Wenn ihr in einem Horrorfilm gefangen wärt, welcher Charaktertyp wärt ihr?
A. Die Person, die sich ängstlich in den Schatten versteckt und dem Monster am liebsten aus dem Weg geht?
B. Die Person, die zufälligerweise ein ganzes Arsenal von Waffen und Explosionskrams in der Hosentasche dabei hat, und der Gefahr ins Gesicht lacht?
Tja, ganz egal, wie eure Antwort ausfällt: In Resident Evil Requiem seid ihr beides. Der neunte Hauptteil der Zombie-Serie führt die FBI-Agentin Grace Ashcroft als neuen Charakter ein und bringt gleichzeitig Fan-Liebling Leon S. Kennedy zurück. Die Abschnitte mit Grace sollen sich mehr nach einer Horror-Erfahrung wie in den Teilen 2 und 7 anfühlen, während Leon die explosive Action aus Teil 4 und 6 mitbringt.
Aber harmoniert das überhaupt? Können zwei so fundamental unterschiedliche Spielstile nebeneinander existieren? Wenn sich knallharte Baller-Action mit Leon und haarsträubender Survival-Horror mit Grace die Waage halten – was machen dann die Resi-Fans, die nur eins von beidem mögen?
Ich habe über einen Monat vor Release bereits drei Stunden lang mit Resident Evil 9 verbracht, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Trotz meiner anfänglichen Skepsis, schafft es Requiem, mich in kürzester Zeit vom Hocker zu reißen. Aber eine Sorge bleibt nach wie vor.
9:20
Resident Evil 9: Für wen ist dieses Spiel eigentlich?
Leon kehrt mit einem Knall zurück
Die größte Ankündigung zum kommenden Resi-Teil und das wohl am schlechtesten gehütete Gaming-Geheimnis 2025 war mit Abstand die Rückkehr von »LEEEEOOOOON!« – und dafür zieht der Action-Held auch alle Register. Während ich auf dem Anspielevent mit steifem Nacken und eingeklemmten Nerv sitze, weil das Hotelkissen etwas zu dick für Madam war, bewegt sich Leon, als hätte ihm nie jemand gesagt, dass er bereits in seinen 50ern ist.
Statt über knacksende Knie und schmerzende Hüfte zu klagen, dreht der DSO-Agent Roundhouse-Kick-Pirouetten, pariert Angriffe mit seiner Axt und schwingt fröhlich eine Kettensäge durch Zombie-Horden.
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