Kylo Ren trat in Episode 7 noch als Vader-Fanboy auf, hat sich im Verlauf der Sequels aber dann doch von dem düsteren Erbe seines Großvaters losgesagt. Das hält den Obersten Anführer der Ersten Ordnung allerdings nicht davon ab, zwischen Episode 8 und 9 auf dessen Spuren zu wandeln.
Das Vermächtnis von Darth Vader
Diese Geschichte erzählt der offizielle Kanon-Comic Legacy of Vader von Charles Soule. Und nach Abstechern auf Tatooine, Naboo und Mustafar nähert sich Kylo Rens Odyssee ihrem Ende.
Unter der Führung von Vaders ehemaligen Diener Vanée klapperte der Ex-Jedi, der früher mal als Ben Solo bekannt war, ein paar der wichtigsten Stationen im Leben des Dunklen Lords der Sith ab. In Ausgabe #11 des Comics stellt sich heraus, dass Vanée dabei ein eigenes Ziel verfolgt.
Auch wenn eine Vision von Darth Vader Kylo eiskalt hat abblitzen lassen, ist dessen Diener der festen Überzeugung, dass Ren seine Nachfolge antreten muss. Denn in Vanées Augen braucht die Galaxie einen Mann wie Vader, der Angst und Schrecken verbreitet, aber vor allem für Ordnung sorgt.
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Und für Vanée hat Kylo Ren dieses Erbe anzutreten, auch wenn er sich dafür einer letzten Prüfung stellen muss, indem er einen Tod stirbt. Soll heißen: Kylo Ren muss das Zeitliche segnen, um als Darth Vader weiterleben zu können.
Kylo Ren will doch nicht länger der nächste Darth Vader werden
Gemäß der Logik von Vanée funktioniert das am besten, indem er einen bewusstlosen Kylo Ren auf einen Tisch schnallt, ihn in Lava tunkt und in Darth Vaders Rüstung einschließt. Damit würde er eine ähnliche Transformation durchmachen, wie es Anakin Skywalker in Episode 3 - Die Rache der Sith tat.
Kylo Ren ist davon aber wenig begeistert, denn er macht sich von seinen Fesseln los und ergreift die Flucht. Vanée will er aber nicht ungeschoren davonkommen lassen und schnappt sich auf seinem Weg durch ein Labyrinth voller tödlicher Fallen und riesiger Killer-Roboter das erbeutete Lichtschwert eines Jedi, dessen Kristall er sogar in kürzester Zeit zum Bluten bringt.
Vanée wird dabei schnell klar, dass er seinem Tod durch Kylo Ren nicht entkommen kann und akzeptiert die Konsequenzen seines Handelns mit relativer Gelassenheit. Immerhin hat er bereits den Fall der Jedi und auch des Imperiums miterlebt und fristet schon seit Jahren ein Dasein als abgetrennter Kopf, der in einem Fischglas von einem Droiden herumgetragen wird.
Die gemeinsame Reise mit Kylo Ren, die von Letzterem als verschwendete Zeit abgetan wird, rechtfertigt er aber bis zum Schluss damit: Vanée wollte seinem Prinzen lediglich dazu helfen, sein volles Potenzial zu entfalten.
Davon will Kylo Ren aber nichts hören, denn das wird ihm ständig eingetrichtert, seit er drei Jahre alt ist: Von Luke Skywalker, seinen Eltern Leia Organa und Han Solo und auch Snoke, von dem sich Kylo erst in Episode 8 auf radikale Art und Weise losgesagt hat.
Nun kommt Kylo Ren zu dem Entschluss: Er ist bereits die Person, die er sein sollte. Und so triumphiert tatsächlich Vanée in seinen letzten Momenten, bevor sein Kopf mit einem Machtgriff zerquetscht wird. Denn in seinen Augen hat Kylo Ren die Wahrheit über sich selbst erkannt - und gleicht damit der Wiedergeburt Darth Vaders.
Noch ist die Odyssee von Kylo Ren zwischen Die letzten Jedi und Der Aufstieg Skywalkers nicht ganz am Ende: Legacy of Vader #12 erscheint am 14. Januar 2026 und wird die letzte Ausgabe des Comics von Charles Soule.
Und dabei werden wir dann erfahren, was in Darth Vaders mysteriösen Tresor in seiner Festung auf Mustafar lauert - und ob sich der Trip für Kylo Ren gelohnt hat.
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