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Seite 2: Patrizier 4 im Test - Altmodischer Motivator

Nebenbeschäftigungen: Politik, Fernhandel und Seeschlachten

Allerdings verbringen Sie in Patrizier 4 gerade einmal die ersten drei, vier Stunden als Händler und Produzent im Reich der Hanse. Wie im richtigen Leben bringt Geld nämlich auch Macht. Sei es, dass Sie bei der Kirche damit einen Ablass erkaufen, um den Ruf in der Gemeinde zu verbessern, oder dass Sie gar versuchen, sich zum Bürgermeister wählen zu lassen.

Wenn Letzteres glückt, dürfen Sie auch Stadtmauern errichten und ein wenig an der großen Politik schnuppern. Etwa, indem Sie den jeweiligen Lehnsherrn dabei unterstützen, eine verfeindete Stadt auszuhungern -- um ihr dann hinterher die dringend benötigten Nahrungsmittel teuer zu verkaufen.

Patrizier 4 - Screenshots ansehen

Richtig viel Geld lauert aber im Handel mit dem Mittelmeerraum. Der wird zwar nicht auf der Karte verzeichnet, aber wohlhabende Händler mit genug Einfluss können Expeditionen ausschicken. So entdecken Sie neue Häfen, kaufen teure Luxusgüter wie Gewürze ein und machen einen fetten Reibach.

Wer es auf dem Weg der Tugend nicht aushält, kann sich aber auch als Pirat verdingen.Seeschlachten bestreiten Sie, wie aus dem Vorgänger gewohnt, in Echtzeit aus der Schräg-von-oben-Perspektive. Mittlerweile reicht es, ein Ziel per Mausklick anzuwählen, und die Schlacht läuft weitgehend ohne weiteres Eingreifen ab. Was das Ganze zu einer recht langweiligen, reichlich trägen Angelegenheit macht. Spätestens nach dem zweiten Gefecht, lässt man die Ergebnisse deshalb einfach berechnen.

Die Grafik: schön ist anders

Apropos Berechnen: Sehr viele Dinge, die in Patrizier 4 ablaufen, bekommt man kaum zu Gesicht. Das gilt nicht nur für die Mittelmeerexpeditionen, sondern auch für den Handel. Viel mehr als ein paar Zahlen werden da kaum verschoben.

Seeschlachten machen keinen Spaß. Seeschlachten machen keinen Spaß.

Die Produktionsbetriebe platziert man zwar in einer frei dreh- und zoombaren Nahansicht der jeweiligen Stadt. Doch schmucke Animationen wie in Anno 1404darf man hier nicht erwarten. Ganz im Gegenteil, die Grafik ist weitgehend simpel gehalten. Hässlich wollen wir die Städte nicht nennen, doch vielleicht wäre statt der schmucklosen 3D-Ansicht eine schön gestaltete 2D-Perspektive die bessere Wahl gewesen. Da reißen auch die neuen Wettereffekte wie Regen und Schnee nichts mehr raus.

Apropos 2D: Die Übersichtskarte, vor der man die meiste Zeit verbringt, sieht zwar nett aus, doch die darüber ziehenden Wolken wirken wie schlecht draufgeklebt. Unsere Bitte für den ersten Patch: die fiesen Himmelsbollen abschaltbar machen.

Kopierschutz-Kuriosum

Beim ersten Start müssen Sie Patrizier 4 online freischalten und zudem. einen kostenlosen Account beim Online-Dienst des Publishers Kalypso einrichten. Beim Start überprüft das Programm, ob die DVD im Laufwerk liegt. Eine Internet-Verbindung ist dann aber nicht mehr nötig. Wer keinen Online-Zugang besitzt, kann Patrizier 4 auch durch die Eingabe des beigelegten Codes aktivieren. Wenn Sie Ihren Rechner irgendwann aber doch ans Internet anschließen, müssen Sie trotzdem ein Spielerkonto bei Kalypso einrichten, um weiterhandeln zu können.

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