50% aufs erste Jahr – nur für kurze Zeit!

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»Ich dachte, wir hätten noch eine Chance« – Mit dem plötzlichen Aus von Star Trek: Discovery hatten die Darsteller nicht gerechnet

Durch das abrupte Ende von Discovery konnten die einzelnen Geschichten der Figuren nicht richtig beendet werden. Wie zum Beispiel bei Commander Paul Stamets.

Commander Paul Stamets Geschichte endete für den Schauspieler nicht zufriedenstellend. Bildquelle: Paramount Commander Paul Stamets Geschichte endete für den Schauspieler nicht zufriedenstellend. Bildquelle: Paramount

Discovery hatte kein leichtes Leben im Star-Trek-Universum und wurde von Fans immer wieder stark kritisiert. Kanon-Verletzungen, zu düster und emotional aufgeladen, ein zu starker Fokus auf die Hauptfigur – die Liste der Probleme ist lang. 

Viele sind daher vermutlich nicht allzu traurig gewesen, als die Serie unerwartet im Jahre 2024 nach fünf Staffeln und 65 Episoden eingestellt wurde. Wer daran aber zu knacken hatte: der Cast, allen voran Commander Paul Stamets (Anthony Rapp).

Paul Stamets Geschichte war noch nicht vorbei

Der 54-jährige Schauspieler betrauert nicht nur das Ende von Discovery, sondern auch, dass er die Geschichte seiner Figur nicht richtig beenden konnte. Das verriet er im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der Star Trek Cruise, einem immersiven Kreuzfahrt-Angebot (via Screen Rant):

Ich denke, es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass wir erst nach Abschluss der Dreharbeiten erfahren haben, dass Staffel 5 das Ende der Serie sein würde. Das war hart, weil wir keine Gelegenheit hatten, alle Handlungsstränge wirklich zu einem Abschluss zu bringen. Am Ende von Staffel 5 stellt sich eine wunderbare neue Frage: Wie geht es nun weiter mit Paul? Denn für einen so brillanten Wissenschaftler ist sein Lebenswerk nun vorbei. Der Sporenantrieb wird aus verständlichen Gründen ausgemustert, aufgrund ethischer Bedenken und so weiter. Er ist jetzt zum Teil ein Tardigrade usw.

»Was nun?« ist eine großartige Frage für jeden Menschen, geschweige denn für einen brillanten Wissenschaftler. Also musste ich irgendwie um den Verlust dieser Chance trauern, ebenso wie um den Verlust der Serie. Wir dachten, wir hätten noch mindestens eine weitere Staffel, in der wir alle zusammen sein und all diese Kapitel abschließen könnten. Das hat also einige Zeit gedauert. 

Trotz seiner Trauer ist Rapp jedoch dankbar für seine Zeit bei Star Trek und dass er gemeinsam mit seinen Schauspiel-Kollegen in seine Rolle hineinwachsen konnte. Einen kleinen Funken Hoffnung, dass die Serie doch noch eine Chance hatte, gab es aber dennoch.

Video starten 1:31 Mit Staffel 5 endete die Serie Star Trek: Discovery vor zwei Jahren

Letztendlich gewährte Paramount der Crew nachträglich noch drei Drehtage, in denen ein 16-minütiger Epilog für die letzte Folge von Discovery aufgenommen wurde. Das Ende wurde dann am 30. Mai 2024 in den USA final ausgestrahlt. Dort wurde die Handlung zwar abgeschlossen, aber nicht jeder Charakter bekam den Abschluss, den er vielleicht verdient hätte.

Eine komplett andere Erfahrung

Rapps Darsteller-Kollege Doug Jones – der in Discovery die Rolle des Kelpianers Saru übernahm – war mit seinem Ende in der Serie jedoch mehr als zufrieden. Seine Figur bekam ein schönes Happy End mit Hochzeit und Beförderung zum Botschafter der Föderation.

Für Rapp empfindet Jones demnach Mitgefühl, dass er seine Reise nicht so beenden konnte, wie er es sich vorgestellt hatte. Genau sagt er:

Mann, was für eine Reise Saru hinter sich hat, oder? Von einem ängstlichen kleinen Kelpien zu Action Saru. Und verheiratet mit der liebenswerten Präsidentin T'Rina. Ehrlich gesagt, als Staffel 5 zu Ende ging und wir danach erfuhren, dass das die letzte unserer Serie war, tat mir das im Gegensatz zu dir [Anthony Rapp] leid. Wirklich! Wirklich! Ich fand, dass Sarus Geschichte einen schönen Abschluss gefunden hat.

Er wurde zum Botschafter der Föderation befördert, um Planeten seiner Größe zu vertreten und sie in der Föderation willkommen zu heißen. Meine Hochzeit mit T'Rina war die letzte Folge. Er hat also sein Liebesleben in Ordnung und seine Karriere auf einem guten Weg. Ich bin jetzt 65 Jahre alt, daher denke ich gerne, dass Saru es ruhiger angehen lassen und das Schiff verlassen wollte, auf dem sie jeden Tag Gefahren ausgesetzt waren. Jetzt kann er ein Würdenträger sein. Das finde ich toll für ihn. Zwischen seinen Aufgaben als Würdenträger, man hat sein Quartier gesehen, beschäftigt er sich jetzt wahrscheinlich viel mit Gartenarbeit. Mit vielen Pflanzen.

Saru (Doug Jones) hatte mit dem Ende seiner Geschichte weitaus mehr Glück. Bildquelle: Paramount Saru (Doug Jones) hatte mit dem Ende seiner Geschichte weitaus mehr Glück. Bildquelle: Paramount

Vielleicht werden wir die ein oder andere Figur aus Discovery ja in der Zukunft noch einmal wiedersehen und dann erfahren wir, was in der Zwischenzeit passiert ist. Immerhin hatte bereits Sylvia Tilly (Mary Wiseman) in Folge 8 der neuen Serie Starfleet Academy einen Gastauftritt.

Von ihr wissen wir allerdings nur, dass sie nach ihrem Ausstieg in Discovery Staffel 4 jetzt als Ausbilderin an der Sternenflottenakademie arbeitet. Dort unterrichtet sie die Kadetten, die sich gerade in ihrem dritten Schuljahr befinden. Kanzlerin Ake (Holly Hunter) bittet sie in Starfleet Academy um Hilfe. Sie soll ihren Schülern bei der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen beistehen.

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Mehr zu Tillys Cameo und anderen Geschichten aus der Welt von Star Trek findet ihr in der obigen Box, wo wir euch weitere passende Artikel zum Thema verlinken. Dort könnt ihr zum Beispiel nachlesen, welcher klingonische Witz nach 35 Jahren endlich so richtig zündet und was Captain William T. Riker alias Jonathan Frakes eigentlich zum Hass der Fans auf Starfleet Academy zu sagen hat.