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Ausgerechnet der Reacher-Autor war gegen einen dritten Film mit Tom Cruise

Neben der Fehlbesetzung von Reacher gab es noch einen viel wichtigeren Grund, warum Lee Child damals ein Veto gegen eine Fortsetzung einlegte.

Reacher gab es vor vielen Jahren bereits auf der Leinwand (links: Alan Ritchson; rechts: Tom Cruise). Bildquelle: Paramount PicturesAmazon MGM Studios Reacher gab es vor vielen Jahren bereits auf der Leinwand (links: Alan Ritchson; rechts: Tom Cruise). Bildquelle: Paramount Pictures/Amazon MGM Studios

Acht Jahre, nachdem Lee Child seinen ersten Reacher-Roman 1997 in die Buchhandlungen gebracht hatte, schloss er einen Deal für die Filmrechte der Reihe mit Paramount Pictures ab. 

Doch die Jahre strichen ins Land und erst 2012 erschien der erste Film mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Nach Jack Reacher 2 war dann aber wieder Schluss mit den Kino-Adaptionen, weil Child eine weitere Fortsetzung ablehnte. Doch daran ist nicht nur die Unbeliebtheit von Cruise als Reacher schuld.

Der Reacher-Autor legte sein Veto ein

Für viele Fans war Tom Cruise mit seinen 1,70 m ziemlich weit von einem perfekten Reacher entfernt. Immerhin wurde der Ex-Militärpolizist in den Büchern immer als 1,95 m großer und extrem muskulöser Riese beschrieben.

Während der erste Teil noch einigermaßen gut bei den Zuschauern ankam, zeichnete sich bei der Fortsetzung bereits ein herannahender Abwärtstrend ab. Zum Glück ließ sich Lee Child in den Verhandlungen mit Paramount ein Veto in den Vertrag schreiben, das es dem Autor ermöglichte, nach dem zweiten Film zu entscheiden, ob es weitergeht oder nicht (via Collider). 

Video starten 1:59 Reacher ist zurück - In Staffel 4 vermöbelt Alan Ritchson wieder am laufenden Band Verbrecher und legt sich sogar mit der CIA an

Von dem machte der 71-Jährige dann auch schnell Gebrauch und das nicht nur, weil Fans mit Cruise als Reacher nicht glücklich waren, sondern weil sich die TV-Landschaft verändert hatte. Child bemerkte, dass seine Action-Reihe viel besser in die Serien-Sparte passen würde:

Bis 2017 hatte sich die Lage natürlich völlig verändert. Das Binge-Watching war erfunden worden. Breitband war viel weiter verbreitet. Es war mittlerweile gang und gäbe. Im Jahr 2005 war das noch nicht der Fall. Es war noch nicht erfunden worden, und ich glaube, heute würde niemand mehr aus zwei Gründen einen Kinofilm dem Streaming von Fernsehserien vorziehen. 

Erstens die Laufzeit – das ist ein fantastischer Luxus. Das ist es wirklich. Acht Stunden, zehn Stunden, zwölf Stunden – ganz wie man will. Man kann die ganze Geschichte erzählen, mit all ihren Höhen und Tiefen, all den ruhigen Momenten und all den lustigen Stellen. Man muss nicht alles in 90 Minuten Inhalt zusammenpressen.

Damit hat Child wohl recht, denn siehe da: 2022 veröffentlichte Amazon die erste Staffel der Reacher-Serie und die ging gleich einmal komplett durch die Decke. Mittlerweile ist die Show ein fester Bestandteil des Streaming-Programms von Prime Video und hat sogar schon ein Spin-off hervorgebracht.

Zusätzlich sind Fans vom neuen Ex-Militärpolizist ganz hin und weg. Mit seinen 1,91 m und seinem stählernen Körperbau kommt der 43-jährige Alan Ritchson dem Buch-Reacher und den Vorstellungen der Leser und Leserinnen verdammt nahe.

Amazon möchte übrigens auch in Zukunft an Reacher festhalten und hat nicht nur Staffel 5 und 6 der Hauptserie bestätigt. Sondern gleich auch noch für die kleine Show-Tochter Neagley eine zweite Season bestellt. Demnach werden Fans auch in den nächsten Jahren noch mit weiteren Geschichten aus dem Universum versorgt. Mehr zum Thema und zu Alan Ritchson könnt ihr in der obigen Linkbox nachlesen.


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