Obsidian und inXile waren ebenfalls 10 Jahre lang hinter Baldur's Gate 3 her

Gleich eine ganze Reihe legendärer Rollenspiel-Entwickler hat jahrelang darum gerungen, Baldur's Gate 3 zu machen, wie Brian Fargo verriet.

von Maurice Weber,
19.06.2019 13:20 Uhr

Baldur's Gate 3 war heiß umkämpft.Baldur's Gate 3 war heiß umkämpft.

Larian Studios machen Baldur's Gate 3, aber sie waren nicht die einzigen Kandidaten. Brian Fargo verriet im Gespräch mit IGN, dass sowohl seine Firma inXile als auch Obsidian-Chef Feargus Urquhart jahrelang versucht hatten, die Lizenz für das Spiel zu kriegen:

"Ich liebe diesen Titel. Wisst ihr, sowohl ich als auch Feargus jagten ihm jahrelang hinterher. Swen genauso. Wir alle, zehn Jahre lang. Nachdem ich Interplay verließ, war das das erste, was ich versuchte. Einmal hätte es sogar fast geklappt. Ich hatte sogar schon die Finanzierung geklärt, und dann geriet Atari in Schwierigkeiten... "

E3-Preview zu Baldur's Gate 3 - neue Infos zu Umfang, Early Access, Story

Fargo hatte seinerzeit Interplay gegründet, den Publisher des ursprünglichen Baldur's Gate. Auch Obsidians Gründer haben ihre Wurzeln bei Interplay, genauer gesagt dessen Rollenspiel-Division Black Isle.

Am Ende ging der Zuschlag aber an einen Außenseiter: Larian-Gründer Swen Vincke hatte nie etwas mit Interplay, Black Isle oder Bioware zu tun. »Wir hatten schon vor vielen Jahren bei Wizards of the Coast wegen Baldur's Gate angefragt«, so Vincke. »Damals waren wir als Entwickler aber noch zu grün hinter den Ohren.«

Meinung: Baldur's Gate 3 mit Rundenkämpfen? Bitte nicht!

Aber er bewies spätestens mit Divinity: Original Sin 2, dass sein Team das Zeug hat, großartige Rollenspiele mit klassischen Tugenden und neuen Ideen zu entwickeln. Und konnte damit dann doch einen Black-Isle-Veteranen an Bord holen: Colin McComb, einer der führenden Autoren von Planescape: Torment, arbeitet inzwischen bei Larian.

Brian Fargo blieb trotzdem Teil der Geschichte - schon 2018 plauderte er einfach so auf Twitter aus, dass Baldur's Gate 3 in Arbeit war!

Im Interview mit uns gestand Swen Vincke, dass ihn das kalt erwischte: »Er hat mir erzählt, dass er davon weiß. Ich hätte nur niemals damit gerechnet, dass er es online stellt.«

Was wir Vincke sonst noch entlocken konnten, lest ihr in unserer Plus-Preview zu Baldur's Gate 3.


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