Doch diese vermeintliche Rettung dürfte nur von kurzer Dauer sein. Wer den Herrn der Ringe gelesen oder geschaut hat, weiß: Für Khazad-dûm gibt es keine Rettung. Und wir bezweifeln, dass sich Morgoths einstiger Diener eine ganze Staffel lang von ein paar herabgestürzten Felsbrocken aufhalten lässt. Kurzum: Staffel 3 wird uns wohl endlich zeigen, wie der Balrog das Zwergenreich ins Verderben schickt.
Ein legendärer Elb muss spätestens jetzt erscheinen
Unter Hardcore-Fans wie dem Verfasser dieser Zeilen gibt es kaum einen größeren Wunsch für Staffel 3 wie diesen: Glorfindel soll endlich auftauchen!
Glor-wer?
fragt ihr euch? Na, Glorfindel, der mächtige Elb, der im Ersten Zeitalter bei der Verteidigung von Gondolin im Kampf gegen einen Balrog starb. Doch sein Geist kehrte in die Hallen von Mandos zurück und dort entschieden die Valar, dass Glorfindel wiedergeboren wird.
Als dies geschehen ist, wird der einstige Herr des Hauses der Goldenen Blume nach Mittelerde geschickt. Und wisst ihr, wann genau? Nachdem Sauron Eregion zu Fall gebracht hat, also exakt nach dem Ende von Staffel 2 der Amazon-Serie. Sein Auftritt in Staffel 3 ist also eigentlich Pflicht.
Was alle nicht wissen, die nur die Filme gesehen haben: Glorfindel ist auch im Herrn der Ringe enorm wichtig. So ist es nicht Arwen, sondern Glorfindel, der den verletzten Frodo sicher nach Bruchtal geleitet. Außerdem nahm er auch am Rat von Elrond teil, um über das Schicksal des Einen Rings zu entscheiden.
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Elendil kehrt Numénor den Rücken, das Reich geht unter
Auch Numénor steht in Staffel 3 eine schwere Zeit bevor. In Tolkiens Buchvorlage war es Sauron, der sich absichtlich auf das Inselreich verschleppen ließ und dessen Herrscher Ar-Pharazôn einflüsterte, gegen die Valar aufzubegehren.
In Die Ringe der Macht ist Ar-Pharazôn aber auch ohne Saurons Einfluss ein ziemlich fanatischer Zeitgenosse, weshalb jetzt eigentlich alles für eine Katastrophe biblischen Ausmaßes angerichtet ist. In Staffel 3 wird das Reich Numénor vermutlich vom erzürnten Ilúvatar, dem Schöpfer höchstselbst, im Meer versenkt, nachdem Ar-Pharazôn seine Invasionspläne gegen Valinor in die Tat umsetzt.
Und Elendil? Der geht nicht baden, sondern bekommt für seine Treue den Valar gegenüber die Möglichkeit, nach Mittelerde überzusiedeln. Dort gründet er dann gemeinsam mit seinen Söhnen die Reiche Arnor und Gondor. Auch dieser epische Moment könnte womöglich im Staffelfinale erfolgen.
Gandalf gerät mit einem der blauen Zauberer aneinander
Inzwischen wissen wir, dass der Fremde Gandalf ist. Eine Enthüllung, die sich unserer Meinung nach einen Platz in den Top 10 der vorhersehbarsten Reveals der Seriengeschichte verdient hat. Aber sei es drum, Gandalf ist da und hat seinen Stab. Was jetzt?
In Staffel 3 gibt es nach wie vor das Problem mit dem anderen Istar. Der fremde Zauberer hat ein großes Interesse an Gandalf und es ist noch immer nicht wirklich klar, ob es sich um einen Feind oder Verbündeten Saurons handelt. Dieser Frage dürfte auch unser grauer Zauberer nachgehen, ehe er den östlichen Landen Mittelerdes den Rücken kehren kann.
Übrigens: Der fremde Zauberer ist nicht Saruman. Offenbar verzichten die Drehbuchautoren diesmal darauf, nach Gandalf direkt den nächsten allzu offensichtlichen Reveal zu planen. Stattdessen bezeichneten sie die Möglichkeit, dass es sich um Saruman handelt, in einem Interview als unmöglich
.
Wir rechnen daher nun mehr denn je damit, dass es sich bei dem Unbekannten um einen der blauen Istar handelt, namentlich Pallando oder Allatar.
Die Halblinge ziehen gen Westen
Nori und Poppy sind im Laufe von Staffel 2 auf ein anderes Volk an Halblingen gestoßen, die sich in vielen Punkten fundamental von ihrer eigenen Lebensweise unterscheiden - Stichwort Smials
, also die höhlenartigen Häuser des kleinen Volks.
Die Implikation für Staffel 3 ist hier eindeutig: Wir erleben mit, wie sich die unterschiedlichen Halblings-Stämme zusammenschließen und gen Westen wandern, nach Eriador, wo sie schließlich einst als die Hobbits sesshaft werden.
Natürlich wird diese Wanderung kein Zuckerschlecken und es ist gut möglich, dass die Reise der Halblinge in Staffel 3 noch gar kein Ende nehmen wird. Auf ihrem Weg ins spätere Auenland müssen sie schließlich halb Mittelerde durchwandern. Es ist ziemlich sicher, dass sie noch in mehrere heikle Situationen geraten werden.
Soweit unsere Einschätzung zu Staffel 3 von Die Ringe der Macht. Ihr seht: Es gibt noch viele Handlungsstränge, die bislang noch nicht auserzählt oder noch gar nicht angetastet wurden. Daher sollten Fans hoffen, dass Amazon tatsächlich bei ihrem Fünf-Staffeln-Plan bleibt. Andernfalls sehen wir die Gefahr, dass die Autoren zu viel Inhalt in zu wenige Folgen pressen müssen.
Aber hey, nach dem in unseren Augen sehr gelungenen Finale von Staffel 2 bleiben wir jetzt erst einmal optimistisch!
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