Statt Half-Life: Alyx hätte es fast Portal VR gegeben

Portal VR. Allein bei dem Gedanken wird sich vielen bereits der Magen umdrehen. Motion Sickness sei's gedankt! Doch das Projekt hätte es fast statt Half-Life: Alyx gegeben.

von Mathias Dietrich,
24.03.2020 08:25 Uhr

Valve testete Portal in VR. Valve testete Portal in VR.

Am 23. März 2020 erschien Half-Life: Alyx und kann auf ganzer Linie überzeugen - wie wir auch in unserem Test feststellen. Doch es wäre fast anders gekommen: Valve dachte darüber nach, statt einem neuen Half-Life die Portal-Serie in VR zu verfrachten. Das erklärte Designer Robin Walker im Interview mit der Webseite VG247.

Nachdem Valve mit The Lab erste Virtual-Reality-Erfahrungen sammelte, dachten sie erstmals über ein komplettes Spiel innerhalb der virtuellen Umgebung nach. Man wollte ein existierendes Franchise nutzen, damit man nicht komplett bei Null anfangen muss.

Der erste Gedanke: Portal (nicht Half-Life)

Walker gibt an, dass viele Personen bei einem Valve-VR-Titel als erstes an Portal denken würden. Denn beim Lösen von Puzzeln »kann man sich Zeit lassen«. Als sie die Möglichkeit jedoch genauer untersuchten und gar Prototypen für Portal in Virtual Reality erschufen, stellten sie fest: Das wird nichts.

Denn gerade die späteren Level von Portal basieren stark darauf, stets in Bewegung zu bleiben und die Portale für weite Sprünge einzusetzen. Ein Konzept, dass sich Valve zufolge in VR nur sehr schwer umsetzen lässt. Die Anfälligkeit vieler Spieler für Motion Sickness dürfte ebenfalls nicht gerade unschuldig daran gewesen sein. Andere Konzepte wie einen Multiplayer-Shooter schloss man bereits von vornherein aus, da dem Studio zufolge einfach keine Zielgruppe existierte, die groß genug dafür ist.

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Half-Life »funktionierte am besten«

Man entschied sich schließlich für Half-Life, weil sich die Serie stets darauf konzentrierte, Shooter-Gameplay um weitere Elemente wie Puzzle und Wegfindung zu erweitern und die Spieler daraufhin mit einer tollen Aussicht zu belohnen. Wie das Team feststellte, ist das ein »ideales Konzept für VR«. Und wie Gabe Newell in einem früheren Interview erklärte, dreht sich die Reihe sowieso stets darum »interessante Probleme zu lösen«.

Dadurch erschufen sie einen kurzen Prototypen, der beim Team intern sehr gut ankam. Obwohl es nur 15 Minuten dauerte, diesen durchzuspielen, verbrachten die Tester ganze 45 Minuten in der virtuellen Welt und teilten dann ihre Ideen mit, wie man das Prinzip noch weiter ausbauen könnte. Das Ergebnis dieser Arbeiten wurde schließlich Half-Life: Alyx.

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