Es wirkt wie eine kleine Zeitreise, aber wir schreiben tatsächlich das Jahr 2026 und Overwatch ist wieder ein echtes Gesprächsthema unter Shooter-Fans. Morgen, am 10. Februar, steht der große Relaunch an, bei dem Blizzard die ungeliebte »2« aus dem Titel streicht und das Spiel schlicht wieder Overwatch nennt.
Doch die Community wartet offensichtlich nicht erst auf den offiziellen Startschuss: Bereits jetzt, einen Tag vor dem Release des Mega-Updates, explodieren die Spielerzahlen auf Steam und lassen dabei aktuelle Schwergewichte wie Battlefield 6 und Call of Duty hinter sich.
Die Zahlen sprechen für sich
Ein Blick auf die Datenbank von SteamDB zeichnet ein deutliches Bild: In den letzten 24 Stunden kletterte die Kurve der gleichzeitig aktiven Spieler auf beeindruckende 69.881 Nutzer. Damit liegt der Shooter nur noch knapp unter seinem absoluten Allzeit-Hoch von 75.608 Spielern, das im August 2023 beim ursprünglichen Steam-Release aufgestellt wurde.
Besonders brisant ist der Vergleich mit der direkten Konkurrenz. Am Sonntag überholte Overwatch zeitweise sogar die aktuellen Spielerzahlen von Battlefield 6 und Call of Duty auf der Valve-Plattform. Für einen Titel, der noch vor gut einem Jahr mit sinkenden Zahlen und massiver Kritik zu kämpfen hatte, ist das ein bemerkenswertes Comeback.
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Dabei dürft ihr eines nicht vergessen: Diese Zahlen bilden nur einen Bruchteil der tatsächlichen Community ab. Ein Großteil der Overwatch-Veteranen loggt sich traditionell über den hauseigenen Battle.net-Launcher ein, und auch die Konsolenspieler fehlen in dieser Statistik komplett.
Warum kommen alle zurück? Der »Season 1«-Effekt
Die Gründe für diesen Ansturm liegen auf der Hand: Blizzard hat für den morgigen 10. Februar eine fundamentale Neuausrichtung angekündigt.
Der Inhalt des Updates ist massiv. Blizzard veröffentlicht fünf neue Helden auf einen Schlag, fünf weitere sollen folgen. Darunter befindet sich ein Charakter, der in der Community seit Jahren fast schon mythischen Status genießt: die »Jetpack-Katze«. Was lange als Meme galt, wird nun spielbare Realität.
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Neben der Katze mit dem Raketenrucksack, die im Englischen von Commander-Shephard-Sprecherin Jennifer Hale vertont wird, überarbeitet das Entwicklerteam das komplette User-Interface, führt neue passive Fähigkeiten für alle Rollen ein und startet einen neuen Story-Handlungsbogen.
Konkurrenz belebt das Geschäft
Ein weiterer Faktor für die Renaissance von Overwatch ist paradoxerweise die starke Konkurrenz. Mit dem Erfolg von Marvel Rivals und Valves Deadlock sah es kurzzeitig so aus, als würde Blizzard den Anschluss im Genre der Hero-Shooter verlieren. Als Marvel Rivals Anfang 2025 die Schlagzeilen dominierte, fielen die Overwatch-Zahlen auf Steam zwischenzeitlich auf einen Tiefstwert von rund 16.000 Spielern.
Wenn morgen das Update livegeht, werden die Server zweifellos unter der Last der Neugierigen ächzen. Die Frage ist nicht mehr, ob die Spieler zurückkommen – sie sind ja schon da. Die Frage ist jetzt, ob Blizzard sie mit dem neuen Content, der Jetpack-Katze und dem frischen Anstrich auch langfristig halten kann.

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