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90 Euro für einen Skin? Neuer Shooter Spectre Divide erntet harsche Kritik, Entwickler rudern zurück

Auf Steam erreicht der kostenlose Team-Shooter Spielerzahlen, die sich sehen lassen können. Die Bewertungen zeichnen allerdings ein weniger erfreuliches Bild.

Spectre Divide polarisiert zum Steam-Release. Spectre Divide polarisiert zum Steam-Release.

Am 3. September erschien der 3v3-Shooter im Comic-Look auf Steam und will dort Größen wie Counter-Strike 2 und Valorant Konkurrenz machen. Erst kürzlich offiziell angekündigt dauerte es nur ein paar Wochen, bis die ersten Spielerinnen und Spieler kostenlos Hand anlegen konnten. Jetzt zeichnet sich langsam ab, wie Spectre Divide ankommt. Sagen wir es so: Es gibt Grund zum Unmut.

Gute Zahlen, schlechte Zahlen

Wenn man sich lediglich die Spielerzahlen auf Steam anschaut, könnte man meinen, der Start des Taktik-Shooters war ein voller Erfolg. Seinen Peak hatte Spectre Divide am Tag der Veröffentlichung mit knapp 40.000 gleichzeitigen Spielerinnen und Spielern. Das kann sich vor allem sehen lassen, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit zwischen Ankündigung und Release lag.

Video starten 1:45 Der erste Trailer des neuen Shooter Spectre Divide lockte viele Spielerinnen und Spieler an.

Wirft man allerdings einen Blick auf die Bewertungen, bekommt man ein anderes Bild. Zum Zeitpunkt dieses Artikels liegt der Anteil positiver Bewertungen auf Steam bei gerade mal 47 Prozent. Und die Reviews zeigen auch deutlich, woran das liegt.

  • Steam-User semiloker schreibt: »Ich habe an der geschlossenen Beta teilgenommen und seitdem hat sich nur Folgendes geändert: Es dauert >15 Minuten, um ein Match mit 30.000 [Spielern] online zu finden, und ich habe noch keins gefunden [...], und vom ersten Tag an kostet ein Skin 10 Dollar und das Set 80 Dollar! Update: Ich kann die Match-Suche nicht einmal abbrechen.«
  • Conair schreibt: »Verlangt mehr für Skins als Valorant und ist ziemlich enttäuschend. Habe die Beta gespielt und bin jetzt mit der Vollversion einfach unzufrieden. Das Spiel versucht nur, mit Shrouds Namen Geld zu machen.«

Neben verbreiteten Kinderkrankheiten wie langen Match-Making-Zeiten und Bugs sorgt vor allem die Preispolitik des Free2Play-Titels für Unmut. Mit dem Start von Spectre Divide ging auch der Ingame-Shop live, was zunächst erst einmal nicht ungewöhnlich ist. Dass die Preise darin allerdings so hoch sind, kam besonders schlecht bei der Community an.

Die Entwickler reagieren

Wenn ihr euch im Spiel Waffenskins kaufen wollt, bezahlt ihr diese mit den Spectre Points (SP). Für 5 Euro bekommt ihr 500 SP. Einige der Bundles im Spiel, die mehrere Waffenskins enthalten, kosteten am Tag des Releases bis zu 9000 SP, also umgerechnet 90 Euro. Selbst für einen Free2Play-Titel, der sich über den Verkauf kosmetischer Gegenstände finanziert, sind diese Preise ungewöhnlich hoch.

Das Kryokinese-Bundle kostete ursprünglich 90 Euro. Jetzt »nur noch« 70 Euro. Das Kryokinese-Bundle kostete ursprünglich 90 Euro. Jetzt »nur noch« 70 Euro.

Die Entwickler von Mountaintop Studions reagierten auf den Backlash schnell mit einer angekündigten Preissenkung der Bundles von 17 bis 25 Prozent

In einem Beitrag auf Steam entschuldigten sie sich und versprachen Spielerinnen und Spielern, die bereits Käufe getätigt haben, dass sie 30 Prozent der ausgegebenen SP zurückerstattet bekommen. Auch wenn ihr das Founder’s Pack oder das Supporter Pack von Spectre Divide auf Steam erworben habt, bekommt ihr extra SP als Entschädigung auf euren Account gutgeschrieben.

In den Kommentaren unter dem Beitrag zeigten sich viele Fans jedoch noch nicht zufrieden. Einige wünschen sich, mehr alleinstehende Waffenskins kaufen zu können, anstatt so hohe Preise für ganzes Paket auf den Tisch legen zu müssen. Denn auch nach dem Preisnachlass geht zum Beispiel das »Kryokinese-Bundle« noch für 70 Euro über die Ladentheke, was dem Preis eines Vollpreis-Spiels entspricht.

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