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Seite 2: Prototype im Test - Viel Blut, zu wenig Spiel

Mordwerkzeug im Ärmel

In Zwischensequenzen wird die Handlung erzählt. In Zwischensequenzen wird die Handlung erzählt.

Neben seinem übernatürlichen Bewegungsrepertoire besitzt Alex noch weitere außergewöhnliche Eigenschaften, die ihn zu einer perfekten Waffe auf zwei Beinen, aber auch zum Staatsfeind Nummer eins machen. Im Verlauf der durchaus spannenden, aber wirr erzählten Handlung schalten Sie nach und nach neue Tötungswerkzeuge frei. Mit denen treten Sie dann den Soldaten und Infizierten entgegen. Nicht selten laufen Ihnen in der Hektik aber auch fliehende Zivilisten in die Klingen und solche Szenen enden meist mit üppigen Blutlachen und großräumig verteilten Gliedmaßen. Das ist auch der Grund, warum Prototype in Deutschland vorerst nicht erscheint, während der Titel im restlichen Europa seit dem 12.Juni in den Läden steht.

Doch zurück zu den Klingen: Statt sich mit Bleispritzen abzugeben, verwandelt Alex seine Hände und Arme in die gerade benötigte Waffe. So schnippeln Sie Gegner mit riesigen Klauen klein, zerbeulen Panzern mit der Hammerfaust das Chassis oder ziehen bösen Mutanten mit einer gewaltigen Schneide einen Scheitel. Bei weit entfernten Gegnern packen Sie einfach den Peitschenarm aus und ziehen die Fieslinge zu sich heran. Zu Defensivzwecken nutzen Sie einen Schutzschild und eine Rüstung. Letztere verwandelt den Protagonisten in eine Mischung aus der Comicfigur Spawn und Jackie Estacado, dem Hauptdarsteller des Konsolenspiels The Darkness.

Ein weiterer wichtiger Verbündeter im Kampf ist Alex’ Begabung zum Formwandeln. Auf Knopfdruck schnappt sich Mercer ein Opfer und verinnerlicht es im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser, von einem gut animierten, aber schlecht aufgelösten Spezialeffekt begleitete Vorgang hat mehrere Vorteile: So bekommt Alex nicht nur Lebensenergie, neue Fähigkeiten und Erfahrungspunkte, sondern kann sich auch jederzeit in sein letztes Opfer verwandeln. Das ist besonders nützlich, wenn es gilt, sich in eine Militärbasis einzuschleichen oder seinen Häschern zu entkommen.

Weniger schön: Die oft unglaubwürdigen Reaktionen der Gegner kommen Ihnen zu sehr entgegen. Selbst wenn Sie von einem Hochhaus springen und direkt vor den Füßen Ihrer Feinde landen, verziehen die Soldaten keine Augenbraue, solange Sie als einer der ihren getarnt sind.

Wie GTA

Prototype funktioniert wie die meisten Open World-Spiele. Das bedeutet, Sie bauen im Verlauf der Handlung ein Netzwerk (im Falle von Prototype ein sehr kleines Netzwerk) aus Kontakten auf, die Sie mit Missionen versorgen. In den 31 Aufträgen der Haupthandlung, die Sie rund zwölf Stunden beschäftigen, kämpft Alex gegen Riesenmutanten, schlachtet sich durch die halbe US-Army oder infiltriert Militärbasen, um sich dort die Talente spezieller Offiziere (Piloten, Panzerfahrer) einzuverleiben. Für etwas, wenn auch nicht viel Abwechslung sorgen Aufträge in denen Sie mit einem Hubschrauber versprengte Soldaten evakuiert oder einen Hunter-Mutanten verfolgen.

Neben den Missionen gibt es noch die so genannten Events. Hier gilt es, innerhalb eines Zeitlimits von einem Checkpoint zum nächsten zu hechten, eine bestimmte Anzahl von Gegnern zu töten oder wichtige Personen zu konsumieren, um an neue Informationen zu gelangen. Denn wenn Alex seine Gegner verschlingt, erbt er auch einige ihrer Erinnerungen. Diese werden in kurzen Zwischensequenzen eingeblendet, streuen kleine Storyhappen bei und können später über ein netzähnliches Menü erneut abgerufen werden.

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