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Prison Simulator ist eine knallharte Erfahrung - und auch ein bisschen witzig

Wer geht schon freiwillig ins Gefängnis? Im Prison Simulator übernehmt ihr die Rolle eines Wärters und durchlebt seinen Alltag. Kann der Prologue bereits überzeugen?

von Florian Franck,
03.06.2021 08:00 Uhr

Härter als die Polizei erlaubt: Der Prison Simulator. Härter als die Polizei erlaubt: Der Prison Simulator.

Nur wenige wollen freiwillig ins Gefängnis - zumindest als Häftling. Aber wer den Alltag eines Wärters bequem vor dem heimischen Rechner erleben möchte, greift zum Prison Simulator. Doch schon nach wenigen Minuten wird klar, dass die tägliche Routine im Knast alles andere als entspannt ist.

Spätestens nach der Ganzkörperuntersuchung der ersten Häftlinge bleibt euch das Lachen oder die Faust des Neuankömmlings im Halse stecken. Denn viele Häftlinge sind schlecht gelaunt, frustriert und gewaltbereit: Trefft ihr eine falsche Wahl oder seid zu zimperlich, wittern sie ihre Chance und wenden Gewalt an.

Entwickelt wird Prison Simulator von dem noch unbekannten Studio Baked Games. Auf Steam bieten die Entwickler schon vor Release eine Prolog-Demo zum kostenlosen Ausprobieren an. Wir haben die etwas andere Simulation für euch angespielt und verraten, für wen sich dieser skurrile Simulator lohnt, welche Stärken es gibt und welche Fragen offen bleiben.

Worum geht es in Prison Simulator?

Im Prison Simulator erlebt ihr den »Alltag« eines Gefängniswärters aus der Ego-Perspektive. Euer neuer Arbeitsort ist ein amerikanisches Gefängnis, in dem es vor eurer Ankunft zeitweise sehr chaotisch zuging. Ihr sorgt allerdings ab sofort für Recht und Ordnung, weist neue Gefangene ein und erledigt Aufgaben, für die sich die eure Arbeitskollegen zu fein sind.

Eure Moral und Loyalität spielen eine Rolle: Das Spiel stellt auch eure Moral und Loyalität infrage, da euch Häftlinge um einige Gefallen bitten - da drückt man bei der Kontrolle von Lieferungen schon mal beide Augen zu. Kein Auge drückt ihr zu, wenn es um den geregelten Tagesablauf der Insassen geht. Beim Hofgang trennt ihr die verschiedenen Gruppierungen und achtet darauf, dass der frisch gewischte Boden nicht vom Blut der Häftlinge ruiniert wird.

Vertrauen ist gut ... Kontrolle ist besser. Vertrauen ist gut ... Kontrolle ist besser.

Wie im wahren Leben bilden sich auch in der Simulation soziale Gruppen: Verschiedene Gangs kämpfen um die Vorherrschaft im Knast und ihr unterstützt oder unterdrückt die von ihnen geplanten Handlungen. Durch eure Handlungen erarbeitet ihr euch Respekt und helft im Zweifelsfall mit Fäusten, einem Knüppel, Elektroschocker oder Pfefferspray nach. Respektieren euch die Häftlinge, verringern sich Aufstände und euer Rücken wird nicht mehr so oft von improvisierten Waffen durchlöchert.

Die Prolog-Demo führt euch durch die ersten drei Tage der zukünftigen Gefängnis-Simulation und ihr spielt einen Teil der zukünftig geplanten Inhalten. Neben der Überwachung von Hofgängen, der Kontrolle von Warenlieferungen und der Einweisung neuer Häftlinge, geht ihr auch diversen Freizeitaktivitäten nach. In eurer Pause spielt ihr mit den Kollegen Dart, verbessert euren Aim am Schießstand oder arbeitet im Fitnessraum an eurer Bikini-Figur - der nächste Strandurlaub kommt bestimmt.

Die Muskeln lasst ihr im Anschluss beim Hofgang spielen: Unsere Gefangenen dürfen regelmäßig auf dem Gefängnishof spazieren gehen, Sport treiben oder einfach das schöne Wetter genießen. Als Gefängniswärter stolzieren wir ebenfalls über den Hof und halten dabei Ausschau nach gefährlichen Situationen ... oder verdienen uns Geld dazu.

Nebenaufgaben Nebenaufgaben
Feuer im Hof Feuer im Hof

Feuer? Zum Glück haben wir einen Feuerlöscher griffbereit.

Einige Häftlinge versuchen uns zu schmieren und bieten Geld gegen Gefälligkeiten an. Zum Beispiel sollen wir nicht so genau hinschauen, wenn die nächste Lieferung eintrifft und sich im Duschgel eine Rasierklinge befindet. Entscheiden wir uns fürs Wegschauen, erhalten wir nicht nur Geld, sondern ernten Respekt beim Häftling und dessen Gang.

Die Ruhe hält nicht lange an: Während wir das Geld unseres eben abgeschlossenen Deals zählen, bricht auf der anderen Seite des Hofes ein Kampf aus. Wir schreiten mit Elektroschocker, Knüppel und Pfefferspray ein und weisen die ausgeknockten Häftlinge direkt in die Krankenstation ein. Als wäre das nicht bereits genug Stress für einen Tag, brennt der Hof im Anschluss - da fragt man sich für einen kurzen Moment, was die Wärter vorher ohne uns gemacht haben. Im Gameplay-Trailer wird bereits deutlich, wie viele Aufgaben es gibt und was dabei alles schiefgehen kann:

Prison Simulator: Erstes Gameplay zur Alltags-Simulation 0:57 Prison Simulator: Erstes Gameplay zur Alltags-Simulation

Endlich Feierabend: Nachdem der Brand gelöscht wurde, treten wir unseren wohlverdienten Feierabend an. Wir erhalten ein paar Dollar und Erfahrungspunkte, die wir im späteren Verlauf zur Freischaltung neuer aktiver und passiver Fähigkeiten einsetzen, die es uns zum Beispiel erlauben, Gefangene und deren Zellen 25 Prozent schneller zu durchsuchen. Dadurch steigt auch die Chance, einen Gefangenen einzuschüchtern, damit er in Zukunft nach unserer Pfeife tanzt.

Je weiter der Prolog voranschreitet, desto umfangreicher werden unsere Aufgaben. Kurz vor dem Ende der etwa einstündigen Demo wird es actionreich: In der Umkleidekabine erhalten wir die Meldung, dass eine Revolte in Gang ist und das Gefängnis einem Schlachtfeld ähnelt. Ab jetzt setzen wir Recht und Ordnung mit Gummigeschossen durch. Mit der Riotgun im Anschlag kämpfen wir uns den Weg zu den Zellenblöcken durch und rufen Verstärkung. Nachdem wir den blutigen Aufstand niedergeschlagen haben, fällt der Strom aus und der Prolog endet.

Alltag im Gefängnis - zumindest vermittelt uns das die Simulation. Alltag im Gefängnis - zumindest vermittelt uns das die Simulation.

Für wen ist Prison Simulator interessant?

Die Alltags-Simulation ist für Spieler interessant, die ein wenig abschalten wollen und Spaß daran haben, für Ordnung zu sorgen. Wer Prison Architect gerne gespielt hat und selbst einmal in die Rolle eines Wärters schlüpfen wollte, kann das in Prison Simulator nun nachholen.

Erwartet keine Hochglanzsimulation, die den Alltag im Gefängnis orginalgetreu nachstellt. Durch die zahlreichen Minispiele und Aufgaben gibt es für euch immer etwas zu tun. Abgerundet wird das ganze durch die verschiedenen Gangs und Bedürfnisse der Häftlinge. Ihr werdet es nicht allen recht machen können, wodurch ihr immer Gefahr lauft, angegriffen zu werden. Wenn ihr gerne für Recht und Ordnung sorgt, solltet ihr euch den Prolog von Prison Simulator auf Steam einmal genauer ansehen.

Falls euch das Leben als Wärter nicht zusagt und ihr lieber an Autos schraubt, empfehlen wir euch den Car Mechanic Simulator 2021:

Car Mechanic Simulator 2021 sollte jeder Simulationsfan auf dem Schirm haben   62     3

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Was gefällt uns, was bleibt unklar?

Prison Simulator überzeugt durch sein unverbrauchtes Setting. Die Idee, als Wärter in einem Gefängnis zu arbeiten ist durchaus spannend und am heimischen Computer auch nicht sonderlich gefährlich. Die nötige Abwechslung kommt durch die verschiedenen Aktivitäten ins Spiel.

Die Erstellung von eigenen Häftlingen und Gangs gefiel uns beim ersten Anspielen gut: In Prison Simulator können wir das Aussehen und die Namen der zukünftigen Häftlinge frei gestalten. Zusätzlich gibt es einen integrierten Steam-Workshop, der auch die Kreation von eigenen Skins ermöglicht. Neben Kermit dem Frosch gibt es im Workshop auch ein komplettes Set der Simpsons.

Gang-Editor Gang-Editor
Gefangenen-Editor Gefangenen-Editor

Stimme, Gesicht und Körperbau: Der Gefangen-Editor ist sehr umfangreich.

Stärken von Prison Simulator

  • Umfangreicher Gefangenen-Editor mit integriertem Steam-Workshop
  • Verschiedene Aktivitäten zur Verbesserung des Charakters
  • Viele Routineaufgaben, die sehr umfangreich sind
  • Teilweise sehr humorvolle Dialoge
  • Abwechslungsreiche Mini-Games wie Darts oder Schlösser knacken
  • Das Respekt- und Sympathiesystem bietet viel Entscheidungsfreiraum und Abwechslung

Diese Fragen bleiben offen

  • Welche weiteren Aktivitäten wird es geben? Der Besuchsraum ist im Prolog beispielsweise nicht verfügbar
  • Wie sieht die Langzeitmotivation aus?
  • Wird es weitere Gefägnisse geben?
  • Wird es Mod-Support geben?
  • Wird es mehr als 16 Insassen geben?
  • Werden Dialoge einen stärken Einfluss auf den Verlauf haben?
  • Wird gut und umfangreich wird die Story?

Steht ihr auf solche abgedrehten Konzepte? Oder findet ihr's absurd? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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