Hardcore Gartenarbeit in Path of Exile: Gärtner-Liga Harvest überfordert selbst Profis

Entspanntes Farmen? Nix da! Die neue Harvest-Liga ist komplexer als gedacht und bringt Spielerköpfe zum Rauchen.

von Dennis Zirkler,
22.06.2020 20:08 Uhr

In Path of Exile: Harvest müssen wir unsere Samen in Oshabis Garten einpflanzen - was viele Spieler ins Schwitzen bringt. In Path of Exile: Harvest müssen wir unsere Samen in Oshabis Garten einpflanzen - was viele Spieler ins Schwitzen bringt.

Vergangenes Wochenende ist mit Harvest die neueste Liga in Path of Exile gestartet. Nachdem zuvor die Delirium-Liga mit ihrem Zeitlimit viele Spieler ins Schwitzen brachte, hofften diese, nun beim gemütlichen Gärtnern durchschnaufen zu können. Aber diese Rechnung haben sie wohl ohne Entwickler Grinding Gear Games gemacht.

Path of Exile 2 hat fast 40 Charakterklassen (Preview)   75     15

Mehr zum Thema

Path of Exile 2 hat fast 40 Charakterklassen (Preview)

Gärtner spielen in PoE ist Knochenarbeit

Die Gartenarbeit in Path of Exile: Harvest fängt zuerst ganz gemächlich an: Die Spieler platzieren einen Sammler in ihrem ganz persönlichen Garten, um den herum gefundene Samen gepflanzt werden können. Nach einigen Wachstumszyklen darf die Ernte eingefahren werden: Aus der Saat sprießen Monster heraus, die uns mit Loot und Crafting-Gelegenheiten belohnen. So weit, so einfach.

Allerdings finden wir bei den Biestern auch höherrangiges Saatgut, welches einen ganz speziellen Aufbau unserer Ernteanlagen fordert - und ab hier wird's langsam, aber sicher, unheimlich komplex.

Nicht nur müssen wir die Samen so platzieren, dass sie danach von bestimmten anderen Saaten umgeben werden - wir müssen auch Bewässerungsanlagen und Silos errichten. Abschließend müssen alle Bauten noch mit Pylonen vernetzt werden, damit der gesammelte »Dünger« gespeichert und verteilt werden kann.

Selbst Profis sind überfordert

Was sich auf den ersten Blick vielleicht gar nicht mal so schlimm anhört, ist in der Praxis aber überaus komplex. Zum Glück haben erste Spieler angefangen, Blaupausen für das perfekte Garten-Layout zu erstellen. Doch was relativ einfach Anfing, entwickelte sich in den letzten Tagen zu einem Wettrennen zwischen diversen PoE-Fans, die ihr Farmland möglichst effizient nutzen wollen.

Das vorläufige Highlight lieferte Reddit-Nutzer esk213, der 99,5 Prozent des zur Verfügung stehenden Platzes ausnutzte:

Hierfür müssen nicht nur über 300 Sammler, Pylonen und andere Einzelteile hergestellt werden, diese wollen auch noch alle verbunden werden - wofür esk213 nochmal drei weitere Anleitungen veröffentlichen musste.

Auch wenn PoE-Spieler den Ruf genießen, besonders hartnäckig zu sein, verlieren einige bei so viel Komplexität die Lust.

Cynicalreason: »Gehe in die Stadt, stöbere auf Reddit, während ich etwas trinke… Sehe diesen Beitrag, Alt-Tab, Spiel beenden, niemand hat Zeit für so einen Scheiß.«

Asteroth555: »Überragende Arbeit! Aber ich persönliche werde mir das nicht antun. Jesus, das sieht so kompliziert aus.«

86traphouse. »Scheiß drauf. Ich geh lieber zur Arbeit.«

Rauldragos: »WAS ZUR HÖLLE IST DAS?«

Jr8c: »Sieht aus wie eine Liga, die ich überspringen sollte.«

Nachdem die Spieler in Delirium mit fiesen One-Shot-Kills, Rucklern und Zeitdruck zu kämpfen haben, rauchen ihnen nun die Köpfe, weil die neue Harvest-Liga mit Komplexität à la Factorio statt simplem Farmville-Geklicke aufwartet.

Falls ihr PoE noch nicht spielt und euch von der komplizierten, neuen Liga-Mechanik nicht verschrecken lasst: In unserem Artikel präsentieren wir sechs starke Anfänger-Builds, mit denen zumindest der wichtigste Bestandteil des Spiels - das Umkloppen von riesigen Gegnerhorden - zum Kinderspiel wird.

zu den Kommentaren (68)

Kommentare(68)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen