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Sekiro - Experte erklärt, was es mit dem Shura-Ende auf sich haben könnte

Für einen Plus-Report haben wir einen Japan-Experten zu Sekiro befragt. Der erklärt uns, woher das schlechte Shura-Ende kommen könnte.

von Elena Schulz,
19.05.2019 10:03 Uhr

Wir haben einen Experten zum Shura-Ende in Sekiro befragt. Wir haben einen Experten zum Shura-Ende in Sekiro befragt.

Achtung, Spoiler: Solltet ihr Sekiro: Shadows Die Twice noch nicht durchgespielt haben und alle Enden selbst erleben wollen, lest lieber nicht weiter. Wir haben für einen Plus-Report zu Sekiro Historiker und Japanologen befragt, wie authentisch From Softwares neues Spiel eigentlich das alte Japan darstellt.

Neben Ninja, Samurai oder die Sengoku-Ära ist die Sprache dabei auch auf das Shura-Ende gekommen. Das ist das schnellste und schlechteste Ende im Spiel. Der Ablauf wirkt wie die Erfüllung einer finsteren Prophezeihung.

Was ist das Shura-Ende?

Habt ihr im Spiel den Punkt erreicht, an dem ihr alles habt, um die Unsterblichkeit zu beenden, könnt ihr zum Ashina-Schloss zurückkehren. Dort wartet euer Ziehvater Uhu auf euch. Er befiehlt euch, euren Meister Kuro zu hintergehen und ihm zu folgen.

Entscheidet ihr euch dafür, warten zwei exklusive Bosskämpfe gegen Emma und Isshin Ashina für diesen Durchgang auf euch, sowie ein düsterer Abschluss. Sekiro wird hier zu einer Art Dämon, der das Land heimsucht. Wählt man dieses Ende, erhält man im New Game Plus außerdem nicht Kuros Geschenk, was das Spiel deutlich schwerer macht.

Ist Sekiro zu leicht oder zu schwer? Mit diesen Mods könnt ihr das Spielerlebnis anpassen

Was steckt hinter dem Shura-Ende?

Roman Gürsel, einer unserer beiden Japan-Experten aus dem Report, hat eine Idee, was sich hinter dem Shura-Ende verbergen könnte. Ihm zufolge seien die Shura, was eigentlich von Ashura, beziehungsweise Asura kommt, tatsächlich Dämonen.

Allerdings verbergen sich dahinter keine Höllenwesen, wie wir im Westen sie kennen, sondern vielmehr Gestalten, die den Krieg lieben und gegen Götter kämpfen. Sekiro verschreibt sich mit diesem Ende also im Prinzip für den Rest seines Lebens Krieg und Zerstörung, statt dem Schutz des göttlichen Kindes.

"Ja, das hat religiöse Hintergründe, und sogar recht komplexe. Es geht auf den Buddhismus zurück und davor wiederum auf den Hinduismus. Weniger japanisch beeinflusst und eher indisch. shura kann "langer, harter Kampf" bedeuten, shuraba bedeutet "Gemetzel", "Blutbad", "mit Leichen übersätes Schlachtfeld" oder "blutiges Schlachtfeld". shurakai ist die "Welt der endlosen Kämpfe", eine der sechs Welten, in denen Lebewesen mit schlechtem Karma wiedergeboren werden.

In anderer Bedeutung ist "Shura" die Abkürzung für "Ashura", was wiederum vom indischen "Asura" kommt. Asura sind vereinfacht gesagt Dämonen. Nicht zwangsläufig so etwas wie Höllenwesen, eher kriegsliebende Kreaturen, welche auch die Lichtwesen oder Gottheiten bekämpfen. Insofern wird Sekiro wohl zu solch einem Dämon."

Wollt ihr mehr über die Hintergründe von Sekiro wissen, empfehlen wir euch unseren Plus-Report. Der geht ausgiebig auf die Darstellung der Welt, die Kämpfe, Shinobi-Gadgets, den Samurai-Kodex und mehr ein:

Sekiro im Reality-Check: Das steckt hinter Ninja, Samurai und Sengoku-Zeit

Das düstere Shura-Ende in Sekiro hat wohl religiöse Hintergründe. Das düstere Shura-Ende in Sekiro hat wohl religiöse Hintergründe.


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