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Seite 2: Rise & Shine im Test - Mario muss sterben

Ganz schön makaber

Die Anspielungen auf Helden bekannter Videospiele treffen wir kurz nach dem Spielstart nur noch in Form von Leichenbergen an. Im Hintergrund fährt ein Zug mit den blutigen Kadavern eines Pokémon-Trainers, Prinzessin Peach und Toad vorbei. Andere Figuren baumeln leblos aufgeknüpft im Level herum, und auch eine leicht abgewandelte Variante von Nintendos Klempner hat das Massaker nicht überstanden. Weshalb die Typen von Gears of War so einen Hass auf das Mushroom Kingdom haben, wird nie so richtig erklärt.

Zwischendurch soll das deprimierende Schauspiel durch ein paar ausgelutschte Gags aufgelockert werden. Beispielsweise dann, wenn ein paar Gegner laut darüber rätseln, weshalb sie hinter ein paar explosiven Fässern in Deckung gehen oder wenn ein vermeintlicher Superheld namens Megabadass voller Selbstüberschätzung in Sekundenschnelle das Zeitliche segnet.

Rise & Shine - Gameplay-Trailer 1:41 Rise & Shine - Gameplay-Trailer

Egal, ob man tote Prinzessinnen und Flachwitze nun mag oder nicht - die Action macht an dieser Stelle noch Laune. Doch nach einer guten Stunde Spielzeit hört der Spaß abrupt auf. Viel zu schnell finden wir uns im letzten Level des Spiels wieder. Und dieser Ort ist noch viel langweiliger, als sein Name vermuten lässt: NPC Island.

Und Feierabend!

Auf NPC Island gibt's keine Action. Stattdessen schießen wir auf Obst und nur ein paar lahme Gegner, dann folgen drei langweilige Minigames. Wo wir eben noch ganze Armeen ausgelöscht und überdimensional riesige Bossgegner hochgejagt haben, spielen wir jetzt Tontaubenschießen für Achievements. Außerdem werfen wir mit Granaten auf Basketballkörbe und versuchen, mit einer ferngesteuerten Kugel, möglichst lange feindlichen Geschossen auszuweichen. Das ist ungefähr so spaßig wie ein kostenloses Smartphone-Spiel. Überspringen dürfen wir diesen Blödsinn auch nicht.

Es geht erst weiter, wenn wir in allen Minigames eine bestimmte Mindestpunktzahl erreichen. Anschließend folgt noch mal ein Bildschirm voller Gegner, danach kommt der letzte Boss im Spiel, gefolgt von einem haarsträubend dämlichen Abspann, der sich wie ein noch härterer Schlag ins Gesicht anfühlt als die Gesamtspielzeit von gerade mal zwei Stunden. Das Ende kommt dermaßen plötzlich und überraschend, dass der Eindruck entsteht, die Entwickler hätten nach zweieinhalb Levels ganz einfach keine Lust mehr gehabt. Wer Bock darauf hat, darf das Spiel jetzt noch mal im Ironman-Modus angehen oder eine Handvoll Secrets in jedem Level suchen, aber so wirklich motiviert waren wir an dieser Stelle nicht mehr.

Wir müssen ein Geschoss durch diese Bullet-Hell manövrieren, um eine Tür zu öffnen. Wir müssen ein Geschoss durch diese Bullet-Hell manövrieren, um eine Tür zu öffnen.

Super Mega Team rechtfertigt die kurze Spielzeit übrigens damit, dass man lieber ein kurzes Produkt liefern wollte, das dafür »superpolished« ist, also absoluten Feinschliff hat. Schön und gut - das entschuldigt dann aber nicht das komplett sinnfreie Ende, die grottige Gamepad-Steuerung oder die Tatsache, dass das Spiel nach ein paar Starts auf einem Endlos-Ladebildschirm hängenbleibt, der sich nur durch das Löschen aller Spielstände beheben lässt.

So geschehen auf unserem Testrechner sowie auf den Rechnern einiger frustrierter Steam-User, die sich im Forum darüber beschweren. Und so ist Rise & Shine zwar kurz echt unterhaltsam, hat aber durchaus seine Macken, bietet sehr wenig Spiel fürs Geld und kann anderen Sidescrollern in derselben Preisklasse nicht das Wasser reichen.

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