Jonathan Frakes ist Star-Trek-Fans längst nicht mehr nur noch als Commander oder Erster Offizier des USS Enterprise William T. Riker (später: Captain) bekannt. Mittlerweile hat sich der 73-jährige Schauspieler auch hinter der Kamera im Universum einen Namen gemacht.
Zuletzt führte er bei der neunten Folge »300th Night« von Starfleet Academy Regie, die bis dato sogar die bestbewertete Episode der Serie ist. Aktuell hat die Sternenflottenakademie immer wieder mit harter Kritik seitens der Community zu kämpfen, doch Frakes versteht dabei gar nicht, wieso.
Das Internet macht vieles schlimmer
Für Frakes ist Starfleet Academy ein wichtiger Schritt des Universums in eine optimistische Zukunft – und das nicht nur, weil sie mit Discovery am weitesten in der Zukunft spielt. Sondern weil sie sich mit vielen Kanon-Elementen auseinandersetzt und somit eigentlich gerade Trekkies ansprechen sollte (via Den of Geek).
Diese Serie ist großartig. Ich bin wirklich begeistert davon. Ich finde, sie strahlt echten Optimismus aus. Sie steht stellvertretend für Star Trek, das sich in die Zukunft bewegt. Ich meine, es spielt zwar alles in der Zukunft, aber es ist nach dem Burn, nach so vielen anderen Ereignissen.
Es gibt viele Kanon-Elemente, die darauf hindeuten, dass sich die Sternenflottenakademie nach hundert Jahren in San Francisco neu etabliert, sodass es für Hardcore-Trekkies viel zu entdecken gibt, um zu sagen: »Oh, okay, hier sind sie jetzt«, während es dennoch [voller] Überraschungen ist.
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Kirk, Spock, Picard - Star Trek: Starfleet Academy spannt jetzt die ganz großen Kaliber vor den Karren
Die Kritik der Fans zeichnet jedoch kein so rosiges Bild, wie Frakes es sich wohl wünschen würde. Er selbst fragte sich bereits, »was mit den Hatern los sei.« Auf Rotten Tomatoes sind die Bewertungen aktuell nur zu 51 Prozent positiv und auch in der Filmdatenbank IMDb landet Starfleet Academy nur bei 4,3 von 10 Sternen.
Die Zuschauer können dabei unter anderem dem Storytelling, den jungen Figuren und der Wokeness
nicht viel abgewinnen. Jedoch muss hierbei auch beachtet werden, dass die Serie vermutlich Opfer von starkem Review-Bombing geworden ist.
So wirklich überrascht ist Frakes von der negativen Einstellung der Fans jedoch nicht, eher davon, wie aggressiv sie dabei vorgehen. Vor 40 Jahren erlebte er mit Das nächste Jahrhundert eine ganz ähnliche Situation, die war aber längst nicht so intensiv wie jetzt (via IGN).
Ich war darauf vorbereitet, denn als Next Gen vor fast 40 Jahren herauskam, wurden wir angefeindet. Niemand wollte uns. Und das war noch vor dem Internet. Aber [heute] ist es noch schmerzhafter. Die Trolle verstecken sich und sind voller Hass. Das ist die erste Regel der Verfassung.
Ich denke, sie haben ein Recht auf ihre Meinung, aber es überrascht mich, wie aggressiv sie bei jeder neuen Folge der Serie dagegen sind. Es überrascht mich immer wieder, und trotzdem versuche ich, mich davon nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Das damalige Problem mit Next Generation
Vor allem die ersten zwei Staffeln von Star Trek: The Next Generation wurden immer wieder von Fans für die fehlende Vertrautheit, die schwachen Drehbücher und eine komplett andere Atmosphäre kritisiert.
Mittlerweile gilt die Serie jedoch als Klassiker und sie umfasst insgesamt stolze sieben Staffeln und 178 Folgen. Auf Rotten Tomatoes ist die Community zu 90 Prozent überzeugt und in der Filmdatenbank IMDb bekommt das Abenteuer von Commander Riker und Captain Picard 8,7 von 10 Sternen.
Ob sich das Blatt auch für Starfleet Academy einmal so wenden wird, bleibt abzuwarten. Eine zweite Staffel wurde jedenfalls bereits bestellt und befindet sich aktuell in der Produktion.
Kommentare im Forum
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Wann das neue Abenteuer der Sternenflottenakademie erscheint, ist noch nicht bekannt. Jedoch ist es sehr wahrscheinlich, dass wir irgendwann 2027 mit den neuen Folgen rechnen können. Vorher erscheint im Laufe dieses Jahres noch Staffel 4 von Strange New Worlds auf Paramount Plus. Die Serie soll voraussichtlich nächstes Jahr mit der fünften Season enden.