Rockstar hat das schier Unmögliche geschafft. Über zwölf Jahre nach Release von GTA 5 hat das Studio eine weitere Einnahmequelle rund um das Gangster-Epos erschlossen: kostenpflichtige Mods.
Wie viele von euch wissen, hatte sich schon Bethesda einst an dem heiklen Thema die Finger verbrannt, als der Creation Club für Fallout 4 und Skyrim das Licht der Welt erblickte. Bei Rockstar und GTA 5 ist die Sachlage aber etwas anders, denn hier geht es nicht um private User, sondern Server-Betreiber.
Eine Kehrtwende um 180 Grad
Im Jahr 2023 hatte Rockstar eine Zusammenarbeit mit dem Team von Cfx.re verkündet, den Schöpfern der populären GTA-Rollenspiel-Server FiveM und RedM (wir berichteten). Drei Jahre später soll diese Partnerschaft nun Früchte tragen, in erster Linie finanzieller Natur.
Unter dem Titel The Official Rockstar Modding UGC Marketplace for RedM & FiveM
steht GTA-Fans ab sofort ein Marktplatz zur Verfügung, auf dem von Moddern erstellte Inhalte für Echtgeld verkauft werden.
Die Auswahl ist bereits riesig und wer tiefer in die Tasche greift, erhält fertigen Code und Skripte, um den eigenen GTA-Server mit neuen Features auszustatten. Die Ersteller der Mods erhalten einen nicht öffentlich bekannten Anteil vom Kuchen, der Rest bleibt bei Rockstar.
Ein Blick ins Angebot offenbart Preise von sechs bis über 450 Dollar. Viele Mods erfordern sogar ein Abo mit monatlicher Zahlung. Ein paar Inhalte sind aber auch kostenlos.
Damit legt Rockstar eine bemerkenswerte Kehrtwende hin. Denn früher war das Studio berühmt-berüchtigt dafür, vielen ambitionierten Fan-Mods den Riegel vorzuschieben – mit permanenten Banns und zur Not auch mit Post vom Anwalt.
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Die Magie der Open World: Wie GTA Gaming-Geschichte schrieb
Was sagt die Community dazu?
Wie eingangs schon erwähnt, musste sich Bethesda einst warm anziehen, als die Fans wegen der kostenpflichtigen Mods auf die Barrikaden gingen. Interessant ist vor diesem Hintergrund, dass es derzeit noch relativ ruhig in der GTA-Community ist.
In den größten Reddit-Foren rund um GTA Online ist alles entspannt. Auch auf anderen Social-Media-Plattformen gibt es nur vereinzelt Kritik an dem neuen Service, im Gegenteil: Oft reagiert man sogar mit Verständnis auf den Marktplatz.
Der Grund: Die Betreiber professioneller GTA-Roleplay-Server haben in der Vergangenheit ohnehin bereits oft auf eigene Faust Entwickler dafür bezahlt, neue Inhalte und Features zu programmieren. Der offizielle Marktplatz bietet nun eine einfachere Möglichkeit dafür und die Server-Betreiber erhalten oft sogar noch Support bei technischen Problemen.
Als Alternative zu kostenlosen Mods ist der Marktplatz also ohnehin nicht gedacht - die dürften wohl auch in Zukunft weiterhin ein rotes Tuch für Rockstar sein.
Sinn und Zweck der Mod-Plattform von GTA 5 ist demnach ein anderer als bei Bethesda. Dort werden größtenteils die gleichen Mods zum Kauf angeboten, die auf Nexusmods und anderen Webseiten kostenlos erhältlich sind. Entsprechend viel Unverständnis haben viele Fans bis zum heutigen Tag für die Existenz des Creation Clubs.
Wie seht ihr das Ganze? Würdet ihr jemals für professionelle Mods Geld bezahlen oder vertretet ihr die Meinung, dass Mods gratis sein müssen? Schreibt uns eure Meinung zu dem Thema gerne in die Kommentare!

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