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Fazit: Operencia: The Stolen Sun im Test - Ein echter Geheimtipp für Oldschool-Rollenspieler

Fazit der Redaktion

Harald Fraenkel

Harald Fränkel
Freier Autor
@Gamestar_de

Wie viel Spaß Operencia generiert, hängt vor allem von der Rätselaffinität und der Beobachtungsgabe des Weltenretters ab. Denn hier besteht enormes Frustpotenzial! Es gibt Spieler, ich nenne sie liebevoll Mikrobensucher, die jeden Pixel eines Games umdrehen. Die haben es gut, denn in Operencia liegen mehr Schlüssel rum als in allen Mister-Minit-Filialen dieser Welt zusammen. Es gibt Spieler, ich nenne sie liebevoll Schachgroßmeister, die können mit ihrem logischem Denkvermögen einen Vulkanier depressiv quatschen. Die haben es gut, denn einige der Rätsel haben es seeehr in sich. Das Problem: Wer zum Beispiel nur einen einzigen Schlüssel nicht findet oder bei einer Denkaufgabe versagt, irrt schon mal ein, zwei Stunden frustriert herum. Es gibt immer nur einen vom Entwickler vorgesehenen Lösungsweg, was ich problematisch finde.

Ich bin eher der Typ schludriger Intelligenzlegastheniker, trotzdem hat mir das Spiel Freude gemacht, und zwar nicht nur, weil es so oldschool ist wie ich aussehe. Der Knackpunkt: Ich bin zwar nicht schlau, habe aber eine Frau. Einmal half mir sogar mein sechsjähriger Sohn Luke. Ich hoffe, er ist von mir.

Die Kämpfe finde ich klasse. Sie machen optisch viel her, außerdem gefällt mir, dass es Synergien á la FIFA Ultimate Team gibt. Überraschungsmomente seien noch erwähnt: Ich hab ganz schön geguckt, als eine eklige Riesenspinne plötzlich eine andere eklige Riesenspinne verspeiste, um zur superekligen Riesenriesenspinne zu mutieren. Außerdem sorgen spezielle magische Gegenstände wie die Wünschelruten-Schaufel für Abwechslung. Mit ihr nach dem Heiß-kalt-Prinzip Schatzkisten zu suchen, weckt das Kind im Manne.

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