Am 29. August 2024 ist Staffel 2 von Die Ringe der Macht auf Amazon Prime gestartet. Seitdem sorgt die Tolkien-Serie wieder für reichlich Gesprächsstoff. Viele erkennen in der neuen Staffel eine klare Verbesserung zur vorherigen Season, andere stören sich hingegen wieder an vielen größeren und kleineren Brüchen mit der etablierten Lore. Und nein, die Ork-Babys gehören nicht dazu.
Auch um Isildurs Abenteuer in Staffel 2 wird viel gesprochen. Aber nicht etwa, weil mutmaßlich endlich Aragorns Stammbaum vervollständigt wird, sondern wegen einer besonders monströsen Begegnung, die ein Easter Egg zu Peter Jacksons Filmtrilogie zeigt.
Spoiler-Warnung: Ihr kennt das Spiel! Wenn ihr weiterlest, bekommt ihr einige wichtige Geschehnisse aus Staffel 2 von Ringe der Macht verraten. Fahrt also bitte nur fort, wenn ihr die ersten drei Folgen bereits gesehen habt oder euch Spoiler so egal sind wie Gandalf eine Haarbürste.
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Ringe der Macht: Der offizielle Story-Recap bringt euch pünktlich zum Start von Staffel 2 auf den neuesten Stand
Kankra - bist du's?
So, ihr habt bis hierhin gescrollt, also reden wir nicht weiter um den heißen Brei herum: In Staffel 2 trifft Isildur auf die Spinne Kankra. Ja, genau, die Kankra, die den Ringträger Frodo in Die Rückkehr des Königs später böse piekst und anschließend von Samweis Gamdschie vermöbelt wird.
Ist das wirklich Kankra?
Die Frage liest man oft im Internet. Kein Wunder: Die Spinne in Ringe der Macht Staffel 2 ist deutlich kleiner als die Kankra, die wir in Peter Jacksons legendärer Filmtrilogie sehen. Aber der Isildur-Darsteller Maxim Baldry hat gegenüber Techradar bestätigt, dass es sich um die einzig wahre Nachfahrin Ungolianths handelt. Und er verrät noch ein weiteres spannendes Detail!
Denn obwohl die Amazon-Serie offiziell nichts mit den Peter-Jackson-Filmen aus dem Hause Warner Bros. zu tun hat, haben sich die Showrunner ein besonderes Easter Egg einfallen lassen.
Mit dem Zweiten Siebten sieht man besser
Als der junge Isildur gegen Kankra kämpft, sticht er ihr mit seinem Schwert in eines ihrer Augen. Aufmerksame Zuschauer stellen fest: Dabei handelt es sich um das selbe Auge, das später in Die Rückkehr des Königs noch immer sichtbar erblindet ist!
Isildur-Darsteller Maxim Baldry erinnert sich im Interview daran, wie er die Szene zum ersten Mal las:
Ich erinnere mich, dass ich das Drehbuch für Episode drei gelesen habe und es hieß: Isildur wacht auf und stellt fest, dass… er in einer Spinnenhöhle ist… und es ist die Heimat von Shelob.
Also habe ich mir natürlich sofort den Kampf mit Sam angesehen [um mich inspirieren zu lassen], und es gibt einige coole Parallelen zwischen dieser Sequenz [im Film] und unserer Serie.
Am Ende steche ich ihr in eines ihrer Augen, was Sam auch tut, aber das Auge, auf dem sie nun blind ist, ist das selbse, auf dem sie im Film auch nicht sehen kann. Ich finde, das ist eine schöne Parallele zwischen unserer Adaption und Peter Jacksons Adaption.
Bei dem Detail handelt es sich also bloß um eine nette Parallele statt um eine offizielle Verknüpfung von Serie und Filmen. Aber Fans, die sich von Ringe der Macht eine Annäherung an die Kinostreifen wünschen, dürften solche kleinen Details dennoch erfreuen.
Die Aufmerksamen unter euch haben es bestimmt gemerkt: Maxim Baldry spricht im obigen Zitat von einigen coolen Parallelen. Gibt es also noch weitere Anspielungen auf die Kankra-Szene in Die Rückkehr des Königs? Ja, gibt es!
Sowohl Isildur als auch Samweis krallen sich an einer Stelle der Auseinandersetzung die Klauen von Kankra, um sie von ihrem Gesicht fernzuhalten. Außerdem benutzt Kankra in Ringe der Macht frappierend ähnliche Angriffs- und Bewegungsmuster.