Twitch-Streamer steigt aus GTA-Rollenspiel aus, weil es "wie richtige Arbeit" ist

Seit Wochen dominiert der Hype um einen GTA-Rollenspiel-Server Twitch. Dem Streamer Sodapoppin wurde es nun zu viel, weil sich "GTA RP wie echte Arbeit" anfühlt.

von Dennis Zirkler,
02.03.2021 12:40 Uhr

Sodapoppin war ein wichtiger Teil der GTA RP Community. Sodapoppin war ein wichtiger Teil der GTA RP Community.

Seit einigen Wochen ist »GTA 5 als Rollenspiel« wieder ein spannendes Thema auf der Streaming-Plattform Twitch: Quasi alle großen englischsprachigen Streamer spielen regelmäßig zusammen auf dem Server NoPixel 3.0 und gehen dort ihrem virtuellen Alltag nach. Wie das Ganze funktioniert und wie ihr selbst mitspielen könnt, haben wir euch in diesem Artikel erklärt:

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Auch Sodapoppin, der mit über 6.2 Millionen Follower zu den zehn meistgefolgten Streamern auf Twitch gehört, war ein wichtiger Teil der Rollenspielgemeinschaft. Sein Charakter Kevin Whipaloo war der Betreiber des Fast-Food-Restaurants Burger Shot - bis jetzt. Denn der Streamer kehrt dem RP-Server nun den Rücken, weil der virtuelle Job einfach zu viel Arbeit für ihn darstellt.

»GTA RP war ein echter Job!«

Viele Streamer spielen auf dem Server die Rolle von Kleinkriminellen oder wechseln ständig ihren Job, um ihren Zuschauern möglichst viel Action und Abenteuer bieten zu können. Nicht so Sodapoppin.

Mit seinem RP-Charakter Kevin Whipaloo widmete er sich dem Betrieb des örtlichen Burger-Ladens. Er rekrutierte neue Mitarbeiter, beschaffte Zutaten, kümmerte sich um Kundenbeschwerden, wenn Johnny Silverhand hinter dem Restaurant Streiche spielt und diskutierte mit der Polizei, wenn mal wieder eine Schlägerei in dem beliebten Treffpunkt ausgebrochen war.

Wie voll es dort regelmäßig war, könnt ihr in diesem Video sehen:

Doch nach rund drei Wochen als »Burger-Meister« ist Sodapoppin seinen virtuellen Job leid, wie er in seinem Stream vom 1. März erzählte:

"GTA RP, in der Position, in der Kevin war, war ein echter Job. Es war brutal."

Für viele von euch mag es sich merkwürdig anhören, dass sich ein Streamer über seinen Job beklagt - schließlich verdient er sehr viel Geld, ohne einen klassischen Beruf auszuüben. Doch auch das Streaming kann ein erbarmungsloser Beruf sein, wie ihr in unserer Plus-Reportage lesen könnt:

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Für Sodapoppin vereinte sich nun das schlechteste aus beiden Welten:

"Ich habe mich einfach in eine Position ernsthafter Verpflichtungen gebracht. Es wurde so überwältigend, dass ich es nicht mehr genieße. Ich habe mich selbst überschätzt und es gefällt mir nicht mehr. Es ist zu viel. Ich mache gerne dumme Sachen. Ich mag dummes RP. Ich spiele gerne mit vielen meiner Freunde außerhalb von RP. Aber wenn ich Kevin spiele, bin ich nicht in der Lage, das zu tun, weil ich Angestellte habe. Ich habe verdammte Kunden. Ich kann nicht einfach sagen: »Hey, ich habe Lust auf eine Radtour.« Das kann ich nicht machen."

Die Admins von NoPixel 3.0 haben ihm sogar angeboten, viele der Kunden vom Server zu entfernen, weil diese sich wohl nur in seinem Restaurant aufhalten, um mit einem berühmten Streamer zu interagieren. Aber diese Idee gefiel Sodapoppin nicht.

Stattdessen lautete sein Plan, den permanenten Rollenspiel-Tod zu sterben. Doch auch hierfür hat sich einfach nicht die richtige Situation ergeben. Nun wird Kevin Whipaloo also sang- und klanglos in den Ruhestand geschickt. Mindestens bis zum nächsten GTA-RP-Hype, der auch garantiert ein viertes Mal auf der Streaming-Plattform ausbrechen wird.

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