Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

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Spine ist das John-Wick-Spiel, das wir uns schon immer gewünscht haben

Kung-Fu, Knarren und Parkour. Wenn sich das für euch nach den optimalen Zutaten für einen Shooter anhört, dann solltet ihr Spine auf dem Schirm haben. Wir haben das Spiel auf der gamescom erstmals in Aktion gesehen und sind begeistert.

Wir haben in Köln beim Entwicklerstudio Nekki vorbeigeschaut, die uns ihr neues Actionspiel Spine präsentiert haben. Wir haben in Köln beim Entwicklerstudio Nekki vorbeigeschaut, die uns ihr neues Actionspiel Spine präsentiert haben.

Habt ihr euch auch schon mal darüber geärgert, dass es zu John Wick, von einer vernachlässigbaren Hexfeld-Strategie-Adapation einmal abgesehen, nie ein offizielles Spiel gegeben hat? Dabei bietet sich die Filmreihe doch so gut für einen actiongeladenen Gun-Fu-Shooter an.

Die Kombination aus Schlägen, Tritten und schnellem Pistolen-Gameplay wäre schließlich genau das, wonach es die Shooter-Community schon lange dürstet. Diesen Gedanken hatte auch das zypriotische Entwicklerstudio Nekki.

Mit ihrem kommenden Actionspiel Spine wollen die Entwickler die vom legendären Leinwand-Killer gelassene Lücke schließen und dem Genre in Spielform ein Denkmal setzen. Auf der gamescom hat uns das Studio eingeladen, um uns ihr neues Werk vorzuführen.

Jesko Buchs
Jesko Buchs

Jesko hat in Trier, München und Tokyo Medienwissenschaften und Journalismus studiert. Er liebt das Cyberpunk-Genre und er mag John Wick. Ihn davon zu überzeugen, sich auf der gamescom Spine anzuschauen, war dementsprechend kein großes Problem. Nach der Präsentation hat er große Hoffnungen für das Actionspiel, denn Spine hat alle Zutaten beisammen, um richtig gut zu werden.

Und das hat es in sich: Denn Spine sieht richtig cool aus! Das grelle Cyberpunk-Setting, die stilsichere Optik und die kompromisslosen Finisher vermitteln den Eindruck, die Entwickler wissen ganz genau, wohin sie mit dem Actionspiel wollen. Offene Fragen gibt’s natürlich trotzdem noch.

Video starten 1:35 Spine: Der gamescom-Trailer zum Actionspiel lässt John Wick alt aussehen.

Worum geht’s in Spine?

In Spine schlüpfen wir in die Rolle der Straßenkünstlerin Redline, die in einer dystopischen Cyberpunk-Metropole lebt, in der eine KI das Sagen hat. Die ursprüngliche Regierung hat keinen Einfluss mehr. Auf den Straßen sorgen Gangs für Angst und Schrecken.

Nachdem Redlines Bruder von einer dieser Banden entführt wurde, machen wir uns auf, ihn zu finden. Dabei sind wir zum Glück nicht allein, sondern haben einen schlagkräftigen Helfer dabei: das intelligente Rückenmarks-Implantat Spine.

Dank Spine hat Redline neben dem Graffiti-Sprayen auch ein hochgradiges Talent fürs Blutvergießen. Das Implantat steigert Kampfkraft, Reflexe und Reaktionsvermögen. Außerdem kann Spine sprechen und steuert häufig seine Meinung bei.

Wie Art Director Alexander Nemov verrät, soll die Dynamik zwischen Spine und Redline ein wenig an die Hassliebe zwischen Shrek und seinem Esel aus den Animationsfilmen von Dreamworks erinnern.

Dank Redlines Rückenmark-Implantat kann die Sprayerin solche irren Luftsprünge machen. Dank Redlines Rückenmark-Implantat kann die Sprayerin solche irren Luftsprünge machen.

Voll auf die Zwölf

Die durchchoreografierten Kämpfe in Spine sind schon jetzt ein Augenschmaus. In den linearen Levels wirbelt Redline wie der Wind von Gegner zu Gegner, setzt Kinnhaken, Kicks und einen brutalen Finisher nach dem anderen.

Highlight ist die dynamische Kamera, die immer nah am handgreiflichen Geschehen dran bleibt und uns dadurch das Gefühl vermittelt, mitten in einem Actionfilm zu sein. An einigen Stellen ist die Kameraführung zwar noch etwas hakelig, allerdings ist das Spiel ja auch noch in Arbeit.

Rücken uns die Gegner mit Schusswaffen auf die Pelle, kann Redline ihnen die Knarren entwinden und den verdutzten Entwaffneten damit die Rübe wegpusten. Neben Pistolen gibt es unter anderem Shotguns, Schlagstöcke und Maschinenpistolen. Auch ein Katana haben uns die Entwickler bereits versprochen.

Sowohl der Nahkampf als auch die Schusswaffen sehen bereits jetzt sehr knackig und präzise aus. Tritte und Schläge lassen unsere Gegner taumeln, Schüsse werfen sie zurück. Vor allem die Shotgun macht mächtig Schaden, daher fühlt es sich extrem belohnend an, wenn wir eine solche Waffe in die Hand bekommen.

Damit wir damit aber nicht permanent aus allen Rohren feuernd durch die Gegend rennen, verfügen die Waffen über vergleichsweise wenig Munition. Wir sollen ja schließlich auch noch unsere Hände benutzen. Auch damit haut Redline die bösen Buben aber schon ganz schön aus den Latschen. Und obwohl die Gewalt in Spine nie allzu blutig und grafisch wird, zimperlich geht’s hier definitiv nicht zu.

Mit gezielten Kicks und Kung-Fu-Moves legt Redline die Gang-Schläger einen nach dem anderen schlafen. Mit gezielten Kicks und Kung-Fu-Moves legt Redline die Gang-Schläger einen nach dem anderen schlafen.

Night City, bist du's?

Das nächste Highlight von Spine ist die prächtige Grafik, mit der das Prügelspiel daherkommt. Unter der Haube läuft bei Spine die Unreal Engine 5. Die sorgt für äußerst ansprechende Wasserdarstellung; Regen plätschert realistisch vom Himmel, in den Pfützen spiegelt sich stimmungsvoll das allgegenwärtige Neonlicht der Stadt.

Besitzer von Nvidia-Grafikkarten können sich dank einer Software-Partnerschaft übrigens auf noch mehr optische Features wie RTX-Raytracing freuen.

Abgesehen von ihrer optischen Opulenz erinnert uns die Spielwelt von Spine klar an Night City aus CD Projekts Rollenspiel-Kracher Cyberpunk 2077 und andere bekannte Genre-Settings. Überall Lichter, Roboter und asiatische Schriftzeichen. Dieser Ähnlichkeit sei man sich bewusst, sagt der Art Director.

Allerdings gehe Spine beim Level-Design eigene Wege. Statt einer Open Word wie in Cyberpunk schickt euch Spine durch lineare Level, die jeweils in einem Bosskampf münden. Die Entwickler versprechen dabei viel Abwechslung bei diesen mächtigen Gegnern.

Die verwahrloste Cyberpunk-Welt von Spine erinnert deutlich an Night City. Die verwahrloste Cyberpunk-Welt von Spine erinnert deutlich an Night City.

Wer ist hier der Boss?

Einer der Bosse, den wir in der gamescom-Demo bereits sehen konnten, ist eine schwarz gekleidete Assassinin, deren Design recht eindeutig von Scharfschützin Widowmaker aus Overwatch inspiriert wurde. Dank diverser Implantate kann die Killerin während des Kampfes hin und her teleportieren und ruft immer wieder kleine Spinnenroboter zur Hilfe, die uns von der Seite attackieren.

Auch die Boss-Arena selbst ist übrigens eine Referenz: Die dunklen Steinböden, Säulen und Aufzugtüren erinnern stark an die Lobby-Szene aus dem ersten Matrix. Jeder Boss soll sich mit individuellen Fähigkeiten von seinen Kollegen in anderen Levels abheben.

Der Widowmaker-Verschnitt kann teleportieren und so plötzlich hinter euch auftauchen. Der Widowmaker-Verschnitt kann teleportieren und so plötzlich hinter euch auftauchen.

Wie viel Spielzeit bietet Spine?

Die Story rund um Redline und ihr intelligentes Rückenmark umspannt laut Alexander Nemov derzeit 20 Missionen, die etwas über eine halbe Stunde dauern sollen. Daraus soll sich im fertigen Spiel eine Gesamtzeit von rund 12 bis 15 Stunden ergeben.

Was macht uns aktuell Sorgen?

Die meisten Punkte, die uns aktuell bei Spine noch Bauchschmerzen bereiten, sind wohl dem noch recht frühen Entwicklungsstadium geschuldet. Die Figuren sind aktuell noch nicht professionell vertont, das Interface ist nicht final, gelegentlich kommt es zu Rucklern und Abstürzen.

Über die Qualität des fertigen Spiels sagt das aber freilich noch nichts aus, denn der Release ist noch weit entfernt. Ein konkretes Datum dafür ist bislang nicht bekannt, wir rechnen allerdings nicht vor 2026 mit einer Veröffentlichung. Das Spiel soll für den PC, die Xbox Series Konsolen und die PlayStation 5 erscheinen.

Momentan wirken die Gesichtsanimationen noch ziemlich hölzern, auch die Dialoge müssen noch vertont werden. Momentan wirken die Gesichtsanimationen noch ziemlich hölzern, auch die Dialoge müssen noch vertont werden.

Nachbesserungsbedarf sehen wir dagegen aktuell noch bei den Gesichtern. Vor allem Hauptfigur Redline selbst sieht aktuell noch zu hölzern und unbelebt aus, als dass wir ihr ihre emotionale Reise auch abkaufen könnten.

Auch zum Skillsystem können wir euch aktuell noch wenig sagen. Hier haben uns die Entwickler zwar verraten, dass wir mit am Ende der Levels verdienten Punkten andere Kampfstile und schwere Attacken wie einen Block Breaker lernen können. Der Skillbildschirm war in der gamescom-Demo jedoch nur ein funktionsloses Mock-up.

Video starten 1:06 Weiblicher John Wick räumt in Cyberpunk-Metropole auf: Erstes Gameplay aus Spine ist gnadenlos

Fazit der Redaktion

Jesko Buchs
@Sora5513

Spine war eines meiner persönlichen Highlights dieser gamescom, so viel kann ich jetzt schon sagen. Und das weniger, weil das Spiel schon jetzt so perfekt ist, sondern eher, weil Spine eben die richtigen Zutaten mitbringt, um richtig genial zu werden.

Parkour-Movement, Schießereien und Kung-Fu in einer wunderschön-dystopischen Cyberpunk-Welt machen schon jetzt Laune auf mehr. Auch die Grafik ist dank der fünften Generation der Unreal Engine ein Augenschmaus.

Allerdings muss Spine bis zum Release noch einen weiten Weg gehen. Zu viele Platzhalter-Assets tummeln sich aktuell noch in den Levels, zu oft blieben die eigentlich butterweichen Kämpfe während der Demo hängen, weil der unfertige Spielcode sich aufgehängt hat.

Fairerweise muss ich aber sagen: Spine befindet sich momentan noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Und dafür sieht das Spiel eben schon verdammt gut und vielversprechend aus. Wenn dann am Ende der John-Wick-Sooter rauskommt, den ich mir schon immer gewünscht habe, dann bin ich mehr als zufrieden.

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