Switch 2: Das sind die nützlichsten Funktionen und eure Fragen beantwortet

GameShare, digitale Spielekarten und ein paar kleine, aber feine Features machen die Switch 2 rund.

Zuletzt habe ich vor allem über die Mausfunktion geschrieben, die sich als mehr erweist, als ein bloßes Gimmick.

  • Mehr Möglichkeiten zu Steuerung.
  • Funktioniert auf jeder Auflage.
  • Shooter und Strategiespiele bieten sich an.
  • Auf Dauer unbequem.
  • Schultertasten sind triggerhappy.

Auch der GameChat dürfte für viele ein willkommenes Feature sein, um zusammen zu spielen oder einfach abzuhängen.

Auf der Switch 2 verstecken sich allerdings eine Handvoll weiterer Funktionen, die richtig praktisch sind. Außerdem werde ich in der Sektion danach einige Fragen aus den Kommentaren beantworten, die in den letzten Tagen aufgekommen sind.

eShop, GameShare und virtuelle Spielekarten

Nintendo eShop

So manches kann ich nicht mal als geneigter Nintendo-Fan schönreden. Dazu gehört unter anderem der eShop auf der alten Switch. Der war im besten Falle zweckdienlich.
Aber ansonsten:

  • Ruckelig und hakelig ohne Ende
  • Teilweise starke Ladezeiten
  • Optisch angestaubt

Eine Rundumerneuerung war längst überfällig − und ist auch gelungen.

Optisch ähnelt der neue eShop dem alten, wirkt aber ein Mü moderner. (Bild: Maxe S., GameStar) Optisch ähnelt der neue eShop dem alten, wirkt aber ein Mü moderner. (Bild: Maxe S., GameStar)

  • Aus Orange wurde Rot: Der eShop wirkt dadurch optisch weniger verspielt.
  • Von der Navigation her identisch zum Vorgänger: Wenn ihr den alten eShop kennt, werdet ihr euch im neuen gut zurechtfinden.
  • Deutlich schneller: Ladezeiten haben sich drastisch verkürzt.
  • Spürbar geschmeidiger: Auf der Switch konnte man sich kaum ordentlich umschauen, weil der Shop geruckelt hat ohne Ende. Die neue Iteration ist das endlich losgeworden.

GameShare

Nintendo legte schon immer großen Wert auf die Tatsache, dass man mit Freunden und Familie zusammen spielen kann. Mit GameShare unterstreicht der Hersteller das.

Was ist GameShare? Mit dem Feature könnt ihr zusammen mit anderen Koop-Spiele spielen und das Game auf eine andere Switch teilen (oder erhalten). Der Vorteil: Es braucht nur eine einzige Kopie des Titels. Das geht sogar online und auch alte Switch-Konsolen können Titel empfangen (natürlich keine Switch 2-Spiele).

GameShare ist eine dieser kleinen feinen Funktionen, die ich bei Nintendo-Konsolen zu schätzen weiß. Das Feature schlägt in dieselbe Kerbe wie GameChat: Leicht zu übersehen, hilft aber immens beim gemeinsamen Spielen.

Spiele teilen geht komplett drahtlos. (Bild: Maxe S., GameStar) Spiele teilen geht komplett drahtlos. (Bild: Maxe S., GameStar)

Da ich persönlich meist im Couch-Koop spiele, werde ich GameShare nicht so oft nutzen. Ich freue mich aber, dass es angeboten wird. Und nach aktuellem Stand wird man dazu keinen Nintendo-Online-Account benötigen, nice.

Diese Spiele sind momentan mit GameShare kompatibel, weitere sollen folgen:

  •     51 Worldwide Games
  •     Big Brain Academy: Kopf an Kopf
  •     Captain Toad: Treasure Tracker
  •     Fast Fusion
  •     Puyo Puyo Tetris 2S
  •     Split Fiction
  •     Super Mario 3D World + Bowser's Fury
  •     Super Mario Odyssey
  •     Survival Kids
  •     Super Mario Party Jamboree (Nintendo Switch 2 Edition; nur offline)

Virtuelle Softwarekarten

In der unteren Menüleiste auf dem Startbildschirm der Switch 2 gibt es jetzt ein Icon, das eine Spielekassette symbolisiert. Dort kann man all seine digitalen Spiele einsehen.

Ein bisschen habe ich mich schon gefragt, wozu die Funktion gut sein soll. Ja, ich sehe mehr oder weniger auf einen Blick, welche digitalen Spiele ich besitze und kann sie auch auf andere Systeme (Switch 1 oder 2) laden.

Die Offenbarung kam aber erst, als ich mich schlau gemacht habe.

Die virtuellen Spielekassetten lassen sich nämlich verleihen. Zwar nur unter bestimmten Konditionen, aber immerhin. So lassen sich Spiele auch einfach mal vor dem Kauf ausprobieren.

  • Die Personen, an die ihr verleiht (oder von denen ihr ausleiht), müssen Mitglieder der eigenen Familiengruppe sein.
  • Spiele lassen sich bis zu 14 Wochen am Stück verleihen.
  • Bis zu 3 Titel lassen sich gleichzeitig verleihen.
  • Vorhandene Speicherdaten bleiben unangetastet.
  • Speicherdaten bleiben auf der jeweiligen Switch 2 erhalten.
  • Geht nicht über das Internet, sondern nur lokal.

Zugegeben: Man muss durch ein paar brennende Reifen springen (beim gleichen Nintendo-Account anmelden und sich von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen), aber theoretisch könnte ich mir so immer wieder dasselbe Spiel ausleihen, bis ich es durchgespielt habe − ohne auch nur einen Cent zu zahlen.

Eine weitere praktische Funktion ist die Möglichkeit, die Funktionen des A- und B-Knopfes zu tauschen. Darüber habe ich bereits eine Kolumne geschrieben:

Eure Fragen beantwortet

Im Laufe der letzten Tage kam eine Handvoll Fragen in den Kommentaren zusammen, die ich nachstehend alle (hoffentlich zu eurer Zufriedenheit) beantworten werde.

Akku schonen?

Es gab eine Diskussion unter diesem Artikel, bei der es um die Akkulaufzeit ging und ob sich die Langlebigkeit der Batterie irgendwie verlängern lässt.

Ja, es gibt eine Möglichkeit und die ist in die Konsole sogar direkt eingebaut.

Ihr könnt die Batterieladung auf 90 Prozent begrenzen, um den Akku langfristig zu schonen. (Bild: Maxe S., GameStar) Ihr könnt die Batterieladung auf 90 Prozent begrenzen, um den Akku langfristig zu schonen. (Bild: Maxe S., GameStar)

Das steckt hinter der Funktion: Lithium-Ionen-Akkus altern schneller, wenn sie dauerhaft voll geladen oder stark entladen werden. Vor allem das vollständige Laden auf 100 Prozent erhöht die Zellspannung, was chemischen Stress verursacht und den Akku schneller verschleißen lässt. 

Das Feature besitzen auch moderne Handys. Im Artikel erfahrt ihr noch mehr dazu.

Unterm Strich ist das allerdings eine verdammt sinnvolle Funktion, welche dem Akku auf Dauer zugute kommt. Ich empfehle euch, sie einzuschalten; ihr habt dadurch praktisch keine Nachteile

Datenübertragung: Was bleibt auf der alten Konsole zurück?

Bei der Ersteinrichtung (und nur da) fragt euch die Switch 2, ob ihr die Daten einer anderen Konsole − Switch 1 oder 2 − übertragen wollt. Das ist natürlich sinnvoll, da ihr so gut wie alle Spiele auf euren neuen Handheld umziehen könnt.

Im Vorfeld war unklar, ob die Daten auf der alten Konsole zurückbleiben oder gelöscht werden.

Alte Daten bleiben auf der Switch 1 zurück. Das geht Hand in Hand mit den neuen virtuellen Spielekarten. Im Falle der alten 3DS wurden Daten übrigens nach der Übertragung gelöscht.

Wie ihr die Daten eurer Switch auf die Nachfolgerin umzieht, erklären wir euch in einem Guide.

Pro Controller: Eine glitschige Angelegenheit?

Bei meinem Ersteindruck am Anfang des Artikels war ich begeistert ob des neuen Pro Controllers. Der liegt nicht nur richtig geschmeidig in der Hand, die Buttons sind fast lautlos und besitzen richtig angenehme Trigger.

Es kam die Frage, wie der Grip ist, wenn man verschwitzte Hände hat.

Zum Glück (?) bekomme ich beim Zocken regelmäßig nasse Hände und kann sagen: Mir flutscht der Controller nicht aus der Hand. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass die Grifffestigkeit noch einen Ticken besser ist als beim alten (glatten) Pro Controller.

Die Preisfrage

Sind die Switch 2 und ihre Spiele jetzt zu teuer oder nicht? Diese Frage kann vermutlich nur jeder für sich beantworten, weil das auch mit der Erwartungshaltung zusammenhängt, mit der man an die Konsole geht.

Bereits Anfang April habe ich in einer Kolumne darüber gesprochen und die Preisfrage in Kontext mit alten Spielen und der Inflation gesetzt. Daher verweise ich an der Stelle auf genau jenen Artikel.

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