Das Jahr 2026 verspricht nichts Gutes, aber es könnte etwas Licht am Ende des Tunnels geben, und das ausgerechnet dank Intel

Auf steigende RAM-Preise folgen steigende GPU-Preise. Doch es gibt zumindest etwas Licht am Ende des Tunnels.

Nils von GameStar Tech freut sich gerade wegen der Speicherkrise auf die kommende Hardware von Intel. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly) Nils von GameStar Tech freut sich gerade wegen der Speicherkrise auf die kommende Hardware von Intel. (Bild KI-generiert mit Adobe Firefly)

Sich einen neuen Spielerechner zu kaufen, kann jetzt schon sehr teuer sein, allein aufgrund der extrem hohen Kosten für RAM. Im Laufe des Jahres dürfte es nur noch schlimmer werden und weitere Komponenten wie Grafikkarten mehr und mehr davon betroffen sein.

Hintergrund ist die aktuelle Speicherkrise, verursacht durch den hohen Bedarf von KI-Rechenzentren. Mehr dazu erfahrt ihr im Video unten.

Doch in meinen Augen gibt es einen unerwarteten Hoffnungsschimmer, auch wenn das nicht für das Spielen mit besonders hohen FPS und in 4K-Auflösung bei maximalen Details gilt: neue Hardware von Intel.

Video starten 39:01 3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!

In der jüngeren Vergangenheit hat der Chip-Gigant vor allem negative Schlagzeilen gemacht, sowohl durch massiven Stellenabbau als auch durch diverse Probleme mit den eigenen CPUs. Aber 2026 könnte das Jahr der Kehrtwende sein, und das genau zum richtigen Zeitpunkt.

Was von Intel im Jahr 2026 kommt (und kommen könnte)

Das sind Intels neue GPUs:

  • Im Notebook- und Handheld-Bereich hat Intel auf der CES 2026 Panther Lake vorgestellt. Die Prozessoren sind grundsätzlich sehr vielversprechend, die neue integrierte GPU Arc B390 sticht für mich aber besonders hervor.
  • Die B390 kann zwar nicht mit AMDs schnellster iGPU Radeon 8060S mithalten, doch die kommt primär in Mini-PCs zum Einsatz und ist in Notebooks (fast) nicht zu finden. Panther Lake wird dagegen deutlich weiter verbreitet sein, sowohl mit als auch ohne zusätzliche dedizierte GPU.
  • Im Desktop-Bereich müssen wir uns zwar weiter gedulden. Es ist aber durchaus möglich, dass mit der Arc B770 in diesem Jahr noch eine vielversprechende GPU von Intel für Spieler erscheint. Und das in einem vergleichsweise niedrigen Preissegment (ca. 350 bis 450 Euro).

Besonders viel Potenzial sehe ich in einer möglichen Variante der B770 mit 8,0 GByte VRAM. Das ist im Jahr 2026 zwar das Minimum dessen, was ich noch für vertretbar halte, und schon in WQHD kann der Speicher hier eng werden.

Doch wenn die B770 wie erhofft die Leistung einer RTX 5060 Ti oder Radeon RX 9060 XT erreicht und gleichzeitig günstiger zu haben ist, dürfte sie für viele Spieler zumindest in der aktuellen Lage eine sehr gute Option darstellen.

Das steht bei den Prozessoren an:

  • Möglicherweise erwarten uns gleich zwei neue CPU-Reihen, einmal ein eher weniger spannender Refresh von Core Ultra 200 (Arrow Lake), andererseits deutlich interessantere Core-Ultra-300-Modelle (Nova Lake).
  • Letztere sollen eine Antwort auf AMDs starke X3D-Prozessoren parat haben. Doch das größte Problem mit Nova Lake ist nicht, dass es möglicherweise erst Anfang 2027 erscheint, sondern DDR5-RAM.
  • Genau wie Core Ultra 200 und AMDs aktuelle CPU-Reihen Ryzen 9000 und Ryzen 7000 setzt Nova Lake auf DDR5-RAM, der im Laufe des Jahres nur noch teurer werden dürfte, als er bereits ist.

Wer noch keinen DDR5-RAM besitzt, muss also tief in die Tasche greifen, wenn er einen der neuen Intel-Prozessoren nutzen will.

Dadurch könnten die älteren CPUs mit DDR4-Unterstützung (bis Core i-14000), die oftmals immer noch gut lieferbar sind, sogar zum wichtigeren Intel-Produkt 2026 bei den Prozessoren werden.

Warum sich das für AMDs ältere Ryzen-5000-Generation bereits klar abzeichnet, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Es muss nicht immer ein Desktop-PC sein

Ich finde Panther Lake und die B390 vor allem deshalb so spannend, weil man auch mit einem Gaming-Notebook und vor allem mit einem Handheld sowie beim Spielen in Full HD sehr viel Spaß haben kann.

Hinzu kommt der große Vorteil der Mobilität, weshalb es sich in meinen Augen in Anbetracht der Speicherkrise in diesem Jahr besonders lohnen kann, über eine Alternative zu einem Desktop-PC nachzudenken, wenn es »nur« um's Spielen geht.

Video starten 41:38 2026: Das Schicksalsjahr für Gaming-Handhelds

Klar, wer schon einen schnellen Rechner besitzt oder aktuelle Titel in 4K mit maximalen Details und hoher Bildwiederholrate spielen will, dem hilft Intels neue Hardware nicht (Nova Lake mal ausgeklammert).

In Zeiten von steigenden Preisen sehe ich sie aber als eine immer wichtigere Alternative zu der Hardware von Nvidia und AMD an.

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