Gerade mal ein Jahr hat das Studio Firewalk unter den Fittichen von Sony gestanden, jetzt wird das Team vollständig aufgelöst. Das gibt Sony auf dem hauseigenen Blog nun bekannt. Der Grund ist klar: Der Release von Concord lief alles andere als glatt über die Bühne.
Was ist passiert?
Der Hero-Shooter des Studios ist im August 2024 erschienen - jedoch nur für knapp zwei Wochen. Das Interesse war schlicht zu gering, gerade mal 700 Spieler haben sich laut SteamDB zu Höchstzeiten eingeloggt. Concord ist also auf Steam wieder verschwunden, eine Rückkehr war bis vor kurzem ungewiss. Jetzt gibt CEO Herman Hulst den Todesstoß:
Nach langem Überlegen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es der beste Weg ist, das Spiel dauerhaft einzustellen und das Studio zu schließen. Ich möchte allen bei Firewalk für ihre Handwerkskunst, ihren kreativen Geist und ihr Engagement danken.
Ihm zufolge waren gewisse Aspekte von Concord zwar außergewöhnlich, die Konkurrenz aber stark und die Spielerzahl von Concord schlicht zu gering. Für viele Spieler hat das Design und das allgemeine Spielgefühl zu wenig Neues geboten, um sich unter die Platzhirsche Overwatch 2 und Valorant zu gesellen.
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Concord: Gameplay-Szenen aus dem kolossal gescheiterten Multiplayer-Shooter
Nicht das einzige Studio
Firewalk Studios ist nicht allein unter den Schließungen von Sony, im gleichen Atemzug löst Sony auch Neon Koi, ursprünglich als Savage Games bekannt, auf. Das Studio mit den Sitzen in Helsinki und Berlin hat sich auf Mobile-Spiele fokussiert, der Erfolg blieb aber auch hier aus.
Laut Hulst können manche der betroffenen Entwickler in anderen Studios von Sony untergebracht werden. Wie viele letztlich aber ohne Job dastehen werden, ist unklar.
All das reiht sich in eine weiter anhaltende Entlassungswelle in der Gaming-Branche ein. Sony selbst hat im Januar 2024 bereits 900 Angestellte gehen lassen, Microsoft feuerte im September 650 Angestellte - allein dort haben seit der Akquise von Activision Blizzard nun schon über 2.500 Betroffene ihren Arbeitsplatz verloren.
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