Performance Gaming und Alltag
Mit dem Snapdragon 845 und bis zu 2,8 Gigahertz Takt sowie dem großzügig bemessenem Arbeitsspeicher ist das Razer Phone 2 jeder Situation im Smartphone-Alltag gewachsen. Auch wenn der Alltag ausschließlich aus Zocken besteht.
Fortnite, PUBG und andere die Hardware fordernden Spiele laufen butterweich und dank des hochauflösenden Displays auch gestochen scharf. Selbst wenn zahlreiche Apps im Hintergrund auf ihre Nutzung warten sind diese doch immer schnell wieder reaktiviert. Nicht nur viel RAM, sondern auch schneller Festspeicher sorgen dann auch beim Aufruf neuer Apps für eine hohe Startgeschwindigkeit.
Im 3DMark (Slingshot Extreme OpenGL 3.1) erreicht das Razer Phone 2 einen sehr guten Wert von 3.636 Punkten und muss sich nur wenigen anderen Mobiltelefonen geschlagen geben.
Der auf Anwendungen optimierte Work 2.0 Benchmark des PCMark attestiert dem Razer 8.770 Punkte, ebenfalls ein sehr guter Wert. Bei Antutu reichen die erzielten 234.336 Punkte allerdings nicht für einen Platz in der Top10, dort führt das Asus ROG mit 299.706 Punkten.
Unter dem Namen Razer Cortex ist allerdings eine Software vorinstalliert, mit der einzelnen Spielen oder auch dem ganzen System zu mehr Leistung (zu Lasten der Akkulaufzeit) verholfen werden kann. Wir haben alle bisherigen Benchmarks und Laufzeittest im voreingestellten Modus »Benutzerdefiniert« vorgenommen. Aktivieren wir das Profil »Leistung«, steigen die Benchmark-Ergebnisse des Razer Phone 2 tatsächlich spürbar an.
So erreicht Antutu jetzt einen Gesamtwert von 284.540, was dann doch noch zu einem Platz in der Top10 aller bisher mit Antutu getesteten Smartphones reicht. Auch die Arbeits-Performance lässt sich steigern: PCMark Work 2.0 erreicht nun 9.090 Punkte und damit etwa 300 Punkte mehr als ohne Turbo.
Beim realen Spielen macht der Boost weniger Unterschied: Immerhin laufen alle getesteten Spiele auch ohne Razer Cortex angenehm flüssig. Da der Performanceboost auf die Akkulaufzeit drückt, würden wir ihn tatsächlich nur für einzelne Titel aktivieren, anstatt das ganze Smartphone durchgehend im Boost zu lassen. Von gut drei Stunden Fortnite ohne Cortex bleiben mit Cortex-Nachbrenner aber nur noch 2:23 Stunden Laufzeit übrig.
Dualkamera und Self-Streaming
Auf der Rückseite findet sich eine Dualkameralösung mit 12 Megapixel Auflösung inklusive Phase Detection Autofocus. Dieser nutzt die beiden Kameras und sorgt für flottes, aber nicht immer sehr zuverlässiges Scharfstellen auf den Bildvordergrund.
Dank einer Blende von 1,75 gelingen auch Fotos in schummrigen Umgebungen besser als beim Vorgängermodell, von der Bildqualität eines aktuellen iPhone oder eines neueren Galaxy-Smartphones ist Razer aber weiterhin noch etwas entfernt.
Wir hatten zudem mit einem Bug in der Kamerasoftware zu kämpfen, der für rosa Bildrauschen auf nächtlichen Fotos sorgte.
Videos sind mit 4K-Auflösung (3.840x2.160 Pixel) möglich, allerdings nur mit 30 fps, während die Konkurrenz von Asus beispielsweise auf 60 Hz beschleunigt. Die Videoqualität ist gut und auch der Bildstabilisator arbeitet zuverlässig.
Für Selfies steht zudem eine Frontkamera mit ebenfalls 12 Megapixel zur Verfügung. Bilder dieser Kamera fallen zwar etwas schwächer aus als die der rückseitigen Lösung, für Selbstaufnahmen reicht die Qualität aber problemlos. Es sei denn, es ist zu dunkel: Die Frontkamera kann nur auf eine 2.6er-Blende zurückgreifen und verlangt daher nach mehr Licht für angemessene Ergebnisse.
Allerdings eignet sich die Frontkamera dank Full HD-Auflösung mit bis zu 60 fps auch zum Selfie-Streamen auf Twich&Co. - ein für Razer laut eigenen Aussagen sehr wichtiger Aspekt beim Phone 2.

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