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Orc Warchief beweist, dass auch Fantasy-Schurken was von Strategie und Aufbau verstehen!

Orks können keine Häuser bauen und nicht strategisch denken? Von wegen! Dieses Aufbau-Strategiespiel räumt mit solchen Vorurteilen auf.

von Sören Diedrich,
22.05.2022 13:00 Uhr

Woran denkt ihr zuerst, wenn ihr den Begriff Orks hört? Seht ihr die unzähligen blutrünstigen Scheusale vor den Mauern von Minas Tirith stehen? Kommt euch der Bestsellerroman von Stan Nicholls in den Sinn? Oder haut ihr euch vor dem Bildschirm auf die Brust und schreit lauthals Für die Horde!?

An eines denkt ihr wohl nicht: Aufbau-Strategie! In genau dieses Genre möchte Orc Warchief aber die legendären Fantasy-Lieblingsschurken verpflanzen. Warum die Orks nun unter die Häuslebauer gehen, was euch in Sachen Gameplay erwartet und warum die Emotion Angst eine Ressource darstellt, erfahrt ihr in den kommenden Zeilen.

Orc Warchief - Schaut euch erste Impressionen im Trailer an! 1:15 Orc Warchief - Schaut euch erste Impressionen im Trailer an!

Das große Comeback der Orks

Die Story-Prämisse des Spiels klingt schon einmal spannend und dreht die klassische Gut-gegen-Böse-Perspektive kurzerhand einfach mal um: Der Erste Weltkrieg in einer nicht näher genannten Fantasywelt ging nicht gut für die Orks aus. Das stolze Kriegervolk lebt am Rande der Vernichtung und wird von den abscheulichen Menschen noch immer erbarmungslos wie Tiere gejagt.

Ihr habt aber keine Lust mehr darauf, in der Opferrolle zu sein. Als junger Kriegshäuptling entschließt ihr euch deshalb, das große Comeback zu starten und in den Krieg zu ziehen, um euch Stück für Stück das verlorene Land zurückzuholen. Da man für einen Feldzug außer Mut aber auch jede Menge Soldaten und Waffen benötigt, müsst ihr auch euer Geschick als Städtebauer beweisen.

Wie spielt sich Orc Warchief?

Das Projekt Heimatrückbeschaffung startet logischerweise damit, dass ihr eure zerstörten Siedlungen wiederaufbauen müsst. Dafür benötigt ihr jede Menge Ressourcen, die eure Untergebenen fleißig beschaffen. Holz muss gehackt, Stein abgebaut und Wild gejagt werden.

Habt ihr einen Stützpunkt aus dem Boden gestampft, müsst ihr ihn auch noch mit Barrikaden und Wachtürmen befestigen, um gegen gegnerische Angriffe gewappnet zu sein. Erst dann solltet ihr euch Gedanken über eure Offensive machen. Ihr könnt Krieger trainieren, mit Waffen sowie weiteren Ausrüstungsgegenständen ausstatten und sogar Kriegsmaschinen bauen.

Siedlungsbau Alle Kriegspläne starten hiermit: Dem Bau eurer eigenen Ork-Siedlung

Vorsorge Für den Fall, dass Menschen euch angreifen, solltet ihr schon frühzeitig mithilfe von Verteidigungsanlagen vorsorgen

Ressourcen Eure Arbeiter sind für alles zuständig: Nahrungsmittel, Holz, Bergbau und mehr

Häuser, Arbeiter, Krieger - das ganze Siedlungsleben hat aber seinen Preis, denn eine weitere wertvolle Ressource ist Nahrung. Immerhin sind Orks in Film und Literatur nicht gerade dafür bekannt, auf ihre Taille zu achten. Ihr müsst also stets dafür sorgen, dass genügend Vorräte zum Verspachteln bereitstehen, sonst ist Essig mit dem Comeback. Auch bei den anderen Ressourcen gilt es, auf ein Gleichgewicht aus Expansion und Bevölkerungsversorgung zu achten.

Ich bohr' dir Madenlöcher in den Wanst!

Siedlungsbau ist ja schön und gut, aber irgendwann sollen die Menschen auch endlich einen vor den Latz geknallt kriegen. Habt ihr eure Siedlung befestigt, die Truppen ausgerüstet und alle Schlachtpläne geschmiedet, zieht ihr endlich ins offene Gefecht.

Das Metzeln und Meucheln ist dabei nicht reiner Selbstzweck - wobei Orks ja doch recht einfach gestrickt sind -, sondern verschafft euch einen weiteren spielerischen Vorteil: Angst. Klingt simpel und ist es im Grunde auch. Denn je mehr menschliche Siedlungen ihr dem Erdboden gleichmacht, desto größer wird die Furcht vor eurer Stärke unter den Feinden.

Hier fühlen sich Orks noch immer am wohlsten: Das offene Schlachtfeld! Hier fühlen sich Orks noch immer am wohlsten: Das offene Schlachtfeld!

Dieser Reputationsgewinn beschert eurer Siedlung einen steten Zustrom an weiteren Orks, die sich euch anschließen möchten. Die wachsende Bevölkerung schaltet weitere Gebäude und Spezialeinheiten frei. Aber Obacht: Denkt immer daran, dass ihr die hungrigen Mäuler auch stopfen müsst! Und außerdem werden auch die Menschen immer härter zurückschlagen, je mächtiger ihr werdet.

Eine weitere Hilfe könnte auch aus dem Himmel zu euch gelangen. Nein, damit meinen wir keinen Starkregen, sondern Götter. Betet ihr diese an und erlangt deren Gunst, werdet ihr mit verbotenen Kräften belohnt, die euch ebenfalls bei euren aggressiven Expansionsplänen helfen.

Wem könnte Orc Warchief gefallen?

Wenn ihr euch Strategie- und Aufbauspiele steht, dürfte es schon einmal nicht schaden, Orc Warchief auf eure Beobachtungsliste zu packen. Der Mix aus Defensiv- und Offensivmaßnahmen will gekonnt austariert werden, damit ihr schnellstmöglich in den Kampf ziehen könnt, ohne eure Heimat schutzlos zurückzulassen.

Auch die kleinen Zusatzfeatures wie Religion oder das detaillierte Ausstatten eurer Orks mit Ausrüstungsteilen klingen zumindest auf dem Papier spaßig und könnten die eher klassische Grundprämisse um ein paar interessante Facetten erweitern. Ein großes Fragezeichen thront aber noch über all dem bislang Gezeigten: Wie gut spielen sich die Schlachten?

Orc Warchief - Screenshots aus dem Aufbau-Strategiespiel ansehen

Die Antwort auf diese Frage wird wohl über Erfolg oder Misserfolg des Titels entscheiden. Denn immerhin geht es hier um Orks, und auch wenn der Aufbaupart schön und gut ist, sollten die Gefechte definitiv ebenfalls nicht zu kurz kommen. Immerhin schreiben die Entwickler selbst auf ihrer Steam-Produktseite: Ein wahrer Ork wird geboren und stirbt im Kampf!

Wann Orc Warchief erscheint, ist noch nicht bekannt. Noch nicht einmal ein Jahr wird angegeben. Es dürfte also noch etwas dauern, bis das große Comeback unserer Erzfeinde startet.

Was sagt ihr? Seht ihr in dem Aufbau-Strategie-Mix Potenzial oder seid ihr eher skeptisch angesichts des bisher Gezeigten? Schreibt uns euren Ersteindruck von dem Spiel gerne in die Kommentare!

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