»Wenn die Zombie-Apokalypse einbricht, haben mein Mann und ich eine Vereinbarung: Er bringt mich um, damit er und meine Tochter bessere Chancen aufs Überleben haben!«
Dass unser Gespräch mit der Studio Director von Bethesda direkt so düster beginnt, hätten wir nicht erwartet, als wir Angela Browder nach ihren Must-Haves für das Überleben im Ödland fragen. »Ich wäre furchtbar darin. Ich würde sie nur in den Tod reißen.« Ihre Strategie für das Ende der Welt ist daher simpel: laute Musik, Alkohol und ein schnelles Ende.
Zum Glück muss Angela Browder im echten Leben keine Ghule abwehren, sondern »nur« eines der größten Entwicklerstudios der Welt leiten. Seit 20 Jahren ist sie bei Bethesda Game Studios, fing einst in der Qualitätssicherung an und ist heute Studio Director. Sie hat zugesehen, wie sich Fallout von einem Nischen-Rollenspiel für Hardcore-Fans zu einem globalen Multimedia-Phänomen mit eigener TV-Serie, Mobile-Games und Merchandise entwickelt hat.
Aber wie managt man ein solches Monster-Franchise überhaupt? Darüber haben wir mit Angela im Exklusiv-Interview gesprochen. Sie verrät uns, was das Geheimnis hinter der Bethesda-DNA ist, warum der Rollenspiel-Gigant nicht weit in die Zukunft vorausplant – und warum Angelas Familie sich weigert, die TV-Serie mit ihr gemeinsam zu schauen.
Anlässlich des Releases von Staffel 2 der Amazon-Serie planen wir auf GameStar.de große Themenwochen zu Fallout. Euch erwarten viele spannende News, Kolumnen und Specials zur Serie und den Videospielen.
Das Herzstück unserer Themenwochen bildet eine große, mehrteilige Plus-Titelstory, für die wir exklusiv mit führenden Köpfen von Bethesda und Obsidian über die Fallout-Reihe sprechen konnten. Freut euch auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit und zumindest einen kleinen Blick in die Zukunft!
- 14. Dezember 2025: Wie eine strenge Regel Fallout: New Vegas zum Kult-Rollenspiel machte
- 21. Dezember 2025: Warum sich Fallout im Laufe der Jahre optisch so radikal verändern musste
- 28. Dezember 2025: Wie Bethesda dafür sorgt, dass Fallout immer Fallout bleibt
- 4. Januar 2026: Wie Bethesda eine Bruchlandung wie Fallout 76 noch retten konnte
- 11. Januar 2026: Die geheime Fallout-Formel: Bethesda dominiert seit 15 Jahren Open Worlds, weil »jeder an allem arbeitet«
Die Anti-Spezialisierung
Wer jetzt ein Behind-the-Scenes zu einem klassischen Arbeitsalltag erwartet, den muss Angela Browder enttäuschen. »Es gibt keine Routine. Kein Tag ist wie der andere«, erklärt sie. Ihr Job ist ein Balanceakt zwischen den Produkten und den Menschen, die sie erschaffen.
Dabei hebt sich Bethesda in einem entscheidenden Punkt drastisch vom Rest der AAA-Industrie ab. Während Studios wie EA und Ubisoft oft spezialisierte Teams für Singleplayer-Spiele, Multiplayer oder Live-Service abstellen, verweigert sich Bethesda dieser Trennung.
»Wir haben hier keine getrennten Teams«, stellt Browder klar. »Es ist nicht so, dass wir ein Team haben, das an Fallout 76 arbeitet und das ist alles, was sie tun. [...] Jeder, der hier arbeitet, arbeitet an allem.«
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