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Adventskalender 2019

Seite 2: Paradigm im Test - Reise nach Absurdistan

Solide Rätselkost in ungewohnter Umgebung

Spielerisch wagt das über Kickstarter finanzierte Projekt keine Experimente. Per Rechtsklick lassen sich vier Interaktionen mit Objekten und Menschen auswählen: Betrachten, Reden, Benutzen und Nehmen. Gegenstände im Inventar lassen sich dort wie üblich miteinander kombinieren oder mit Hotspots der aktuellen Szene verbinden.

Der Snackautomat im Büro von Dupa Genetics bietet nicht die übliche Auswahl. Einmal die Nummer 5, bitte! Der Snackautomat im Büro von Dupa Genetics bietet nicht die übliche Auswahl. Einmal die Nummer 5, bitte!

Die Rätsel sind meist sehr naheliegend und stellen geübte Adventurefans vor keine allzu schweren Kopfnüsse. Wildes Rumprobieren und Raten ist nicht nötig, denn die Aufgabenstellungen bleiben logisch - zumindest innerhalb des durchgeknallten Szenarios von Paradigm. Einen abgetrennten Arm im Büro nimmt man natürlich mit, schließlich kann man mit ihm wunderbar etwas aus dem Snackautomaten angeln, um der Sekretärin in voller Kettenrüstung zu imponieren. In der Regel geben die Dialoge und Kommentare der Spielfigur beim Untersuchen von Objekte bereits deutliche Hinweise, was zu tun ist. Der Spielfluss gerät so fast nie ins Stocken.

Wenn man doch mal Hilfe braucht, gibt es ein thematisch sehr gut eingebundenes, kontextbasiertes Hilfesystem. Mit einem Klick auf den Tumor erwecken wir dessen telepathische Fähigkeiten und können ihn gezielt nach Tipps befragen. Dieser gibt uns konkrete Hinweise, aber nie die direkte Lösung. Die drei wählbaren Schwierigkeitsgrade zu Beginn des Spiels sind dagegen nur Fassade. Alle Rätsel, Aufgaben und Dialoge bleiben gleich, nur deaktivieren die höheren Stufen das einblendbare Hilfe- und Hotspotsystem. Diese lassen sich jedoch über das Optionsmenü jederzeit wieder ein- und ausschalten.

Dieser Oberschenkel ist der Glam-Rock-Kirche beigetreten, die von einem belockten Mops angeführt wird. Dieser Oberschenkel ist der Glam-Rock-Kirche beigetreten, die von einem belockten Mops angeführt wird.

Die handgezeichnete Grafik erinnert an eine Mischung aus Fallout und den Knetfiguren aus »Wallace und Gromit«. Die völlig überzeichneten Charaktere sind vor allem in den Portraitansichten der Dialogszenen fast schon abstoßend detailliert. Das Design der Szenerien ist hübsch, aber nicht so auffällig wie die Figuren. Dafür ruht es sich zu sehr auf Anspielungen und bekannte Popkultur- Referenzen aus: Allein im Raum des Drogendealers findet sich ein grünes Abwasserrohr, das beim Betrachten einen typischen Mario-Jubelschrei erklingen lässt, ein überdimensionales »Super Bro«-Konsolensystem mit Atari-Joystick und ein Minigame auf Basis der Street-Rage-Serie.

Als Minispiel gibt es eine Streets-of-Rage-Persiflage zu entdecken. Auch eine japanische Dating-Sim ist enthalten. Als Minispiel gibt es eine Streets-of-Rage-Persiflage zu entdecken. Auch eine japanische Dating-Sim ist enthalten.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

An manchen Stellen meint es das Spiel für unseren Geschmack auch etwas zu gut mit dem Humor. Fast kein Gegenstand oder Dialog kommt ohne einen ironischen Kommentar oder ohne sarkastische Randnotiz aus. Dass die Story bis zum Finale in rund sechs bis sieben Stunden abgeschlossen ist, kommt den dauernden Humorattacken daher sehr zu Gute, da sich am Ende trotz des gelungenen Finales leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar machen.

Geübte Adventurespieler wissen sofort, welcher Cupcake einem beim nächsten Rätsel weiterhilft. Geübte Adventurespieler wissen sofort, welcher Cupcake einem beim nächsten Rätsel weiterhilft.

Insgesamt haben wir im Test oft schmunzeln und vereinzelt auch bei richtig schön abgedrehten Situationen laut loslachen müssen. Besonders gelungen sind einige Momente, in denen das Spiel die vierte Wand durchbricht und das Adventure-Genre, die eigene Kickstarter-Historie und auch aktuelle Entwicklungen der Industrie gelungen auf die Schippe nimmt.

Paradigm ist wie sein Hauptdarsteller nicht immer perfekt, aber liebenswürdig und hat sein Herz an der richtigen Stelle. Es hat es verdient, eine zweite Chance zu erhalten, nachdem man es vielleicht wegen seiner grotesken Optik und seinem albernen Humor zur Seite geschoben hat. Der Humor ist sicherlich nicht für alle Spielertypen geeignet, aber gut geschrieben und in Szene gesetzt. Ein klarer Geheimtipp für alle Adventurefreunde.

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