Grinding Gear Games hat im neuesten Livestream die Erweiterung Path of Exile: Mirage angekündigt, die am 6. März erscheint.
Während das Action-Rollenspiel traditionell alle drei bis vier Monate mit neuen Inhalten aufwartet, sticht dieses Mal eine Besonderheit hervor: Nach rund zwei Jahren erhält die Klasse der Scion mit der Reliquarian eine völlig neue Unterklasse.
Diese bricht mit den herkömmlichen Regeln des Charakter-Fortschritts und bietet eine Freiheit bei der Erstellung von Spiele-Charakteren, die es so bisher nicht gab.
Die Macht der Uniques – ohne sie zu besitzen
Normalerweise funktioniert die Charakter-Entwicklung in Path of Exile so: Ihr müsst einen seltenen, legendären Gegenstand (ein »Unique«) erst mühsam finden oder von anderen Spieler erhandeln, ihn ausrüsten und erhaltet dann einen mächtigen Spezial-Effekt. Der Nachteil: Dieser Ausrüstungsplatz ist dann belegt. Die neue Spezialisierung Reliquarian ändert das grundlegend und macht das Experimentieren extrem einfach.
Als Reliquarian müsst ihr die Gegenstände nämlich nicht besitzen: Sobald ihr die Spezialisierung im Spiel durch den Abschluss des Labyrinths freischaltet, wählt ihr die Kräfte dieser legendären Items einfach aus einer vorgegebenen Liste als dauerhafte passive Fähigkeit aus. Ihr lernt sozusagen die Magie des Gegenstands direkt aus eurem Talentbaum. Das bietet zwei riesige Vorteile:
- Ihr könnt mächtige Effekte nutzen, für die andere Spieler erst viele Stunden farmen müssten.
- Da ihr den Effekt nutzt, ohne das Item physisch am Körper zu tragen, bleibt der Platz in eurem Inventar frei. Ihr könnt dort ein ganz anderes Teil ausrüsten und so die Vorteile von zwei eigentlich konkurrierenden Gegenständen kombinieren.
Dabei wählt ihr nacheinander Kräfte aus drei Kategorien (Rüstung, Waffen, Schmuck). Die Liste der verfügbaren Items ist dabei nicht starr: Grinding Gear Games plant, die zur Auswahl stehenden Kräfte zwischen den Ligen zu rotieren, um immer wieder neue Strategien zu ermöglichen.
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Path of Exile 3.28: Trailer enthüllt massive Endgame-Änderungen und neue Skills
Das steckt in der neuen Liga
Neben der neuen Spezialisierung führt Patch 3.28 die Mirage-League ein: Ihr kämpft gegen die Afarud, eine Sekte von Wüsten-Nekromanten, die magische Wesen versklaven. Um diese zu befreien, betretet ihr das Astral Realm – eine sogenannte »Mirage«.
Diese Mirage ist eine »imperfekte Kopie« eures aktuellen Spielgebiets: Ihr spielt einen Teil eurer Karte effektiv ein zweites Mal, inklusive aller zuvor aktivierten Belohnungen und Monster-Verstärkungen. Bevor ihr das Portal betretet, dürft ihr euch zudem einen von drei Wünschen aussuchen. Ein Wunsch kann euch kurzzeitig unbesiegbar machen, während ein anderer dafür sorgt, dass einfache Gegenstände direkt als wertvolle Währungen droppen.
Radikaler Umbau im Endgame
Parallel zur neuen Klasse und der League krempelt der Entwickler das späte Spiel (Endgame) fundamental um:
- Karten-Gegenstände sind nicht mehr fest an ein bestimmtes Level-Design gebunden. Wenn ihr eine Karte der Stufe 10 findet, könnt ihr auf eurem Weltatlas frei entscheiden, welches der freigeschalteten Gebiete ihr damit besuchen wollt.
- Die bisherigen »Awakened Support Gems« werden abgeschafft und durch über 40 neue »Exceptional Supports« ersetzt. Diese neuen Steine sollen die Funktionsweise eurer Angriffe deutlich stärker verändern und spezialisieren als bisher.
- Um unnötige Klickarbeit zu vermeiden, werden verbrauchbare Gegenstände wie Cartographer’s Chisels komplett aus dem Spiel entfernt. Die dadurch wegfallenden Belohnungen werden an anderen Stellen im Spiel ausgeschüttet.
Zusammen mit einer Reihe neuer Skill Gems und vielen weiteren Verbesserungen für den Spielkomfort markiert Version 3.28 wieder mal ein umfangreiches Update, so wie man es bereits von Grinding Gear Games gewohnt ist.
Werdet ihr kommende Woche einen Blick riskieren oder zieht es euch eher zum Nachfolger Path of Exile 2? Oder probiert ihr gerade vielleicht doch lieber den neuen Warlock in Diablo 2 Resurrected aus? Schreibt es uns in die Kommentare!
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