazon ausgestochen.

Doch der verantwortliche Regisseur Carl Erik Rinsch soll mindestens elf Millionen Dollar aus der Netflix-Kasse für ganz andere Dinge ausgegeben haben: Luxusautos, Börsenspekulationen, Kryptowährungen und seine eigene Scheidung.

Dogecoin statt Sci-Fi für Netflix

Ursprünglich verfügte Rinsch nur über ein Budget von 44,3 Millionen US-Dollar, der Bitte nach 10,5 zusätzlichen Millionen sei Netflix aber schnell angekommen. Die wurden von dem Filmemacher aber dann offenbar in mehrere Ferraris, Rolls-Royce und Dogecoin investiert.

Dafür steht Rinsch nun vor Gericht. Wie THR berichtet, wurde der Regisseur am 18. März 2025 festgenommen. Laut der New Yorker Staatsanwaltschaft drohen ihm bis zu 90 Jahre Haft, sollte der Filmemacher wegen Betrug, Geldwäsche und weiteren Anklagepunkten schuldig gesprochen werden.

Vor Conquest hatte Carl Erik Rinsch nur eine einzige Produktion in seinem Portfolio: Den Actionfilm 47 Ronin mit Keanu Reeves in der Hauptrolle, der von Kritikern zerrissen wurde und an den Kinokassen floppte.

Video starten 2:30 47 Ronin - Kino-Trailer: Keanu Reeves schwingt das Samurai-Schwert

Verschwörungstheorien und Mordkomplotte

Einem Bericht der New York Times von Ende 2023 zufolge soll Rinsch schon bei den Dreharbeiten von Conquest durch sein erratisches Verhalten negativ aufgefallen sein. Inmitten der Corona-Pandemie hätte sich das dann nur verschlimmert: Rinsch soll tagelang nicht geschlafen, Verschwörungstheorien verbreitet und seine damalige Ehefrau eines Mordkomplotts verdächtigt haben.

Eine fertige Episode der geplanten Sci-Fi-Serie hat Netflix übrigens nie vorgelegt bekommen, obwohl an Orten wie Brasilien, Uruguay und Ungarn durchaus gedreht wurde. Laut der gerichtlichen Anklage hätte Rinsch jedoch nie die Absicht gehabt, seinen vertraglichen Pflichten nachzukommen - der Betrug soll von Anfang an geplant worden sein.

Die von Netflix geplante Sci-Fi-Serie Conquest (ursprünglich auch White Horse betitelt) drehte sich um einen Wissenschaftler, der für die Erschaffung einer neuen humanoiden Spezies verantwortlich ist. Die hätte dann gegen ihren eigenen Schöpfer rebelliert.

Aus Conquest beziehungsweise White Horse wird übrigens nichts mehr. Netflix hat die Serie mittlerweile längst abgeschrieben.

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