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Seite 2: Remothered: Tormented Fathers im Test - Vater, Mutter, Horror

Ruhe bewahren

Erwischt uns Felton, können wir uns mit einem Quicktime-Event (Mausbuttons hämmern) entfleuchen. Besser ist es aber, sich ein Versteck zu suchen und ruhig zu bleiben. Unser Verfolger spürt uns zwar auch in Schränken oder unter Sitzmöbeln auf, wir können aber durch eine kleine Geschicklichkeitseinlage (Mauszeiger in einem Kreis halten) mucksmäuschenstill sein. Weder das Entkommen noch das Verstecken sind sonderlich anspruchsvoll, die Möglichkeiten verhindern aber allzu großen Frust.

Obwohl wir das System schnell durchschauen, kehrt keine Routine ein. Durch den intensiven Soundtrack, der uns mal mit nostalgischen Stücken in Sicherheit wiegt, mal beunruhigende Horror-Klänge einspielt, bleiben wir durchweg angespannt. Die permanente Gefahrensituation tut ihr übriges. Remothered vermittelt auch ohne fiese Monster gut, dass hinter jeder Ecke etwas lauern könnte. Die wenigen Jumpscares wie Motten, die uns plötzlich ins Gesicht flattern, werden dafür effektvoll eingesetzt.

Die giftigen Motten müssen wir mit einem Quicktime-Event verscheuchen, sonst ist es schnell vorbei mit uns. Die giftigen Motten müssen wir mit einem Quicktime-Event verscheuchen, sonst ist es schnell vorbei mit uns.

Lange laufen und schnell reagieren

Ein weiteres wichtiges Spielelement sind die Rätsel. Die kleinen Denkaufgaben sind nie kompliziert, sorgen aber dafür, dass wir immer wieder das Haus durchqueren müssen und damit auch Begegnungen mit Felton riskieren. Einmal müssen wir zum Beispiel einen Schlüssel unter einem Kellergitter hervorholen. Das sitzt aber viel zu fest. Also binden wir es mithilfe eines Drahtseiles an den Lastenaufzug, aktivieren den im ersten Stock, weil das (aus unerfindlichen Gründen) nur dort möglich ist und lassen ihn für uns das schwere Teil wegziehen, um an den Schlüssel zu kommen.

Dafür müssen wir aber natürlich wieder zurück in den Keller. Anfangs kommt bei den langen Laufwegen noch Nervenkitzel auf, im weiteren Spielverlauf werden sie aber immer lästiger. Wenn wir für ein Rätsel drei oder viermal die gleiche Strecke hin und herlaufen müssen, wirkt das einfach aufgesetzt.

Die Rätsel fügen sich zwar sinnvoll in die Handlung ein, fühlen sich aber nicht alle logisch an. Die Rätsel fügen sich zwar sinnvoll in die Handlung ein, fühlen sich aber nicht alle logisch an.

Auch die Puzzles selbst sind nicht immer ganz plausibel. Einmal wollen wir einen Gegenstand auf einem hohen Regal erreichen. Daneben steht ein Stuhl, den wir aber nicht benutzen können. Man lässt uns nur das Regal direkt anwählen. Eine kurze Sequenz beginnt, bei der unsere Figur sich auf die Zehenspitzen streckt und an ein Regal weiter unten stößt, das prompt herunterkracht und einen riesigen Radau veranstaltet. Der lockt natürlich unseren Verfolger an. Wir haben geahnt, dass so etwas passiert, dürfen den Stuhl aber erst beim zweiten Versuch verwenden - eine unnötige Einschränkung.

Mit den Quicktime-Events verhält es sich ähnlich. Beim Feindkontakt fühlen sie sich sinnvoll und gut machbar an, manche Sequenzen setzen aber vollständig auf solche Reaktionstests. Oft bleibt viel zu wenig Zeit, sodass schnell Frust aufkommt. Gerade in Verfolger-Szenen im späteren Spielverlauf wird es zudem gerne mal unübersichtlich. Wir wussten im Test oft nicht, wo wir hin mussten und was wir eigentlich tun sollten - Pech gehabt!

Eine fast perfekte Horrorformel

Insgesamt fehlt es Remothered an spielerischer Abwechslung. Es kommen zwar neben dem Hausherrn neue Gegner wie eine unheimliche Nonne hinzu, aber die sind mit den immer gleichen Methoden (Schleichen, Verstecken) schnell überlistet. So wirkt der Horrortitel stellenweise etwas repetitiv und langatmig, zeigt aber während seiner rund fünf Stunden Spielzeit auch großes Potenzial.

In seinen stärksten Momenten ist Remothered fantastisch und entfaltet genau die Faszination, die wir an alten Resident Evils und dem neuen Teil so geliebt haben. Wir sind gespannt, was die Entwickler in der Fortsetzung daraus machen. Remothered stellt nämlich nur den ersten Teil einer Trilogie dar.

Remothered: Tormented Fathers - Gameplay-Trailer zum Early-Access-Release 1:16 Remothered: Tormented Fathers - Gameplay-Trailer zum Early-Access-Release

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