Overwatch League - Blizzard geht gegen Meme-Frosch Pepe vor

Der Overwatch-Profi Sinatraa veröffentlichte an seinem Geburtstag einen Tweet mit Pepe dem Frosch. Blizzard gab schließlich die Anweisung, den Tweet zu löschen.

von Stefan Köhler,
19.03.2018 16:34 Uhr

Pepe ist Meme-Kultur, ohne Frage. Aber ab wann wird ein Symbol zum politischen Hass-Symbol, und für wen?Pepe ist Meme-Kultur, ohne Frage. Aber ab wann wird ein Symbol zum politischen Hass-Symbol, und für wen?

FeelsBadMan - im wahrsten Sinne des Wortes. Das bekannte Meme, stets begleitet vom grünen Frosch Pepe, ist Activision Blizzard wohl zu viel und sorgte jetzt für eine kleine Kontroverse. Aktuellen Berichten nach soll das Unternehmen einen Profi-Spieler der Overwatch League angewiesen haben, einen Tweet mit Pepe wieder zu entfernen.

Ein harmloser Tweet

Aber der Reihe nach: Vergangene Woche wurde der junge Overwatch-Profi Jay "Sinatraa" Won 18 Jahre alt, auf Twitter veröffentlichte er dazu passend "FeelsBirthdayMan" - die Pepe-Variante mit Partyhut, ein Text begleitete das Twitter-Bild nicht.

Kurz darauf ging der Tweet offline und Sinatraa meldete sich mit einer neuen Nachricht. Er habe den Tweet offline nehmen müssen, bedanke sich aber für die erhaltenen Glückwünsche.

Als die Overwatch-Community dann bereits mit einer Diskussion begann, meldete sich der E-Sport-Insider Rod Breslau, ebenfalls via Twitter. Sinatraas Team San Fransisco Shock sei von Blizzard angehalten worden, sich um den Tweet zu kümmern. Das Unternehmen möchte innerhalb der eigenen Sphäre - und dazu gehören natürlich Spieler der Overwatch League - keine Pepe-Inhalte mehr sehen, da diese möglicherweise als anstößig aufgefasst werden könnte. Auch bei den Zuschauern der Overwatch League habe man bereits die Regel durchgesetzt, Pepe-Schilder werden vorab konfisziert.

Pepe ein Hass-Symbol?

Der Hintergrund der ganzen Aktion ist schnell erklärt: In Amerika haben sich gewisse Neonazi-Gruppen und Teile der Alt-Right-Bewegung neben dem Hakenkreuz auch Pepe als Symbol einverleibt. Man mag aus europäischer Sicht mit Unverständnis darauf reagieren, im aktuellen politischen Klima Amerikas ist Pepe aber durchaus ein anstößiger Inhalt, mit dem Blizzard nicht in Verbindung gebracht werden möchte.

Außerdem ist bereits der andere Publisher-Arm von Blizzard in die Falle getappt, und zwar Activision mit Destiny 2. Beim Shooter gab es bereits eine Kontroverse, die das Unternehmen sicher gerne vermieden hätte, nachdem Spieler auf einem Handschuh-Design die Kekistan-Flagge entdeckt haben. Die Flagge gehört ebenfalls zum Pepe-Meme und wurde ebenfalls von gewissen rechten Kreisen der USA als Symbol missbraucht.

Rod Breslau schließt seine Einschätzung per Twitter mit dem Hinweis ab, dass er Blizzards Vorgehen aus der Perspektive der Firma durchaus nachvollziehen kann, man dies aber besser hätte handhaben können.

Mehr zu Sinatraa: Minderjähriger Spieler schließt Profi-Vertrag ab, Mutter muss unterzeichnen

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