Es klingt etwas schräg, aber es ist wahr: Valve hat eine geheime »Schokoladen-Stufe« für erfolgreiche Entwickler. Wer auf Steam genug Umsatz generiert, bekommt zu Weihnachten eine luxuriöse Box Pralinen direkt von Gabe Newell und seinem Team.
Doch was passiert, wenn man Jahr für Jahr leer ausgeht, während die Büro-Nachbarn genüsslich kauen? Ein Entwickler des Indie-Hits Peak hatte genug davon – und hakte bei Valve persönlich nach.
Der Mythos des »Chocolate Tier«
Habt ihr euch schon mal gefragt, wie Valve seine Partner bei Laune hält, wenn diese einen Hit landen? Offenbar nicht mit goldenen Play Buttons wie bei YouTube, sondern mit extrem teurem Zuckerwerk.
Die Regeln scheinen simpel, aber streng zu sein:
- Wer mit seinem Spiel rund 800.000 US-Dollar Umsatz auf Steam generiert, qualifiziert sich für die erste Stufe. Die Belohnung: Eine Schachtel Luxus-Pralinen (oft von der Marke Fran’s oder La Maison du Chocolat) im Wert von rund 150 Dollar.
- Wer die 2-Millionen-Marke knackt, bekommt sogar eine noch größere Box.
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Die Geschichte, die aktuell für Erheiterung sorgt, stammt von Nick Kaman, dem Mitbegründer von Aggro Crab. In einem Interview (via Game File) packte er über die etwas skurrile Wohnsituation seines Studios aus. Aggro Crab teilt sich nämlich ein Büro in Seattle mit Mega Crit, den Machern des Megahits Slay the Spire.
Während Slay the Spire als Dauerbrenner Jahr für Jahr Geld (und damit Schokolade) in die Kassen spülte, mussten die Kollegen von Aggro Crab zusehen.
»Jedes Jahr bekamen sie diese verfluchten Pralinen, und wir nicht.«
Besonders bitter wurde es im letzten Jahr. Kaman war sich sicher, dass ihr erfolgreiches Soulslike »Another Crab's Treasure« die nötigen Umsatzzahlen erreicht hatte, um endlich in den elitären Kreis der Schoko-Empfänger aufzusteigen. Doch der Dezember kam, der Postbote klingelte – und wieder ging die Lieferung nur an den Tisch der Slay-the-Spire-Entwickler.
Eine E-Mail an Valve regelt das
Anstatt weiter schmachtend zuzusehen, entschied sich Kaman für den direkten Weg. Er schrieb eine E-Mail an Valve und fragte sinngemäß: »Wo bleiben unsere Süßigkeiten?«
Die Antwort von Valve war typisch unbürokratisch: Es gab eine Entschuldigung für das Versehen – offenbar war das Studio schlicht durchs Raster gefallen. Kurz darauf traf die heiß ersehnte Schachtel endlich ein. Produzentin Joanna Lin bestätigte mittlerweile, dass die Pralinen (Sorte: Milchschokolade mit gesalzenem Karamell) tatsächlich »besonders gut« geschmeckt haben.
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