Ein weiteres ambitioniertes Live-Service-Spiel verabschiedet sich: Spectre Divide, ein taktischer 3v3-Shooter mit einer coolen Klon-Mechanik und prominenter Unterstützung durch die Esport-Legende Shroud, wird nach nur sechs Monaten eingestellt. Doch damit nicht genug – auch das Entwicklerstudio Mountaintop Studios schließt seine Pforten.
Ein kurzer, aber intensiver Weg
Spectre Divide hatte eine ungewöhnlich schnelle Entwicklung hinter sich. Nach der Enthüllung im August 2024 folgte bereits im September der PC-Release.
Die große Besonderheit des Spiels: Eine einzigartige Gameplay-Mechanik, bei dem Spieler zwei Charaktere gleichzeitig steuern konnten. Trotz der innovativen Idee kämpfte das Spiel von Anfang an mit Problemen – insbesondere bei der Monetarisierung und dem begrenzten Umfang.
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Spectre Divide kommt auf die Konsolen und bekommt ein frisches Update verpasst
Mountaintop Studios versuchte gegenzusteuern. Erst vor zwei Wochen erschien das große Season-1-Update mit neuen Inhalten inklusive Konsolen-Release. Doch der erhoffte Aufschwung blieb aus.
Dabei sah anfangs alles so gut aus: Laut einer offiziellen Stellungnahme der Entwickler spielten rund 400.000 Menschen in der ersten Woche das Spiel, mit einem gleichzeitigen Höchstwert von 10.000 Spielern über alle Plattformen hinweg. Doch die langfristige Spielerbindung war zu schwach – und mit ihr die Einnahmen.
Wir haben wirklich alles versucht, um das Studio am Leben zu halten – von Publisher-Deals über zusätzliche Investitionen bis hin zu einem möglichen Aufkauf
, so Mountaintop in einem offiziellen Statement. Doch all diese Bemühungen fruchteten nicht.
Nun wird Spectre Divide innerhalb der nächsten 30 Tage offline genommen.
Immerhin: Alle Käufe, die seit dem Start von Season 1 am 25. Februar getätigt wurden, sollen zurückerstattet werden. Für Mountaintop Studios endet die Reise bereits am Ende dieser Woche.
Mountaintop reiht sich in eine wachsende Liste von Studios ein, die in den letzten Monaten entweder schließen mussten oder massive Entlassungen verkündeten. Besonders hart traf es auch Sonys Firewalk Studios, die nach dem enttäuschenden Concord-Release die Türen endgültig schlossen. Und selbst Branchenriesen wie Bioware blieben nicht verschont – wirtschaftliche Rückschläge führten auch dort zu Stellenstreichungen. Mehr dazu findet ihr in der Link-Box oben.
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