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Seite 2: Star Citizen - gamescom-Fazit - Die Kritik wächst, die Begeisterung bleibt

Gewöhnungsbedürftig

Nach ein paar Minuten Eingewöhnung geht es dann besser. Das Feld der KI-Fahrer gegen das wir antreten lässt uns zwar nach wie vor im Staub zurück, aber man gewinnt den Eindruck, wenn man nur genug übt, dann klappt das irgendwann. Bei engen Wendungen schießen wir aber nach wie vor über das Ziel hinaus.

Die Flugphysik scheint noch identisch mit der Steuerung im Weltraum, auch wenn zumindest dem Augenschein nach eine Atmosphäre existiert, deren Luftwiderstand unserem Gleiter ein anderes Flugverhalten geben müsste - gerade in Kurven.

Die noch unangepasste Maus- und Tastatursteuerung macht die Sache ebenfalls nicht leichter. Die Maschine reagiert erst nach kurzer Verzögerung, wenn man die Flugrichtung ändert. Die direkte Steuerung via Gamepad funktioniert zumindest im Rennspielmodus vorläufig besser.

Star Citizen - Andre beim ersten Probeflug im Murray Cup. Das Ergebnis war eher...unbefriedigend. Star Citizen - Andre beim ersten Probeflug im Murray Cup. Das Ergebnis war eher...unbefriedigend.

Richtige Könner, das zeigt uns später einer der Entwickler von CIG, spielen aber ohnehin mit Joystick und Schubregler. Mit dieser Kombo und dem nötigen Können, ist es tatsächlich möglich, geschmeidig durch den Kurs zu brettern.

Ist das Pay2Win?

Neues Potenzial für Unmut unter den Backern birgt dabei die Tatsache, dass es im Murray Cup in der ersten Version noch keine unterschiedlichen Fahrzeugklassen geben wird. Wer bisher nur den Einstiegspreis für eine behäbige Aurora auf den Tisch gelegt hat, muss daher direkt mit den Besitzern schnittiger Flitzer konkurrieren - oder Geld für eine 300i oder M50 auf den Tisch legen.

Von »Pay2Win« will Chris Roberts aber trotzdem nichts hören. Im fertigen Spiel, sagt er, werde man sich jedes Raumschiff ganz ohne Echtgeld-Einsatz freispielen können. Wer jetzt schon zig verschiedene Schiffe besitzen will, müsse vorerst halt in die Tasche greifen. »Das ist kein Pay2Win, das ist Pay-to-get-your-game-finished«, findet er. Außerdem könnten Besitzer des Community-Abos ja durch ihren Testpilot-Token ein Mal pro Monat ein beliebiges Basis-Raumschiff ausleihen. Dazu zählt auch die als perfektes Renn-Raumschiff ausgelegte M50. Allerdings ist das Abo ebenfalls kostenpflichtig.

Ist es je genug?

Kritik daran, dass er den harten Kern seiner Fans durch diese Vorgehensweise immer und immer wieder dazu verführt Geld nachzuschießen, lässt Chris Roberts nicht gelten: »Dieses Spiel zu entwickeln kostet nunmal eine Menge Geld«, sagt er.

Star Citizen - Die Raumschiffe ansehen

»Deine Kritiker sagen: Du hast schon eine Menge Geld«, sagen wir.

»Eigentlich nicht, wenn man sich anschaut, was wir erreichen wollen und wie groß das Team ist. Zudem ist das Projekt ja mit den Einnahmen auch immer weiter gewachsen.«

»Gibt es denn eine Grenze, wo du sagen würdest: Okay Leute, vielen Dank, mehr brauchen wir nicht?«

»Nein, ich denke nicht. Wenn man sich Spiele wie EVE Online anschaut - die haben in den letzten zehn Jahren vermutlich insgesamt rund 300 Millionen für ihre Entwicklung ausgegeben.«

Beschwerden von Käufern

Das Roberts immer wieder in die Schusslinie gerät, ist dem System seines Crowdfundings geschuldet. In Gesprächen weist er immer wieder darauf hin, dass man bei ihm derzeit keine Raumschiffe kauft. Jede Zahlung soll als eine Spende für die Entwicklung von Star Citizen verstanden werden. Das zugehörige Raumschiff ist nur ein Dankeschön.

Die Constellation Phoenix ist die Luxusausgabe des Schiffs. Wer sie jetzt schon sein Eigen nennen will, muss 350 Dollar dafür hinblättern. Die Constellation Phoenix ist die Luxusausgabe des Schiffs. Wer sie jetzt schon sein Eigen nennen will, muss 350 Dollar dafür hinblättern.

Doch etliche Postings auf den Seiten von Robertsspaceindustries.com zeigen deutlich, dass viele Unterstützer diese Sicht der Dinge nicht teilen. Immer wieder stapeln sich bittere Beschwerden von Käufern der Raumschiffe, weil sich deren Ausstattung oder gar ihr Einsatzzweck geändert zu haben scheinen. Die Neu-Besitzer fühlen sich nun betrogen und pochen beispielsweise auf eine ursprünglich angezeigte andere Bewaffnung oder wollen ihr Geld zurück. Das ist nicht das Verhalten von Menschen denen es in erster Linie um die Unterstützung der Entwicklung geht. Es sind Beschwerden von Käufern.

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