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Seite 2: Resident Evil: Operation Raccoon City im Test - Das ist kein Resident Evil!

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Macken im Design

Ein Licker hat uns in der Mangel. Jetzt heißt es Tasten hämmern. Ein Licker hat uns in der Mangel. Jetzt heißt es Tasten hämmern.

Dabei nerven immer wieder unnötige Design-Patzer. Das an Mass Effecterinnernde Deckungssystem etwa funktioniert zwar ganz gut. Aber warum können wir zum Beispiel nicht über Objekte springen, um schneller voranzukommen? Stattdessen müssen wir selbst um kleinste Hindernisse mühsam herum latschen.

Zudem fragen wir uns, warum bei Bossmonstern (die allesamt enorm langweilig ausfallen) nicht genau angezeigt wird, wie viel Energie das Vieh noch hat. Eine simple Gesundheitsleiste hätte da Wunder gewirkt. Ebenfalls störend sind die gelegentlich eingestreuten Quicktime-Events, die wegen der teils unfairen Zeitlimits kaum beim ersten Mal zu schaffen sind -- das hat schon im über sieben Jahre alten Resident Evil 4für Zähneknirschen gesorgt.

Video starten 7:43 Resident Evil: ORC - Test-Video für Konsole

Überhaupt sollten Genre-Einsteiger einen Bogen um das Spiel machen; selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad zieht der Anspruch bereits früh in der (nur fünf Stunden umfassenden) Kampagne stark an.

Praktisch: Wenn wir feindliche Soldaten verletzen, fallen nahestehende Zombies über sie her. Praktisch: Wenn wir feindliche Soldaten verletzen, fallen nahestehende Zombies über sie her.

Schwache Technik, gute PC-Portierung

Sowohl die Charaktere als auch die Umgebungen strotzen nicht gerade vor Details. Sowohl die Charaktere als auch die Umgebungen strotzen nicht gerade vor Details.

Jubelstürme bleiben auch bei der Technik des Titels aus. Operation Raccoon City sieht nämlich bestenfalls durchschnittlich aus. Zwar machen einige Umgebungen durchaus etwas her, etwa der in Nebel getauchte Stadtpark.

Im großen Rest des Spiels schießen wir uns aber laufend durch ewig gleich aussehende Krankenhäuser, öffentliche Einrichtungen und Forschungskomplexe. Matschige Texturen, abgehackte Animationen und ein grundsätzlicher Mangel an Details stören dabei ebenso wie die polygonarmen Helden- und Monstermodelle. Immerhin sorgen schicke Feuereffekte für eine atmosphärische Lichtstimmung.

Der Sound macht da schon eine bessere Figur. Die Waffengeräusche klingen knackig, die Schreie der Zombies gehen durch Mark und Bein, und die Musikuntermalung ist zwar unauffällig, aber passend. Die emotionslose Sprachausgabe will dagegen so gar nicht ins Bild passen und drückt die Atmosphäre entsprechend.

Gut gelungen ist dafür die PC-Portierung. Wir dürfen die Maus- und Tastatursteuerung frei konfigurieren, und das Zielen geht gut von der Hand. Lediglich das Wechseln von Waffen und Granaten ist etwas fummelig geraten, da die Entwickler vergessen haben, dem Digitalkreuz des Konsolen-Gamepads ein sinnvolles PC-Pendant zu verpassen.

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