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»Er tötet Charaktere viel besser als ich« - Der Schöpfer des aktuell größten Zombie-Franchises zieht vor George R.R. Martin den Hut

Mit Robert Kirkman verrät der Mann hinter The Walking Dead und Invincible, warum er den Autor von Das Lied von Eis und Feuer so sehr bewundert.

Das Schicksal von Eddard Stark (Sean Bean) von Game of Thrones dürfte jeden Buchleser und Serien-Fan eiskalt erwischt haben. Bildquelle: HBO Das Schicksal von Eddard Stark (Sean Bean) von Game of Thrones dürfte jeden Buchleser und Serien-Fan eiskalt erwischt haben. Bildquelle: HBO

193 Comic-Ausgabe, 11 Serien-Staffeln und sechs Spin-offs - es ist nicht übertrieben, wenn wir The Walking Dead als eines der größten, wenn nicht sogar das größte Zombie-Franchise unserer Zeit bezeichnen. Robert Kirkmans Werk zieht seit mehr als 20 Jahren Millionen von Zuschauern in seinen Bann. Und trotzdem ist er der Meinung, dass andere Autoren mehr draufhaben.

Beispiel gefällig? Bei einem Vortrag einer Weiterbildung im Entertainment-Bereich (via Deadline) brachte Robert Kirkman seine Bewunderung für George R.R. Martin zum Ausdruck. Martin hatte mit Das Lied von Eis und Feuer eine der populärsten Fantasy-Geschichten unserer Zeit geschaffen, die ebenfalls eine immens erfolgreiche Verfilmung vorweisen kann: Game of Thrones.

Warum Robert Kirkman George R.R. Martin so sehr bewundert

Und was Kirkman dabei bewundert, ist George R.R. Martins Talent, liebgewonnene Charaktere so effizient umzubringen, dass ständig die Herzen von Lesern wie Zuschauern gleichermaßen brechen

Der Schöpfer von The Walking Dead gibt zu, dass ihm das selbst häufig nicht so recht gelingen wollte und nennt dafür Beispiele aus seiner eigenen TV-Serie:

Als wir mit The Walking Dead losgelegt haben, war ich der Verrückte im Autorenteam, der immer nur meinte Ich weiß doch auch nicht, lasst uns einfach unsere Hauptfigur umbringen, wen kümmert es. Wir machen einfach etwas Wildes. 

Für eine Weile wollte ich Daryl Dixon umbringen. Ich habe bei jedem Charakter von The Walking Dead irgendwann gesagt Warum bringen wir heute nicht den um?

Gerade Daryl Dixon sollte sich über die gesamte Laufzeit von The Walking Dead zu einem der größten Fanlieblinge entwickeln. Mittlerweile hat Norman Reedus sogar eine eigene Solo-Serie spendiert bekommen, die mit vier Staffeln offiziell beendet wird.

Video starten 2:10 The Walking Dead: Offizieller Trailer zum Spin-off um Daryl Dixon

Laut Robert Kirkman hat George R.R. Martin schlichtweg das bessere Gespür dafür, wann welcher Charakter unter was für Umständen das Zeitliche segnen soll:

Er ist der Meister und ich der Schüler. Er ist viel besser darin, Charaktere umzubringen, als ich.

Zur Wahrheit gehört natürlich ebenso dazu, dass es Martin gelingt, Charaktere nicht nur für den reinen Schockfaktor zu töten. Stattdessen wird darauf lange und sorgsam hingearbeitet, während in der Regel ein bestimmter Handlungs- oder Charakterbogen damit vorangetrieben beziehungsweise beendet wird.

Aktuell ist Robert Kirkman vor allem mit seiner TV-Verfilmung von Invincible beschäftigt. Der Autor von The Walking Dead nutzt dabei die Animationsserie, um seinen ursprünglichen Comic anzupassen und sogar zu verbessern.

Und während alle auf The Winds of Winter und damit den vorletzten Roman von Das Lied von Eis und Feuer warten, liefert HBO fleißig neue Serien im Universum von Game of Thrones nach: Momentan läuft Staffel 3 von House of the Dragon, 2027 geht es mit Season 2 von A Knight of the Seven Kingdoms weiter.


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