Spielesucht - Von Weltgesundheitsorganisation als psychische Krankheit anerkannt

Die Weltgesundheitsorganisation erkennt Spielesucht offiziell als psychisches Leiden an. Es gibt jedoch Zweifel, ob dieser Schritt sinnvoll ist.

von Sebastian Zelada,
26.12.2017 11:42 Uhr

Spielesucht ist nun ein von der Weltgesundheitsorganisation anerkanntes psychisches Leiden.Spielesucht ist nun ein von der Weltgesundheitsorganisation anerkanntes psychisches Leiden.

Wie wccftech berichtet, veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, in Kürze eine überarbeitete Liste mit Klassifizierungen für Krankheiten. Das letzte Update erschien 1990. Im neuen Papier wird erstmals auch Spielesucht als psychische Krankheit anerkannt.

Spielesucht charakterisiere sich laut WHO über Muster von wiederkehrendem Spieleverhalten, welches online oder offline erfolgen könne. Dabei verlieren die Betroffenen die Kontrolle über die Dauer, die Intensität und weitere Faktoren des Spielens. Das Spielen nimmt in ihrem Alltag auf Kosten anderer Lebensbereiche eine wachsende Bedeutung ein und wird auch dann fortgeführt, wenn bereits negative Konsequenzen zu spüren sind.

Das Verhalten habe das Potenzial, das persönliche Leben, die Familienbeziehungen, soziale Bindungen und mehr signifikant zu beeinträchtigen. Die Suchtsymptome können dabei durchgehend auftreten oder wiederkehrend. Um eine Diagnose zu stellen, sollte ein Zeitraum von mindestens 12 Monaten beobachtet werden, empfiehlt die WHO. In schweren Fällen sei Spielesucht bei klaren Symptomen auch früher zu diagnostizieren.

Ob die Anerkennung als psychische Krankheit aber tatsächlich eine gute Sache ist, bezweifeln einige Kritiker. Die American Psychological Association hält dagegen und sieht die Symptome noch nicht ausreichend erforscht. Zudem seien die Kriterien zur Diagnose ebenfalls noch nicht klar. So seien die Forschungsansätze, Spielesucht zu verstehen, in der Forschung zu Betäubungsmittelmissbrauch verankert und seien nicht notwendigerweise auf Medienkonsum übertragbar. Für eine Anerkennung als Krankheit hält die American Psychological Association die Zeit noch nicht reif.

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