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One Piece: In einem Punkt schlägt die Netflix-Serie den Anime in meinen Augen um Längen

One Piece hat einen nahezu perfekten Anime. Die Betonung liegt auf nahezu, denn er hat ein großes Problem. Und genau bei diesem kann die Realverfilmung von Netflix punkten.

Auf der Grand Line verbergen sich unendlich viele Abenteuer. Bildquelle: Netflix. Auf der Grand Line verbergen sich unendlich viele Abenteuer. Bildquelle: Netflix.

Erneut sind Piraten in aller Munde, doch das liegt nicht an dem derzeitigen Gesichts-Gadget von Bundeskanzler Olaf Scholz, sondern vielmehr an der Realverfilmung von One Piece. Auch wenn ich zunächst kritisch war, finde ich sie inzwischen einfach fantastisch.

Am Wochenende habe ich nach langer Zeit wieder in den Anime reingeschaut. Abseits der vielen tollen Flashbacks ist mir allerdings eine Sache sehr sauer aufgestoßen. Besonders, weil es die Netflix-Adaption zurzeit einfach viel, viel besser macht. Die Rede ist von der Erzählgeschwindigkeit.

Tristan Gudenrath
Tristan Gudenrath

Tristan mag keine Piraten, er liebt sie. Warum? Naja, das ist auf eine lange Nacht mit einer leeren Flasche Rum und eine Gedächtnislücke zurückzuführen, die hier allerdings gar nichts zur Sache tut. Das spiegelt sich auch in seiner Beziehung zu One Piece wider, deren Ursprung sogar noch weiter zurückliegt. Damit ist alles abgehakt, das ihr über ihn wissen müsst. Jeder, der etwas anderes sagt, erzählt Seemannsgarn.

Fast perfekt, leider nur fast...

Zwar habe ich als kleines Kind jedes Wochenende One Piece geguckt und natürlich währenddessen Toast mit Nutella gemampft, jedoch fußt meine Verbindung mit der Serie vor allem auf dem Manga. Da ich als Kind wenig Geld hatte, habe ich immer erst alle Bände, die ich besaß, nochmal durchgelesen, bevor ich mir einen neuen gekauft habe. Das habe ich so die ersten zehn oder elf Exemplare durchgezogen, also bis zum Kampf gegen Aarlong.

Vermutlich wegen dieser Vorgeschichte ist mir etwas beim Anime aufgefallen, das mir wirklich stinkt: Und zwar die unfassbar träge Erzählgeschwindigkeit, die den ansonsten doch ziemlich perfekten Anime ein wenig trübt.

Als Beispiel zur Verdeutlichung soll der Storystrang rund um Captain Black dienen. Während dieser im Manga in weniger als zwei Bänden abgehandelt war, ging er im Anime ganze neun Episoden. Diese bestehen dann auch noch zu einem Viertel aus Rückblende, Vorschau, Intro und Abspann und lassen sich gefühlt mit Person X wagt einen Angriff zusammenfassen.

Ich meine…bei diesem fantastischen Intro kann ich dem Anime trotzdem nicht lange sauer sein:

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Aber dennoch: Der finale Showdown erzeugt fast fiebertraumartige Zustände. Ganze vier Episoden am selben Abhang, in denen zwar unterschiedliche Sätze, jedoch mit immer gleichem Inhalt von sich gegeben werden. Dazu bekommt ihr durch den ausufernden Mix von Vorspann und Rückschau viele Passagen dreimal zu Gesicht. Teilweise innerhalb von nur 25 Minuten.

Wenn ihr den Anime das erste Mal seht oder nur eine Folge pro Session anschaut, mag euch das langsame Tempo weniger auffallen. Wenn ihr die Geschichte so wie ich aber schon erlebt habt, dann ist es, sagen wir mal, herausfordernd. Und ja, der Kampf gegen Captain Black mag ein Extrembeispiel sein, jedoch ist es ein generelles Problem im One-Piece-Anime.

Und wenn jetzt jemand mit dem Argument ankommen möchte, dass Dragon Ball viel schlimmer sei: Nur, weil George R. R. Martin drei Bücher schreiben kann, während Son Goku einen einzigen Angriff auflädt, legitimiert es die Erzählgeschwindigkeit von One Piece kein Stück.

Das alles soll nicht heißen, dass die Geschichte rund um die Piratenbande schlecht ist. Ganz im Gegenteil, der Anime ist und bleibt fantastisch. Nur halt an vielen Stellen langatmig - für mich zumindest.

Moment, Realserie? Hab ich was verpasst? Ja, habt ihr. Schaut mal:

Video starten 2:22 One Piece: Heute geht's mit der Realserie von Netflix los, ein letzter Trailer zum Start!

Nicht perfekt, aber in einem Punkt besser

Die Realserie ist da deutlich angenehmer, zumindest für Fans wie mich, die besonders den Manga lieben. Ich habe häufig die Kritik gelesen, dass dieser zu schnell erzählt werde. Diesen Eindruck habe ich allerdings gar nicht. Höchstens ein wenig bei der finalen Begegnung im Aarlong-Park. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass sich die Realserie am Erzähltempo des Mangas orientiert.

Ich habe jederzeit mit den Charakteren und deren Handlungen mitfühlen können und in der Haupthandlung nichts vermisst. Und trotz der vielen actionreichen Begegnungen gab es immer wieder angenehm entschleunigte Momente.

Perfekt ist die Realserie natürlich trotzdem nicht. Allein schon, weil viele tolle Momente rausgeschnitten wurden. Es wäre aufgrund des enormen Umfangs aber auch nicht möglich gewesen, alles zu übernehmen. Das sollte auch gar nicht der Anspruch sein. Immerhin habt ihr so einen Grund, doch noch im Anime oder Manga vorbeizuschauen, was ich trotz meiner Kritik absolut empfehle.

Weitere interessante Beiträge zu One Piece findet ihr hier:

Was haltet ihr von dem Erzähltempo von One Piece, sowohl von der Realserie als auch dem Anime? Wie hat euch die Netflix-Adaption gefallen, sofern ihr sie euch angeschaut habt? Habt ihr auch den Manga gelesen? Welche Adaption findet ihr am besten? Eure Meinung interessiert uns sehr, also schreibt sie doch gerne in die Kommentare!

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