AMD: Sogar der kleinste Ryzen 5000 könnte Intels letzte Hochburg erobern

Aktuell sorgen Benchmarks von AMDs Ryzen 5 5600X im Passmark für Aufsehen, weil der Prozessor demnach selbst Intels Top-Modell Core i9 10900K schlägt.

von Nils Raettig,
25.10.2020 16:10 Uhr

Im ewigen Duell zwischen AMD und Intel zeichnet sich ein neuer Paukenschlag mit den Ryzen-5000-Modellen ab. Im ewigen Duell zwischen AMD und Intel zeichnet sich ein neuer Paukenschlag mit den Ryzen-5000-Modellen ab.

AMD macht Intels Prozessoren seit 2017 mit den Ryzen-CPUs immer stärkere Konkurrenz. Bei der für die Spiele-Leistung nach wie vor sehr wichtigen Performance eines einzelnen Kerns (Single-Thread) konnte Intel sich trotzdem lange Zeit knapp behaupten - bislang.

Ein aktueller Eintrag in der Datenbank von Passmark deutet an, dass AMDs neue Ryzen-Prozessoren auch in dieser Disziplin an Intel vorbeiziehen könnten, nachdem sie zuvor insbesondere im Bereich der Multi-Core-Leistung durch eine vergleichsweise hohe Kernzahl gepunktet haben.

Um welchen Benchmark geht es? Laut dem Eintrag erzielt der am 05. November erscheinende Ryzen 5 5600x bei der Single-Thread-Leistung des Passmark-Tests mit 3.495 Punkten die höchste Leistung aller Prozessoren.

Auf Platz zwei folgt Intels Core i9 10900K mit 3.177 Punkten. Die erste Ryzen-CPU nach dem Ryzen 5 5600x ist der Ryzen 7 3800XT mit 2.888 Punkten auf Platz 22.

Der Ryzen 5 5600X mit sechs Kernen ist die Kleinste von insgesamt vier neuen Ryzen-Prozessoren, die Anfang November auf den Markt kommen. Alle Informationen dazu lest ihr in unserer Übersicht zu Ryzen 5000:

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Wie hoch ist die Aussagekraft des Benchmarks?

Jeder einzelne Benchmark-Wert kann nur bedingt Aussagekraft haben, zumal in diesem Fall nicht einmal gesichert ist, dass es sich um einen echten Eintrag hält.

Da der Release der neuen Ryzen-Prozessoren aber kurz bevor steht und der Abstand in Passmark zum nächst-schnellsten Ryzen-Modell mit etwa 21 Prozent grob in den Rahmen der Erwartungen fällt, halten wir die Angaben durchaus für realistisch.

Warum unser Hardware-Experte Alexander Köpf mit Ryzen 5000 die Zeit gekommen sieht, zu AMD zu wechseln, erfahrt ihr übrigens in dieser Plus-Kolumne:

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Ergebnisse in einem synthetischen Test wie dem Passmark lassen sich nicht eins zu eins auf die tatsächliche Leistung in Spielen übertragen. Hier dürfte der Vorsprung von Ryzen 5000 gegenüber den bisherigen Ryzen-CPUs (und gegebenenfalls auch gegenüber Intel) dementsprechend ein gutes Stück geringer ausfallen. Um Intel zu schlagen könnte es aber dennoch reichen.

Zur groben Einordnung: In unserem CPU-Testsystem (das übrigens nach dem Ryzen-5000-Release mit neuen Titeln wie Cyberpunk 2077 und einer schnelleren Grafikkarte aktualisiert werden soll) hat der Core i9 10900K im Schnitt einen Vorsprung knapp zwölf Prozent gegenüber dem Ryzen 7 3800XT.

Den neuen Ryzen-Prozessoren könnte also auch ein geringerer Leistungszuwachs als der im Passmark (vermeintlich) gemessene genügen, um ganz an Intel vorbeizuziehen.

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