Bei Star Trek steht aktuell ein großer Umbruch an. 2027 enden die letzten Serien auf Paramount Plus: Strange New Worlds nach fünf Staffeln und Starfleet Academy nach zwei. Aktuell ist auch keine neue Show in Sicht. Bisher gibt es nur spärliche Infos zu einem neuen Film, der aber ganz unabhängig von anderen bisherigen Projekten stattfinden soll.
Auch die Zufriedenheit der Fans nimmt immer weiter ab. Zuletzt erntete die neue Serie Starfleet Academy sehr viel Kritik für ihr schwaches Drehbuch, klischeehafte Charaktere und ihre »kindliche« Umsetzung.
Das alles geht an den Darstellern natürlich auch nicht spurlos vorbei. Robert Picardo ist seit 1995 ein Teil des Universums und übernimmt in Starfleet Academy wieder die Rolle des Doktors. Er sorgt sich um die Gesundheit des Franchise und hofft, dass Star Trek seine Identität nicht verliert.
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Die Angst, dass Star Trek sich in eine falsche Richtung entwickelt
Erst vor Kurzem war Robert Picardo gemeinsam mit seiner Voyager-Kollegin Jeri Ryan auf SpaceCon 2026 in San Antonio zu sehen, wo er über die jüngsten Entwicklungen innerhalb des Universums sprach. Er mache sich Sorgen, dass Trek seine altbekannten Werte früher oder später über Bord werfe (via Popverse):
Ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft von Star Trek, weil wir dafür kritisiert wurden, dass wir zu viel Vielfalt und Inklusion zeigen – und genau das ist doch ein Kernwert des Universums. Ich weiß nicht, wie man Star Trek ohne diese Werte gestalten soll.
Ich hoffe, dass das nächste Star Trek – und ich weiß, dass es eine Pause geben wird – diese Werte beibehält. Dass es immer die Vereinten Nationen im Weltraum sind und nicht »America First« im Weltraum. Und dass es kooperativ bleibt.
Es ist eine Vision der Zusammenarbeit zwischen weltraumfahrenden Planeten in der Zukunft und nicht: »Lasst uns losziehen und die Planeten von Venezuela, Iran, Grönland und Kuba erobern.«
Die letzten Worte sind ein unverhüllter Seitenhieb gegen die Regierung von Präsident Donald Trump. Der Republikaner wurde wegen seiner äußerst aggressiven Außenpolitik immer wieder kritisiert. Trump drohte in der Vergangenheit etwa Grönland und Kuba mit militärischem Eingreifen (via Die Zeit). Das US-Militär entführte außerdem völkerrechtswidrig den venezuelanischen Präsidenten Maduro (via Tagesschau) und griff den Iran an.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Nach der Vereinigung von Paramount und Skydance im Sommer 2025 ist David Ellison der CEO des gesamten Unternehmens. Er unterstützt die Politik von Trump, die sich gegen Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion ausspricht. Im Januar 2025 wies Trump etwa die Bundesbehörden an, alle Büros, die sich diesen Aufgaben widmen, innerhalb von 60 Tagen zu schließen (via Tagesschau). Picardos Sorgen sind daher nicht ganz unbegründet.
Wie die Zukunft des Universums neben dem neuen Film der Dungeons-&-Dragons-Regisseure Jonathan Goldstein und John Francis Daley aussieht, steht aktuell noch in den Sternen. Mit der anstehenden Verschmelzung von Paramount mit Warner Bros. durchläuft das Unternehmen sicher auch noch einige größere Veränderungen (via The Hollywood Reporter). Noch ist nicht bekannt, wann es so weit sein wird. Derzeit fehlt noch die offizielle Zustimmung der EU-Kommission.
Falls ihr noch mehr zu Star Trek oder dem Streit um Warner Bros. lesen möchtet, verlinken wir euch in der obigen Box weitere Artikel zum Thema. Dort könnt ihr zum Beispiel auch mehr über den kommenden Film erfahren, den wir etwas weiter oben im Text erwähnt haben.