Der Release des Koop-Shooters Helldivers 2 markierte einen Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Sony und Steam: Erstmals ist ein PlayStation-First-Party-Spiel gleichzeitig auch für den PC erschienen. Mit Erfolg: Helldivers 2 thront auf Platz 1 der Steam-Besteller und konnte auch in unserem Test überzeugen.
Dieser Erfolg könnte Folgen haben - und zwar positive für PC-Spieler. Der baldige Interims-Präsident von Sony Interactive Entertainment, Hiroki Totoki, hat sich gegenüber Bloomberg Japan zur künftigen Release-Strategie neuer First-Party-Spiele geäußert.
Mehr Wachstum durch gleichzeitige PC-Releases?
Exklusivität als Kaufargument für die PlayStation - an dieser Grundregel wurde bei Sony viele Jahre lang nicht gerüttelt. Klar, wenn ein neues The Last of Us, God of War oder Horizon erscheint, wollte der PlayStation-Konzern möglichst viele Konsolen verkaufen und die User an die Plattform binden.
Laut Hiroki Totoki sei diese Strategie aber eventuell nicht mehr zukunftsfähig. Sony habe in der Vergangenheit demnach nicht das Optimum bei Wachstum und Margen erzielt:
Es ist vier Monate her, dass ich Vorsitzender von SIE [Sony Interactive Entertainment] geworden bin. Ein großes Problem von SIE, das ich festgestellt habe, ist, dass [das Unternehmen] nicht unbedingt ein tiefes Verständnis dafür hat, wie dessen Arbeit zu Wachstum, zur Erzielung nachhaltiger Gewinne und zu höheren Margen für die Einheit als Ganzes führt.
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Eines der größten Playstation-Spiele zeigt, wie viel bei der Entwicklung furchtbar schief gehen kann
Dieser Aussage lässt Totoki noch weitere Worte folgen, die darauf schließen lassen, dass in Zukunft PlayStation-Spiele öfters gleichzeitig auch für den PC erscheinen:
In der Vergangenheit wollten wir die Konsole populär machen, und der Hauptzweck der First-Party-Titel bestand darin, die PlayStation-Konsole populär zu machen, das stimmt. Aber es gibt eine Synergie. Wenn man also starke First-Party-Inhalte hat, und zwar nicht nur für unsere Konsole, sondern auch für andere Plattformen wie den Computer, dann kann First-Party mit Multiplattform-Titeln wachsen, und das kann dazu beitragen, den Betriebsgewinn zu verbessern. Das ist also ein weiterer Punkt, an dem wir proaktiv arbeiten wollen.
Ich persönlich glaube, dass es Möglichkeiten gibt, die Margen zu verbessern, und deshalb möchte ich unsere Margenleistung aggressiv verbessern.
Auf dem PC dürfte nicht nur Steam von Sonys vermutetem Sinneswandel profitieren. Auch im Epic Store sind in der Vergangenheit Portierungen von Horizon: Zero Dawn oder The Last of Us: Part I erschienen. Gut möglich, dass beide Vertriebsplattformen auf dem PC von Sony für gleichzeitige Releases mit ins Boot geholt werden. Bestätigt ist derzeit aber ohnehin noch nichts davon offiziell.
Sony ist bekannt für mutige Entscheidungen. Vor fast 30 Jahren hat der Konzern sogar mit nur einer einzigen Zahl die Welt der Videospiele für immer verändert. Außerdem sorgt eine Streaming-Entscheidung derzeit in den USA für Aufruhr. Ach ja, und eine Art PSP-Nachfolger soll in Arbeit sein. Klingt alles spannend? Könnt ihr alles oben lesen! Wir haben euch die Artikel verlinkt.
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