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Paradigm im Test - Reise nach Absurdistan

Das humorvolle Indie-Adventure Paradigm unterhält mit einer prall gefüllten Welt voller skurriler Begegnungen und Rätsel - und dem wohl hässlichsten Protagonisten der Videospielgeschichte.

von Manuel Fritsch,
01.01.2018 00:01 Uhr

Paradigm ist der Titelheld des gleichnamigen klassischen Point-and-Click-Adventures und auf der Suche nach seiner Bootdiskette.Paradigm ist der Titelheld des gleichnamigen klassischen Point-and-Click-Adventures und auf der Suche nach seiner Bootdiskette.

Man hat es wirklich nicht leicht als Teil der elitären Oberschicht. Das angehäufte Vermögen muss ja nicht nur verwaltet werden, sondern da ist ja auch noch diese Sache mit dem Nachlass. Wozu hat man eigentlich sein Leben lang andere Menschen ausgebeutet, wenn dann der missratene und einzige Sprössling der Familie nicht wie geplant eine Bankkarriere einschlägt, sondern einen eigenen Willen entwickelt? Doch zum Glück gibt es Firmen wie Dupa Genetics, die dieses Problem erkannt haben und lösen wollen: mit dem perfekten Wunschkind! Reiche Eltern bestellen sich dort einfach ihr persönliches »Prodigy Child« und wählen aus den besten genetischen Zutaten genau die Eigenschaften aus, die der perfekte Nachfahre benötigt, um das eigene Unternehmen fortzuführen.

Paradigm ist der Titelheld des gleichnamigen klassischen Point-and-Click-Adventures und auf der Suche nach seiner Bootdiskette.Paradigm ist der Titelheld des gleichnamigen klassischen Point-and-Click-Adventures und auf der Suche nach seiner Bootdiskette.

Paradigm, der namensgebende Titelheld des außergewöhnlichen Point-and-Click-Adventures, ist so ein Wunschkind-Produkt, zum reichen Erben hat er es jedoch nicht geschafft. Er ist ein offensichtlich missratenes Experiment aus der frühen Entwicklungsphase. Nicht nur prägt ein medizinballgroßer Tumor seinen deformierten Schädel, nein er hat auch noch musische statt kaufmännische Ambitionen und möchte viel lieber an seiner ersten EP mit »fetten Beats« arbeiten. Nun lebt er als verarmter Künstler in den Tag hinein. Doch wie so üblich fährt sein Computer genau dann nicht mehr hoch, als er sich endlich aufrafft, ein Meisterwerk zu schaffen. Motiviert macht er sich auf den Weg nach einer frischen Bootdiskette, die angeblich ein alternder Raumfahrer in der Nachbarschaft haben soll. Daraufhin stolpert der schusselige aber liebevolle Loser in bester LucasArts- und Sierra-Tradition von einer absurden Szenerie und Begegnung in die nächste. Was er nicht weiß: Der Chef von Dupa Genetics, ein schokoriegelkotzendes Faultier mit Perücke, will Paradigm gefangen nehmen und sezieren, denn sein Körper enthält etwas, was für den Konzern von großer Bedeutung ist.

Paradigm - Screenshots ansehen

Lang lebe der Glam-Rock!

Auf seiner Reise trifft Paradigm unter anderem auf beatboxende Topfpflanzen, sexsüchtige Chatroboter und suizidale Wasserspender - die Welt des postapokalyptischen Point-and-Click-Adventures ist voll von solch Absurditäten. In der fiktiven Zukunftsversion der osteuropäischen Stadt Krusz ist alles möglich. Man spürt, wie diese kreative Freiheit die Energie des australischen Grafikdesigners und Autors beflügelt hat. Überraschenderweise gelingt es Jacob Janerka, trotz des auf Stufe 11 gedrehten Grotesk-Levels eine in sich stimmige Welt zu erschaffen, in der Drogendealer auf alten Menschen in Rollschuhen reiten und sich eine Religion auf Basis des Glam-Rock-Lifestyles durchsetzt. Mit einem Mops als Messias in High-Heels, versteht sich.

Jeder neue Raum im Spiel bietet eine völlig absurde, neue Situation und dennoch hängt alles irgendwie zusammen.Jeder neue Raum im Spiel bietet eine völlig absurde, neue Situation und dennoch hängt alles irgendwie zusammen.

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